Dienstag, 31. Dezember 2013

2. und 3. Januar

Vom 2. Januar an sind in vielen Gegenden Kinder als Sternsinger unterwegs. Sie ziehen von Tür zu Tür, singen oder sagen einen Spruch auf und schwenken Weihrauch. Meist sammeln sie für einen guten Zweck und schreiben dann die Buchstaben C+M+B und die Jahreszahl über die Tür. Dies bedeutet "Christus Mansionem Benedict" was so viel  heißt wie "Christus segne dieses Haus".
Heute ist auch wieder ein guter Tag um raus zu gehen in die Natur. Früher nahm man ein paar Früchte oder Nüsse mit, um die Natur zu stärken und die Naturgeister aufzuwecken. Man legte sie unter die Sträucher oder hängte sie an einen Zweig .Auch die Brotringe eignen sich dafür. Die Tiere in der Natur werden dafür dankbar sein. Man sollte sich heute Zeit nehmen, die Natur zu betrachten und beim Abstellen der Gaben dafür danken was die Natur immer wieder hervorbringt.
Am Abend kann man wieder etwas räuchern und alles notieren was man heute Wichtiges erlebt hat.
Am 3. Januar wenden wir uns wieder unserem Inneren zu. Wir suchen einen ruhigen Ort und nehmen uns Zeit für eine Meditation. Man kann dabei räuchern und in den aufsteigenden Rauch sehen, der unsere Gedanken mitnimmt. Wichtig ist ein bequemer Sitz oder Lage. Zunächst soll man sich nur auf den Atem konzentrieren und die Gedanken kommen und gehen lassen ohne sie festhalten zu wollen, alle intuitive Wahrnehmungen ohne Wertung geschehen lassen und der inneren Stimme lauschen. wWchtig ist nur, dabei innerlich ganz zur Ruhe zu kommen. Man kann auch eine Meditiations-CD benutzen. Am Abend wieder das notieren was uns begegnet ist.
Früher hat man mit den Samen oder der Wurzel der Engelwurz geräuchert, um noch irdisch behaftete Seelen den Weg ins Jenseits zu erleichtern.

Montag, 30. Dezember 2013

31.Dezember und 1.Januar

Auch am Silvestermorgen gleich wieder die Träume notieren und was Dir am letzten Tag des alten Jahres so durch den Kopf geht. Man kann zusammen mit Freunden oder individuell einen Kehraus planen. Man überlegt was alles noch weggeputzt und rausgekehrt werden soll, wie alte Leiden, Belastungen und Plagen und tut das symbolisch oder fegt tatsächlich mit einem alten Besen (früher nahm man Besen aus Birkenreisig).
Dazu trinkt man einen Sivesterpunsch. Ich habe hier das Rezept eines
Apfelpunsches:
1 Beutel grüner Tee, 1 Zimtstange, etwas Anis, 1 walnussgroßes Stück geschälter Ingwer, 2 Nelken. Alles mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und ca.2-3 Minuten ziehen lassen. Dann 1/4 Liter Apfelsaft dazu geben und aufkochen,  durch ein Sieb seihen. Wer mag, kann ins Glas noch eine Apfelschnitze legen. Wer doch etwas Alkohol möchte, gibt etwas Rotwein dazu.
Später am Abend ist dann die Zeit des Orakelns gekommen. Neben dem Bleigießen oder Kaffeesatzlesen sollte man die Kraft des Wünschens nicht unterschätzen. Beim Wünschen ist Bescheidenheit angebracht und man sollte auch an die mögliche Erfüllung des Wunsches glauben, also nicht unrealistische, selbstsüchtige Wünsche äußern. Geht der Wunsch dann in Erfüllung, nicht die Dankbarkeit vergessen. Ein Mittel dafür ist das Gebet, in eigenen Worten und für Christen ist das Bekannteste das Vaterunser.
Viele wollen diese wichtigste Nacht im Jahr nicht verschlafen, sondern mit Freunden feiern. Achtet bewußt auf den oft eindrucksvollen Himmel. Eine Baurnregel heißt:
Ist die Neujahrsnacht hell und klar,
deutet es auf ein gutes Jahr.
Auch der 1. Januar war schon immer von besonderer Bedeutung, deshalb gleich nach dem Aufwachen den Träumen Beachtung schenken. Früher als man nur wenig Kleidung besaß, wurde an diesem Tag frische Kleidung angelegt. Man sollte am ersten Tag des Jahres so leben, wie man es sich für das ganze Jahr wünscht. Auch heute noch gibt es ortsübliche Rituale für diesen Tag. Zu Hause bei uns gab es zu Mittag immer Sauerkraut mit Kassler, dadurch sollte im kommenden Jahr immer genug Geld im Hause sein. Auch ich habe mit meiner Familie diesen Brauch beibehalten. Üblich ist auch das "Neujahrwünschen" für Nachbarn und Bekannte. Jetzt kann man auch noch Brotringe verteilen.
Heute ist auch Neumond im Zeichen des Steinbocks, was sich gut dazu eignet auf ungeliebte Angewohnheiten zu verzichten. Jetzt ist auch Zeit über die wesentlichen Werte im Leben nachzudenken. Was ist für mich wichtig und auf was kann ich verzichten?

Samstag, 28. Dezember 2013

29. und 30. Dezember

29. Dezember: Gibt es etwas, was noch im alten Jahr erledigt sein muss? Auch Enttäuschungen und Schmerz sollte man hinter sich lassen. Was konnte evtl. daraus gelernt werden?
Gönne dir heute eine Ruhezeit, um mit dem Alten abzuschließen, das Vergangene, auch das Schmerzhafte wie das Schöne, zu würdigen. Man kann es auf ein Blatt Papier schreiben. Dann setzt man sich vor eine Kerze, formuliert seine Gefühle und Gedanken, dankt für das was man erfahren durfte, verabschiedet sich vom alten Jahr und verbrennt den Zettel oder bläst einfach die Kerze aus.
Auch außen kann man heute noch aufräumen, nicht benötigtes entsorgen und damit Platz machen für Neues.
Wer will kann sich ein Amulett oder einen Medizinbeutel herstellen.Dazu eignen sich Hölzer aus Eibe, Weißdorn, Eberesche oder Holunder. Man kann das Holz abschmirgeln, polieren und an einem Lederband um den Hals tragen. Oder man gibt es zusammen mit anderen Dingen, die einen Erinnerungswert haben ( Steine, Federn, Kräuter, ....) in einen kleinen Beutel. Man überlegt, was man sich von diesem Glücksbringer wünscht und schreibt die Wünsche auf. Am nächsten Tag überprüft man die Wünsche noch einmal. Dann nimmt man das Amulett in die Hände, setzt sich vor eine Kerze und übergibt es seiner Bestimmung. Räuchern dabei ist auch gut. Man sucht sich einen Ort, an dem man den Glücksbringer aufbewahren will.

Am 30. Dezember sollte man unbedingt wieder raus in die Natur gehen. Wenn der Sturm um die Ohren pfeift, fühlt man sich umso mehr mit der Natur verbunden. Wie schön ist es danach wieder ins warme Haus zu kommen.
Wenn der Sauerteig viele kleine Bläschen hat und säuerlich riecht, ist er fertig. Jetzt können jetzt die Brotkringel gebacken werden.
Vorteig:
600 g Mehl
400 ml lauwarmes Wasser
Alles mit dem Sauerteig verkneten und 8 bis 10 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen
Hauptteig:
2 TL Salz
250 g Mehl
Brotgewürz (z.B. Schabziger Klee oder eigene Würzmischung zusammenstellen)
Alles in den Teig einarbeiten, Ringe formen und 2-3 Stunden gehen lassen. Man kann kleine Symbole wie Kreuze, Kleeblatt usw. einritzen. Der Backofen wird auf  220°C erhitzt, dann das Brot reingeben und auf  200 °C ca. 20 bis 30 Minuten backen.
An die fertigen Kringel kann man kleine Kärtchen mit guten Wünschen für Freunde und Nachbarn hängen.
Mann kann sich auch selbst mit einem Brotring beschenken.

Mittwoch, 25. Dezember 2013

27. und 28. Dezember

Am Morgen des 27. Dezember kann man wieder Notizen zu seinen Träumen machen. Man sollte heute hinaus in die Natur gehen. Vielleicht sammelt man ein paar schöne Steine für ein Runenorakel und bemalt sie. Unsere Vorfahren, die Germanen, schrieben diesen Schriftzeichen magische Kräfte zu. Man übelegt sich eine Frage und zieht dann verdeckt 3 Runensteine. Deren Bedeutung kann man ganz gut bei Google ( Suchbegriff: Bedeutung der Runen) nachlesen.
Wer für Silvester anderen etwas Gutes wünschen will, kann das mit einem kleinen Geschenk verbinden. Früher wurden dazu Brotringe gebacken. Den Sauerteig dafür kann man heute ansetzen( Rezept beschreibe ich noch):
50 g Roggenvollkornmehl mit lauwarmem Wasser zu einem dicken Brei verrühren. Das Ganze für 3 Tage zugedeckt an einen warmen Ort stellen.
Am Ende des Tages wieder aufschreiben welche Begegnungen man in der Natur hatte, was man neu entdeckt hat oder alles was einem aufgefallen ist.
Am 28. Dezember hat man früher kleine Opfergaben unter den Holunder gestellt. Der Holunder ist der Baum des Lebens. Auch wer mit den Ahnen kommunizieren wollte, ging zum Holunder. Hier kann man in einem kleinen Ritual ihnen Dankbarkeit ausdrücken, dass man geboren wurde und zu dem Menschen werden konnte, der man ist. Man kann auch als Dankbarkeit etwas Duftendes ( Rosenblätter....) zurücklassen.. In diesen Tagen soll der Schleier zu den Ahnen besonders dünn sein und man kann überall mit ihnen sprechen ohne eine Antwort zu erwarten. Genau wie ein Gebet verhallt kein Wort ungehört. Natürlich kann man auch wieder Räuchern, vielleicht ein Gedicht schreiben oder etwas anderes Kreatives gestalten.

Montag, 23. Dezember 2013

25. und 26. Dezember


Am 25. Dezember beginnt man zuerst mit dem Aufräumen, denn äußere Ordnung bringt auch Klarheit in die Gedanken. Jede Rauhnacht geht von Mitternacht bis Mitternacht und steht für einen Monat im kommenden Jahr. Deshalb sollte man am besten ein Tagebuch anlegen und dort alle Gedanken, Gefühle und Ereignisse des Tages notieren.
Gehe an einen Ort, an dem du ungestört bist und beginne mit einer Räucherung. Es gibt Gegenden da wird noch heute Haus und Stall ausgeräuchert. Um die eigene Wohnung energetisch zu reinigen, eignet sich Salbei am besten. Man kann auch Räuchermischungen kaufen. Dann geht man langsam mit dem Räuchergefäß in alle Ecken des Raumes, anschließend den Raum gut lüften.
Man kann sich auch vor das Räuchergefäß setzen. Dann schließt man die Augen, atmet den Duft ein, blendet die Außenwelt aus und lauscht seinen Gedanken und Gefühlen.Wer will, sieht in den Rauch und schaut welche Formen oder Gestalten sich bilden.Wichtig ist eine Zeit der Ruhe und Stille, denn nur dann sind wir unserem Unbewußten, unserer Seele näher und empfänglicher.
Am Abend hält man eine Rückschau auf den vergangenen Tag.
Am Morgen des 26.Dezember notiert man gleich nach dem Aufwachen seine Träume, mit den Gedanken und Gefühlen. Man erinnert sich heute seiner Ahnen, durch alte Familienfotos, einen Gang zum Friedhof oder dem Anzünden einer Kerze. Wir blicken auf das letzte Jahr und auf unser bisheriges Leben zurück. Auf einen Zettel schreibt man alles was man noch abschließen möchte, wen man um Verzeihung bitten möchte, auf dass sich alle Ärgernisse auflösen möchten. Während wir darum bitten halten wir den Zettel in unseren Händen und verbrennen ihn danach in der Räucherschale.
Mit einer Rückschau beenden wir wieder den Tag.


Sonntag, 22. Dezember 2013

Die Zeit "Zwischen den Jahren"

 Woher kommt der Ausdruck "zwischen den Jahren?". Unser Kalender richtet sich nach dem Lauf der Sonne und das Sonnenjahr zählt 365 Tage. Unsere Vorfahren rechneten das Sonnenjahr von Wintersonnenwende zu Wintersonnenwende. Die zwölf Mondmonate begannen und endeten mit dem Vollmond. Der Mond braucht genau 29,53 Tage um die Erde zu umrunden, so hat das Mondjahr also 354 Tage. Es ergibt sich also zwischen Mond- und Sonnenjahr eine Differenz von 11 Tagen und 12 Nächten, den Rauhnächten. Diese Tage und Nächte lagen also außerhalb der Zeit und galten deshalb als magischer Zeitraum. Die erste Rauhnacht begann am 25. Dezmber, also nach der heiligen Nacht, die letzte endete am 06. Januar.
Auch heute noch nehmen wir diese Zeit als besonders wahr, in der wir das Alte abschließen und das Neue willkommen heißen können. Dabei kann uns das Ritual des Räucherns helfen.
Alle wichtigen Arbeiten sollten vorher erledigt sein: Angefangene Arbeiten abgeschlossen, Rechnungen bezahlt, Geliehenes zurückgegeben, Wäsche gewaschen, Vorräte im Haus sein. So ist der Kopf frei, man kann sich zurückziehen und besinnen. Man benötigt eine feuerfeste Schale, z.B. Keramiktopf, gefüllt mit Sand, und eine Räucherkohle. Die Kohle wird entzündet und dann das Räucherwerk aufgelegt. Den Rauch kann man fächelnd verteilen. Durch die Nase gelangen die Duftmoleküle ins limbische System im Gehirn, in dem Emotionen verarbeitet werden und wirken so auf Gefühle, Erinnerungen und das vegetative Nervensystem. Düfte beruhigen uns, entspannen, stärken Kreativität und Heilung.
Fichte: befreit die Atemwege
Holunderblüten, Weihrauch: zur Meditation und Einkehr
Mistel: fördert das Traumerleben
Salbei: wirkt desinfizierend, löst negative Energiefelder
Thymian: desinfiziert und stärkt
Beifuß: zum eigenen Schutz
Wacholder: klärt und reinigt, vitalisiert und zentriert,
Johanniskraut: klärt die Athmosphäre 
 Schafgarbe: macht uns empfänglich für intuitive Wahrnehmungen
Harze von Tanne, Fichte, Kiefer: belebend, schützend, desinfizierend.
Natürlich kann man auch Mischungen nehmen, so wie man es angenehm empfindet.
Näheres wie man diese Zeit bewusst begehen kann, schreibe ich in den nächsten Tagen auf.

Freitag, 13. Dezember 2013

Ingwer, Wärme von innen und außen

Ingwer durchwärmt den ganzen Körper, entspannt und lindert Schmerzen. Seine Knolle enthält ätherische Öle wie z.B. das Gingerol, das dem Aspirin verwandt ist.
Bei schmerzhaften Regelblutungen kann man eine Ingwerauflage legen:
5 EL frisch geriebene Ingwerwurzel mit 1 Liter heißem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, abgießen. Damit ein Tuch tränken, auswringen und auf den Unterbauch auflegen. Mit einem anderen ( etwas angewärmten) Tuch abdecken und 20-30 Minuten ruhen. Nach Entfernung der Auflage, die Haut mit Johanniskrautöl oder Ringelblumensalbe einreiben und nochmal ca. 1/2 Stunde nachruhen.
Da Ingwer das Verdauungssystem anregt, beeinflusst er auch unser Immunsystem. Er hilft auch bei Schwangerschaftserbrechen und Reisekrankheit. 
Tee:
Ein nussgroßes Stückchen klein schneiden, mit 3/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 8 Minuten ziehen lassen, abgießen und schluckweise trinken, am besten morgens noch vor dem Frühstück oder über den Tag verteilt.
 Der Tee wärmt von innen, in dem er die Durchblutung anregt und hilft auch beim Abnehmen ( z.B.nach der üppigen Weihnachtszeit)
Bei einer beginnenden Erkältung nimmt man ein warmes Ingwervollbad:
 250 g Meersalz in warmem Wasser auflösen, den starken Teeaufguss von 1/2 Ingwerknolle dazu geben und nicht mehr als 20 Minuten baden, dann unbedingt nachruhen.
Ich habe auch ein Rezept für eine wärmende Suppe:
Zutaten:
1 walnussgroßes Stück Ingwer, 500 g Süßkartoffeln, 600 ml Gemüsebrühe, 1 Päckchen Frischkäse mit Joghurt oder Schmand, Salz, Pfeffer
Zubereitung:
 Ingwer und Süßkartoffeln schälen in Scheiben schneiden und in der Brühe 15 Minuten kochen, Ingwer entfernen, die Suppe pürieren, den Frischkäse unterrühren. Suppe nicht mehr kochen, sondern nur noch mit Salz und Pfeffer abschmecken, evtl. mit frischen Kräutern garnieren.
 So, damit dürfte uns die Erkältungszeit erstmal kalt lassen.



Dienstag, 3. Dezember 2013

Meerrettich, scharfer Helfer

Endlich kann ich Euch die Heilwirkungen des Meerrettichs vorstellen. Er kommt ursprünglich aus Südosteuropa und ist bei uns als Kulturflüchling eingewandert. Man verwendet die Wurzel. Sie ist verdauungsfördernd, durchblutungsfördernd, schleimlösend, stoffwechselanregend und hautreizend und enthält reichlich ätherisches Öl, Vitamin B und C, flüchtige antibiotische Substanzen und, ähnlich wie Senf, schwefelhaltiges Glycosid. Frisch gerieben und in kleinen Dosen kann Meerrettich zu vielen Speisen gegesssen werden, z.B. Fisch, Kartoffelsalat, Spinat, Fleisch usw. Er hilft bei Erkältungskrankheiten, Bronchitis mit Husten und Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Rheuma.
Meerrettichwickel bei Halsschmerzen:
100 g Meerrettich fein reiben, auf ein Tuch evtl. Wolle dick auftragen, ein anderes Tuch darüberlegen und 4 Minuten um den Hals wickeln. Der Meerrettich soll nicht mit der Haut in Berührung kommen. Verträgt man ihn gut, nochmals 8 Minuten anwenden, danach die Haut einölen und den Hals warm halten.
Fußbad bei zu hohem Blutdruck:
1 Handvoll geriebene Wurzeln mit kochendem Wasser übergießen, 1 Stunde ziehen lassen, mit warmem Wasser auffüllen und 20 Minuten Füße darin baden.
Meerrettichaufstrich:
1/4 Liter Milch, 2 EL Dinkelmehl, 1 EL geriebener Meerrettich, Salz etwas Zucker.
Milch und Mehl zu einem Brei kochen und abkühlen lassen, den Meerrettich dazu geben und mit Salz und etwas Zucker würzen.
Kleinkinder und Schwangere sollten keinen Meerrettich anwenden. Da die Glykoside den Magen reizen können und über die Niere ausgeschieden werden, sollten Magen- und Nierenkranke den Meerrettich meiden.


Freitag, 8. November 2013

Leber schützen


Mariendistelsamen:
Unsere Leber besteht aus lauter kleinen Minilaboratorien, die Schwerstarbeit leisten. So werden in der Leber Nahrungsstoffe zerlegt, Vitamine und Enzyme gebaut und gespeichert, Galle gebildet und das Blut entgiftet, so dass die Giftstoffe von den Nieren ausgeschieden werden können. Ist die Leber geschädigt, hat man zunächst keine Schmerzen, aber man ist oft müde und abgespannt. Da die Leber nachts arbeitet, werden Lebermittel abends eingenommen. Gerade jetzt vor den üppigen Tagen ist ein Leberschutz angezeigt. Leberschutzmittel Nr. 1 ist die Mariendistel.
Kurz bevor die Samen reif sind, schneidet man die Köpfchen ab, lässt sie trocknen und schüttelt die Samen raus. Dies ist sehr mühsam, deshalb empfehle ich, die Mariendistelsamen im Reformhaus/ Naturkostladen zu kaufen.
Tee:
2 TL angequetschte Früchte mit 1 Tasse heißem Wasser aufgießen, 15 Minuten ziehen lassen und durchsieben. Als vorbeugender Leberschutz vor den Mahlzeiten 3 mal 1 Tasse trinken.
Man kann auch morgens und abends je einen TL Mariendistelsamen kauen.
Es ist sinnvoll im Herbst und im Frühjahr eine Mariendistelkur über ca. 3 bis 4 Wochen zu machen.
Auch nach durchzechten Nächten mit Alkohol und Zigaretten sollte man am nächsten Tag Mariendisteltee trinken, er unterstützt die Entgiftung. Mit den Flavonoiden der Mariendistel können selbst die tödlich wirkenden Gifte des Knollenblätterpilzes abgefangen werden.
Man kann die Lebergegend noch mit einem Schafgarbenwickel unterstützen.


Montag, 28. Oktober 2013

Brennesselwurzel fürs Haar

Beim Aufräumen im Garten jetzt unbedingt noch Brennesselwuzeln ausgraben. Sie wirken gegen Schuppen und Haarausfall. Hier einige Rezepte dazu.
Brennesselhaarwasser:
50 g Brennesselwurzeln und einige -Blätter,
15 g Salbeiblätter ( kann man auch jetzt noch ernten)
1/2 Liter Apfelessig
Die Wurzeln säubern und klein schneiden, ebenso die Blätter. Mit dem Apfelessig in ein Glas geben und an einem hellen Ort ca. 3 Wochen durchziehen lassen, dabei öfter schütteln .Dann abseihen und in eine dunkle Flasche füllen, beschriften. Es hält sich ca. 1 Jahr.
Man massiert es verdünnt oder pur in die Kopfhaut ein und lässt es 1/2 Stunde einwirken, dann spült man es mit lauwarmem Wasser aus.
Man kann auch die Brennesselwurzeln in Apfelessig sieden und verdünnt oder pur täglich in die Kopfhaut einmassieren.
Bei Haarausfall:
Die Haare nach der Wäsche mit Brennesselwurzeltee beträufeln, der in den Haaren bleibt. Man kocht den Tee 20 Minuten in 1/4 Liter Wasser.
Man kann auch Brennesselwurzeltinktur vermischt mit Klettenwurzel in die Haarwurzeln einmassieren.
Kopfwasser gegen Schuppen:
50 g Brennesseltinktur,
20 g Klettenwurzeltinktur
20 g Ringelblumentinktur
100 g Hamameliswasser
20 Tropfen Rosmarinöl
Alles vermischen und in eine dunkle Flasche abfüllen. Reibt man täglich die Kopfhaut damit ein, wird sie gut durchblutet und belebt. Man sollte es als Antischuppenkur regelmäßig anwenden.
                                          Haarwasser und Tinktur angesetzt.
 

Dienstag, 15. Oktober 2013

Wurzelkraft

Jetzt ist es Zeit sich mit der Kraft der Wurzeln auf den Winter vorzubereiten. Ich habe hier ( von links) Echinacea, Karde, Löwenzahn und Beinwell ausgegraben.
Die Echinacea, auch Sonnenhut genannt, wirkt entzündungshemmend und regt das Immunsystem an. Man trocknet die Wurzel und zermahlt sie. Dann trinkt man 2 Stunden nach jeder Mahlzeit 1 Woche lang 1 Tasse Tee, dann wird 1 Woche unterbrochen und so weiter. Nicht mehr als 2 Monate lang anwenden. Dies stärkt die Abwehrkräfte des Körpers enorm.
Tee:
1 TL der gepulverten Wurzel mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrühen und nach 10 Min. absieben.
Die wilde Karde:
An anderer Stelle habe ich sie ausführlich beschrieben, deshalb hier nur den
Tee:
2 TL Wurzeln mit 1/4 Liter kaltem Wasser ansetzen, aufkochen und 10 Min. ziehen lassen, 2 Tassen pro Tag trinken
Die Wurzeln reinigen den ganzen Organismus.
Getrocknete Löwenzahnwurzel wirkt als Tee auch bei Blutkrankheiten, Alterserscheinungen, Gicht, Rheuma und Fettsucht. Die Tinktur fördert die Leber- und Gallefunktion.
Tee.
1 Tl Wurzel mit 1/4 l kaltem Wasser ansetzen, aufkochen und nach 10 Min. absieben. 3 Tassen täglich.
Tinktur:
2 bis 3 mittlere Wurzeln mit 1/4 l Schnaps oder Obstbrand ansetzen, 14 Tage stehen lassen,absieben und tägl. 3-mal 1 EL nehmen.
Beinwellwurzel:
Umschläge helfen bei Venenerkrankungen und Verletzungen von Knochen und Verstauchungen.
Wenn die Wurzel getrocknet ist, kocht man aus 100g Wurzel und 500 ml Wasser einen starken Absud, lässt ihn abkühlen, taucht ein Tuch hinein und legt es auf die betroffenen Stellen. Nicht länger als 3 Wochern anwenden. Die frische schleimige Wurzel kann man auch direkt auflegen. Man spürt sofort die Wirkung.

Mittwoch, 25. September 2013

Kräuter der Provence

Jetzt ist Erntezeit! Das trifft auch für die Kräuter zu, die noch ein letztes mal das Aroma des Sommers verströmen. Wer noch nicht genügend getrocknet hat, muss die sonnigen Tage des Septembers dazu nutzen.
Ich habe mir heute die traditionelle provenzalische Mischung zusammengestellt. Sie besteht aus 7 getrockneten würzkräftigen Kräutern:
10 g Thymian
5 g Rosmarin
5 g Oregano
5 g Bohnenkraut 
5 g Majoran                                        
4 g Estragon                                        
4 g Lavendelblüten
Alle Zutaten vermischen und im Mörser zerstoßen, dann durch ein grobes Sieb streichen. Die Reste noch einmal mörsern. Im Glas dunkel aufbewahren.
Die Kräuter der Provence werden nur in kleinen Mengen eingesetzt:
Bei Salaten in die Marinade,
Bei Eintöpfen oder Gemüse zum Schluss kurz mitziehen lassen
Für Braten, auf das mit Öl eingepinselte Fleisch geben oder  kleine Schnitte damit  füllen
Man kann auch Fleisch oder Gemüse über Nacht in einer Marinade aus Öl, Knoblauch ( Chilischoten) Salz, Pfeffer und Kräuter der Provence einlegen.
Auf jeden Fall wirken die Kräuter appetitanregend und verdauungsfördernd und geben mit ihrem unverwechselbaren Aroma südlichen Gerichten die typische Note.



Dienstag, 17. September 2013

Eberesche, die Vogelbeere

Jetzt leuchten wieder die feuerroten Beeren der Eberesche. Sie sind sehr Vitamin-C-reich. Roh sind sie sehr bitter und die Säure zieht die Schleimhäute im Mund zusammen. Außerdem können frische Beeren zu Erbrechen und Durchfall führen. Das Kauen getrockneter Beeren regt die Nierentätigkeit an und kann Nierensteine lösen. Guter Vogelbeerschnaps gilt als Medizin bei Magen- und Verdauungsstörungen.
Eigentlich soll man sie erst nach dem ersten Frost ernten, da aber bis dahin die Vögel schon mächtig abgeräumt haben, hole ich sie jetzt und friere sie ein paar Tage ein. Dann bereite ich daraus ein Vogelbeermus zu:
2 Teile Vogelbeeren werden mit Wasser bedeckt, ein Schuss Essig hinzugefügt und über Nacht stehen gelassen. Dann wird es abgeseiht und mit wenig frischem Wasser aufgegossen. 2 Teile Äpfel vierteln und dazu geben, dann alles so lange kochen bis die Beeren aufspringen und die Äpfel zerfallen sind.  Durch ein Sieb passieren, nochmal aufkochen  und während des Abkühlens 1/2 Teil Honig unterrühren. Je nach Geschmack kann man noch etwas Zimt oder/ und Kardamon dazu geben. In Marmeladengläser füllen und gut verschließen.
Das Mus schmeckt zu Süsspeisen, als Brotaufstrich oder zu Wildgerichten.
Wenn man statt der Äpfel Quitten beimischt, sollten diese vorher weich gekocht werden.
 Man kann aus den Zweigen und Früchten auch schöne Kränze flechten; leider bin ich dazu nicht geschickt genug, deshalb habe ich hier kein Bild davon. Als Amulett getragen soll die Eberesche vor bösen Geistern schützen.


Montag, 9. September 2013

Wildkräuter- Gemüsepaste

Aus diesen Zutaten habe ich soeben eine Gemüsepaste hergestellt. Jetzt ist Erntezeit des Gemüses und auch die Kräuter gibt es noch frisch.
Rezept:
Zutaten:
150 g Sellerei ( da meiner noch klein ist, habe ich die Blätter dazu genommen)
250 g Möhren
100 g Zwiebeln ( eine große Zwiebel wiegt etwa soviel)
100 g Tomaten
150 g Zucchini
50 g Wildkräuter, z.B. Brennessel, Spitzwegerich, Vogelmiere, Giersch, Löwenzahn
1 Knoblauchzehe ( kann man auch weglassen)
1 Lorbeerblatt
4 Stängel Petersilie
100 g Salz
30 g Weißwein
1 EL Olivenöl
50 g Parmesan ( kann man auch weglassen)

Zubereitung:
Kräuter und Gemüse im Mixer zerkleinern, Salz, Wein , Olivenöl hinzufügen, 40 Minuten unter ständigem Rühren leicht köcheln lassen, dabei aufpassen, es brennt leicht an. Wer einen Thermomix hat, stellt auf Varoma , 40 min und Stufe 2 ein und braucht sich nicht weiter darum zu kümmern. Danach in Gläser abfüllen und verschließen, abkühlen lassen. Man erhält 2 bis 3 kleine Gläschen. Ohne Parmesan hält sich die Paste im Kühlschrank 1/2 Jahr, Parmesan verkürzt die Haltbarkeit.1 TL Gemüsepaste entspricht etwa einem Würfel.
                           Sie enthält keinerlei industrielle Zutaten und schmeckt auch als Bouillon pur.

Freitag, 6. September 2013

Beinwell, die Knochenheilerin

So langsam beginnt jetzt die "Wurzelgräberzeit" und da fällt mir zuerst der Beinwell ins Auge. Man wendet ihn an bei allen Erkrankungen des Knochensystems und allen stumpfen Verletzungen, Zerrungen, Bluterguss, Muskelkater, Sehnenscheidentzündung, Knochenhautentzündung, Nagelbettentzündung, Narbenschmerzen usw. Er wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend, abschwellend und knochenaufbauend. Blutergüsse lösen sich schneller auf und die Zellneubildung wird gefördert. Besonders das enthaltene Allantoin und die Kieselsäure beschleunigen das Zusammenwachsen von Knochen z.B. nach Knochenbrüchen. Die besten Erfolge erzielt man, wenn innerliche und äußerliche Behandlung gekoppelt werden. Anwendung 4 bis 6 Wochen nicht überschreiten.
innerlich: Tee (auch mit den Blättern) oder Tinktur
äußerlich: Umschläge mit Wurzelpulver, Salbe
Tee:
1 El  Wurzelpulver  ( auch Blätter möglich) mit 1/4 Liter warmem Wasser aufgießen und 30 Min. stehen lassen. 3 mal 1 TL täglich zu sich nehmen. Man kann das etwas klebrige Pulver mit Tee anfeuchten, mit Honig zu kleinen Kugeln drehen oder in feuchte Oblaten wickeln, dann kann man es besser schlucken.
Beinwellwurzelpulver mit Beinwellblättertee zu einer Paste angerührt wird auf die Verletzung aufgebracht.
Tinktur:
Gesäuberte und zerkleinerte Wurzel mit hochprozentigem Obstbrand übergießen, so dass alles bedeckt ist.3 Wochen in die Sonne stellen, jeden Tag liebevoll schütteln, abseihen. Man kann getrocknete (Tinktur) oder frische Wurzeln ( Essenz) nehmen. 3 mal tägl. 20 bis 30 Tropfen von der etwas schleimigen Flüssigkeit einnehmen.
Umschlag:
Beinwellwurzelpulver in heißem Wasser auflösen und den frischen Brei auf ein Tuch streichen und auflegen. Einige Stunden oder über Nacht einwirken lassen.
Vorsicht, es entstehen dunkle Flecken auf der Wäsche, die sich nicht auswaschen lassen.
Am besten ist es, die frische Wurzel schon zerkleinern, denn im getrockneten Zustand wird sie sehr hart. Als ich vor 2 Jahren im Urlaub gestürzt war, behandelte ich meine angeschwollene große Zehe nur mit Umschlägen aus der Tinktur und freute mich, dass ich nach 3 Tagen wieder einen Schuh anziehen konnte.
Salbe:
Herstellung genau wie die anderen Salben (z.B. Ringelblume) nur setzt man jetzt die zerkleinerte Wurzel in Öl an.
Ein Glas Salbe und ein großes Glas Wurzelpulver sollt man in der Notapotheke haben.

Dienstag, 27. August 2013

Naturkosmetik-Abend

 Heute weiß man, dass durch die Haut als unser größtes Organ auch viele giftige Stoffe in unseren Körper gelangen können. Mit wenigen natürlichen Zutaten kann man sich und seiner Schönheit schon etwas Gutes tun, ohne Konservierungsstoffe und andere industrielle Beimischungen. Ich lasse nur das an meine Haut, was ich auch essen könnte, ist ein gutes Motto für die Herstellung von Naturkosmetik.
Deshalb biete ich am Freitag, den 20.09.2013  ab 18.00 Uhr einen Abend der Naturkosmetik an. Wir stellen 2 Hautcremes ( keine Ringelblumensalbe, die habe ich nur für das Foto dazugelegt) und einen Lippenpflegestift her. Dazu kommen weitere Tipps und einige kulinarische Überraschungen. Sebstverständlich gibt es auch einen Script mit Hinweisen und Rezepten zum Nachmachen.
Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich unter folgender Email anmelden: Marita-Schwarz@gmx.de
Wir treffen uns  in der Nähe von Bad Hersfeld. Genaue Adresse und was ihr evtl. mitbringen müsst, teile ich euch nach der Anmeldung mit. Bitte meldet euch bis zum 9. September an, da ich Cremedöschen usw. bestellen muss.
Ich freue mich auf einen schönen Abend in netter Runde!

Montag, 19. August 2013

Sonnenhut fürs Immunsystem

Der Sonnenhut ist vielen auch unter seinem lateinischen Namen als Echinacea bekannt. Er wächst nicht wild, allerdings kann man ihn gut im Garten als mehrjährigen Strauch anpflanzen. Seine Inhaltsstoffe regen das Lymphsystem des Körpers an und stärken unser Immunsystem. Man verwendet die Blütenblätter, Blätter und Wurzeln. Die frische Pflanze ist wirksamer als das getrocknete Kraut, steht aber nur kurz zur Verfügung. Zur Stärkung unserer Immunabwehr trinkt man ca. 2 Stunden nach jeder Mahlzeit 1 Tasse Tee und zwar nur 1 Woche lang, macht dann 1 Woche Pause und wiederholt dann wieder 1 Woche lang. Das Ganze nicht mehr als 2 Monate. 
 Tee:
1 TL zerkleinerte Wurzel ( wie Pulver) mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, dann abseihen
 Tinktur:
 Die Wurzel, Blätter und Blüten mit Kornschnaps übergießen und 10 Tage ziehen lassen, dabei immer wieder aufschütteln, abfiltern. 15 Tropfen mehrmals täglich nur kurmäßig verwenden.

Wie die meisten Heilpflanzen soll man auch den Sonnenhut nur wie eine Kur verwenden, da sich bei einer Dauereinnahme der Körper daran gewöhnt und der gegenteilige Effekt eintreten kann.
Sonnenhutextrakte gibt es auch in der Apotheke zu kaufen, aber auch hier darauf achten, dass keine Dauereinnahme erfolgt!

Donnerstag, 8. August 2013

Die wilde Karde, Hilfe bei Borreliose

Die wilde Karde ist eine große  Distel, die auf kargen Böden wächst. Ich habe sie erfolgreich im Garten angesät, denn sie ist anspruchslos, liebt die Sonne und vermehrt sich selbst durch Samen. Zur Zeit blüht sie, deshalb beschreibe ich sie jetzt. Man verwendet aber die Wurzel, gräbt sie am besten im zeitigen Frühjahr aus bevor die Blütenstängel zu wachsen  beginnen und noch nicht verholzt sind. Traditionell wird die Wurzel aber auch die Blätter als Wundheilmittel und zur innerlichen Behandlung von Hautunreinheiten verwendet. Wichtig ist mir aber, dass die Karde bei Borreliose, einer durch Zecken übertragenenen Krankheit, helfen kann. Interessant ist der Ablauf die Blüte: In der Mitte das Blütenköpfchens entsteht einr ringförmige Zone, die sich teilt und nach oben und unten wandert. Das ähnelt der wandernden Röte, die sich als erstes Symptom einer Borrelioseninfektion bildet. Nach einem Zeckenbiss empfehle ich folgende Sofortmaßnahmen:
1. Honigpflaster draufkleben
2. Wenn Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche auftritt, 10 Trpf. Propolis pro Tag einnehmen und Spitzwegerich essen
3. Wenn es Borreliose wird, dann Kardentinktur anwenden. Alle 3 Wochen ein Blutbild machen lassen. Da die Beschreibung der Art der Anwendung für diesen Blog zu umfangreich ist, empfehle ich hier ein Buch von Wolf-Dieter Storl: Borreliose natürlich heilen. ( ISBN 978-3-03800-360-1) Er ist Ethnobotaniker, hat die Karde selbst ausprobiert und beschreibt eine mehrgleisige Behandlung:
1. Immunsystem stärken mit Pflanzen, die viel Vitamin C enthalten ( Holunderbeeren, schwarze Johannisbeeren, Sanddorn...)
2. Harntreibende, blutreinigende Tees ( Brennesseltee, Birkenblätter, Goldrute ....)
3.Behandlung mit der wilden Karde, gleichzeitig Schwitzkuren, also starke Überhitzung des Körpers.
4 Außerdem: gesunde Ernährung, Bewegung, Sonnenstrahlen ....! 
Kardentinktur:
Wurzel säubern, zerkleinern ( nicht schälen), in einem Schraubglas mit Korn oder Wodka übergießen, 3 Wochen an einem warmen Ort ausziehen lassen. 3 mal täglich 3 Tropfen über 3 bis Wochen lang, dann einmal im Monat für jeweils 3 Tage, bis zu 12 Monate fortsetzen, dies deshalb um dem monatlichen Vermehrungsschub der Borrelien vorzubeugen.

Ich selbst habe eine Bekannte, die trotz Antibiotikaeinnahme nach einer Infektion über Jahre hinweg immer wieder schubweise Gelenkschmerzen hatte, was sich erst durch die Einnahme der Kardentinktur gebessert hat. Deshalb ist es gut, wenn man immer etwas Kardenttinktur zu Hause hat.
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Montag, 5. August 2013

Goldrute, die Nierenstärkerin

Die Goldrute ist eine der besten Nierenheilpflanzen. Auf meinem Bild seht Ihr die kanadische Goldrute. Sie ist aus Amerika, vielleicht wegen ihrer goldgelben üppigen Blütenpracht, in Deutschland eingeschleppt worden und hat sich stark vermehrt. So ist die echte Goldrute fast schon selten geworden. Die Heilwirkungen sind allerdings die gleichen. Wenn sie in voller Blüte steht, sollte man die oberen 20 cm der Pflanze abschneiden und trocknen. Auch in Trockensträußen macht sie sich gut, da die Blüten ihre Farbe beim Trocknen weitgehend behalten. Die Goldrute hat eine durchspülende Wirkung und sie stärkt das Nierengewebe. Sie hilft kleine Blasen- und Nierensteine auszuschwemmen. Dabei  hat sie auch eine vorbeugende Wirkung. Da sie auch krampflösend wirkt, ist sie gut geeignet während und nach der Behandlung einer Harnwegsentzündung. Dann kann man sie als Tee oder in einem Sitzbad anwenden. Die regelmäßige Ausspülung von Giftstoffen beugt auch Rheumaerkrankungen vor und sorgt für ein gutes Hautbild. Deshalb ist eine Goldrutenkur von 2 bis 4 Wochen eigentlich für jeden zu empfehlen.
Tee:
2 TL Kraut mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergießen, entweder gleich erhitzen oder erst über Nacht ziehen lassen und am nächsten Tag erhitzen. Man kann sie auch mit kochendem Wasser übergießen , muss sie dann aber 10 Minuten ziehen lassen. 3 Tassen am  Tag trinken.
Rheumatee:
1 Teil Goldrute, 1 Teil Birkenblätter, 1 Teil Brennesselwurzeln, 1 Teil Weidenrinde.

Nicht einsetzen bei eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit, denn eine Druchspülung würde dann diese Organe überfordern. 

Samstag, 3. August 2013

Mein Gärtchen

Heute möchte ich einfach nur mal  Bilder von meinem Kräutergärtchen im Juli 2013 zeigen.  So durcheinander wie es aussieht ist es auch, da ich meistens das was sich von alleine ausgesät hat stehen lasse.
Ich sitze vor den Stockrosen. Sie enthalten Schleimstoffe und den Tee aus den Blüten nimmt man zum Gurgeln bei Halsentzündung. Die Blüten sind auch eine essbare Dekoration von Salaten oder dem Sommerbuffet.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Rotklee, das heimische Soja


Jetzt ist höchste Zeit noch Rotkleeblüten und junge Blättchen zu sammeln. Eigentlich kann man den Rotklee den ganzen Sommer über in die Ernährung einbeziehen, zu Salaten, Gemüse, Eierspeisen oder Brotaufstriche. Er enthält neben Vitaminen, Mineralstoffen und blutverdünnenden Substanzen vor allem viele pflanzliche Hormone. Deren Wirkung ist ähnlich wie die von Soja. Die Pflanzenhormone ( Phytoöstrogene) steigern z.B.das Wohlbefinden in den Wechseljahren, der Knochenabbau im höheren Alter wird reduziert und sie sollen sogar dem hormonabhängigen Krebs vorbeugen. Wie oft bei der Pflanzenmedizin tritt die volle Wirkung erst nach einigen Wochen Dauereinnahme auf. Für eine Entschlackungskur trinkt man den Tee 4 Wochen lang.
Tee:
4 TL Blüten mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Min zugedeckt ziehen lassen, 4 Tassen pro Tag trinken
Eine Hautcreme aus Kleeblüten soll verjüngend auf die Haut wirken, weil die Pflanzenhormone die Wasserspeicherkapazität der Haut erhöhen. ( Rotkleeextrakte werden schon lange in Anti-Aging-Cremes verwendet). Ich habe mir eine Rotkleesalbe genauso wie die Ringelblumensalbe hergestellt ( siehe Post über die Ringelblume). In dem Buch von Hirsch/Grünberger: Die Kräuter in meinem Garten, habe ich ein anderes Rezept gefunden, das ich hier aufschreibe und in diesem Jahr mal ausprobieren will.
Kleeblütencreme:
Ein Glas zu 2/3 mit frischen Blüten füllen, mit Weizenkeim- oder Jojobaöl übergießen und in der Sonne 3 Wochen ausziehen lassen, dann filtern. Einen starken Teeaufguss aus frischen und getrockneten Blüten herstellen. Im heißen Wasserbad ca. 20 -30 g Bienenwachs und 1/2 TL Honig schmelzen, dann etwa 8 EL Kleeöl zufügen. Gründlich rühren bis sich die Flüssigkeiten vermischt haben. Nun noch 8 EL vom Aufguss zugeben. Fett und Wasser müssen dieselbe Temperatur haben. Aus dem Wasserbad nehmen und in der Abkühlphase laufend durchrühren bis eine lockere Masse entsteht. Nach einigen Wochen Anwendung sollen die Falten weniger tief sein. Hoffentlich klappt`s!!
Im gleichen Buch wird ein Fruchtbarkeitsmittel beschrieben, für dessen Ausprobieren es für mich zu spät ist aber für die Leute im gebärfähigen Alter schreibe ich es hier auf:
Fruchtbarkeitsmittel:
1 Handvoll frische Rotkleeblüten, 1 EL Pfefferminzblätter und 2 EL Himbeerblätter mischen und mit 1 Liter lauwarmen Wasser übergießen, über Nacht ziehen lassen. Das Wasser über den Tag verteilt trinken. Man sollte dies mindestens 2 Monate durchhalten.Viel Spaß!

 

Donnerstag, 25. Juli 2013

Kapuzinerkresse, die scharfe Helferin

Die Kapuzinerkresse ist eine Gartenpflanze, die man in der Natur nicht findet. Sie ist für uns Menschen eine starkte Helferin. Wenn man sie einmal ausgesät hat und sie Samen bilden lässt, taucht sie immer wieder im Garten auf. Dort ist sie ebenfalls nützlich weil sie Schwebfliegen anzieht, die wiederum auf Blattläuse Jagd machen.
Sie enthält in allen Pflanzenteilen ein natürliches Antibiotikum und u.a. Benzylsenföl und viel Vitamin C.
Beim Essen der Pflanze wird das Antibiotikum freigesetzt und über Harn und Atem wieder ausgeschieden. Bei Infektionen der Atemwege verdünnt es Schleim und Verstopfungen, so dass alles leichter ausgehustet und -geschnupft werden kann. Kapuzinerkresse hilft auch bei allen entzündlichen Erkrankungen der Niere und Harnwege. Sie hat den Vorteil gegenüber anderen Antibiotika, dass sie nicht die natürliche Darmflora zerstört. Allerdings kann man sie nicht als Tee, sondern nur frisch verwenden, oder als Presssaft ( Saft herzustellen habe ich noch nicht versucht). Der verdünnte Saft soll ein Mittel gegen Haarausfall sein.
Am besten isst man die Blätter und Blüten frisch z.B. zu Salat oder Gemüse.Hier bilden die gelben und roten Blüten noch dazu eine wunderschöne  Dekoration. Kleine Mengen kann man jeden Tag essen, sie schmecken wegen der Senföle etwas scharf. Bei Geschwüren im Magen oder Darm bitte nicht verwenden.
Man kann auch eine Essenz herstellen:
Eine Hand voll Blätter mit 250 ml hochprozentigem Korn übergießen und 10 Tage in die Sonne stellen, filtern und in kleine Fläschchen füllen. 3 mal tägl. 15 bis 20 Tropfen nehmen.
Ich habe noch ein Rezept für ein Haarwasser gegen Haarausfall  gefunden:
4 Hand voll Blätter und Blüten mit 1/4 Liter Alkohol übergießen, 14 Tage abgedeckt ziehen lassen, filtern und mit 1/4 Liter dest. Wasser auffüllen. Täglich in die Kofhaut einmassieren.
Als gesunden Brotaufstrich kann man eine Hand voll klein gehackte Blätter in Quark einrühren, evtl. mit Salz und Pfeffer würzen.
Kapuzinerkresseblüten und Borretschblüten als essbare Dekoration auf dem Salat, sieht doch sommerlich frisch aus, oder?
                                               

Sonntag, 21. Juli 2013

Die Kraft der Sonne im Johanniskraut

Das Johanniskraut bringt Licht in jede unserer Körperzellen. Eigentlich soll es zur Zeit der Sommersonnenwende um den 21. Juni herum blühen, aber bei uns entfaltet es erst jetzt seine sonnengelben Blüten. Es tauchte bei mir im Gärtchen  vor ca. 4 Jahren zum ersten Mal von selbst auf, es war eine Zeit, in der ich starke Nerven brauchte. ( das ist mir allerdings erst später aufgefallen) Es liebt normalerweise sonnige, warme Plätze, wie Wegränder oder Magerwiesen. Wenn man die Blätter des echten Johanniskrauts gegen das Licht hält, erkennt man viele kleine Punkte, durch die das Licht hindurch scheint. Es sind Öldrüsen. Weitere Merkmale sind der harte Stängel, und wenn man die Blüten zwischen den Fingern zerreibt, tritt ein roter Farbstoff aus. Innerlich angewendet wirkt Johanniskraut stimmungsaufhellend, äußerlich  lindert es Nervenreizungen, Muskelverspannungen und Verbrennungen.
Keine andere Pflanze hellt das Stimmungstief der sogenannten Winterdepression besser auf als das Johanniskraut. Es ist eine der wenigen Pflanzen, die über einen längeren Zeitraum ( ca. 3 Monate) eingenommen werden können.
Die oberen blühenden Teile des Johanniskrauts werden abgeschnitten und getrocknet. Bitte, wie alle Tees, dunkel und kühl aufbewahren.
Tee:
 2 TL mit 1/4 Liter kaltem Wasser ansetzen und erhitzen, nach kurzer Ziehzeit durchsieben, täglich 3 Tassen trinken.
Johanniskrautöl:
Die frischen Blüten etwas anquetschen und in einem weiten Glasgefäß mit gutem Öl ( Sonnenblumen- oder Olivenöl) übergießen. 6 bis 8 Wochen in die Sonne stellen und täglich schütteln. Das Öl wird dunkelrot, dann kann man es abseihen und kühl aufbewahren.
Innerlich angewendet lindert das Öl Schmerzen bei Brandwunden und ist ein gutes Nervenmittel z.B. bei klimakterischen Depressionen. Äußerlich kann man damit auch schmerzhaften Sonnenbrand behandeln. Aber vorsicht, Johanniskraut erhöht die Lichtempfindlichkeit des Körpers, deshalb darf man während der Behandlung nicht in die pralle Sonne gehen!  Aber wer will das schon, nachdem er sich dort einen Sonnenbrand geholt hat?
Es wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass Johanniskraut , länger angewendet, die Funktion der Leber anregt. Die Ausscheidung körperfremder Stoffe wird gefördert, so dass z.B. auch Medikamente nicht in ausreichender Menge ins Blut kommen können. Dies kann wichtig sein für  Leute, die z.B. die Anti-Baby-Pille nehmen. Wenn man Schwanger werden will, oder während einer Schwangerschaft soll man es ebenfalls meiden, da es die Abstoßung des Embryos anregt.

                                                  Johanniskrautöl, auch Rotöl genannt

Mittwoch, 17. Juli 2013

Mädesüß, die Wiesenkönigin

Gestern habe ich Blüten vom Mädesüß geholt. Es wächst an Bachufern, feuchten Wiesen oder Gräben und die weißen Blüten leuchten schon von Weitem wie kleine Wattebüschel. Die Pflanzen umgibt ein kräftiger Honigduft. Am liebsten hätte ich mich zwischen die Pflanzen gesetzt und den Duft genossen. Früher wurden die Blätter übrigens zum Würzen und Süßen von Met genommen.
Die Blüten enthalten Salizylsäureverbindungen und Gerbstoffe. Sie lindern die Symptome bei grippalen Infekten mit Fieber; Gliederschmerzen und Kopfschmerzen werden zurückgedrängt. Bei Kopfschmerzen wirkt Mädesüß milder als die Weidenrinde
Mit bis zu 4 Tassen Tee am Tag werden Körpergifte ausgeschwemmt. Bei geschwollenen Beinen und Füßen sind Fußbäder oder Kompressen aus einem starken Teeauszug wirkungsvoll.
Die Blüten schmecken süß, deshalb nehme ich sie gerne zum Süßen in Teemischungen mit hinein.
Tee:
1 TL Blüten mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Min ausziehen lassen. 2 Tassen pro Tag trinken

Gesichtslotion. ( muss ich noch ausprobieren)
1 Hand voll Mädesüß mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und abkühlen lassen, abfiltern und mit 1 TL Hamamelis verrühren. Dies soll eine zusammenziehende Lotion für die Gesichtshaut sein.

In den Blüten sitzen viele kleine Käferchen, deshalb stelle ich sie erstmal nach draußen, damit diese das Weite suchen können und schüttele sie dann noch mal von den Blüten ab, bevor ich diese zum Trocknen ins Wohnzimmer hole. Es ist etwas mühsam aber es lohnt sich, jetzt schon für die Erkältungszeiten vorzusorgen.

Montag, 15. Juli 2013

Die Ringelblume, eine Sonnenbraut

Ist sie nicht eine wahre Sonnenpflanze, die Ringelblume? Jetzt leuchten ihre Blüten im Garten mit der Sonne um die Wette. Sind ihre Blüten schon morgens um 7 Uhr geöffnet, gibt es einen herrlichen Sonnentag, sind sie um 8 Uhr noch geschlossen, zieht Regen auf. Also, morgens zur Ringelblume anstatt auf den Wetterbericht  schauen.
Sie wächst nicht wild, aber einmal im Garten ausgesät verteilen sich die ringelförmigen Samen überall und in den nächsten Jahren erscheint sie immer wieder an anderen Orten. Durch ihre Wurzelausscheidungen vertreibt sie Schadorganismen im Garten und verbessert so den Boden. Bis in den Herbst hinein kann man die Blüten pflücken. In vielen Fertigtees sind Ringelblumenblüten enthalten, denn sie unterstützen jede Kräuteranwendung. Man verwendet nur die Blütenblätter.
Bekannt ist die Ringelblume durch ihre Heilkraft bei äußerlichen Wunden. Sie hat aber auch Wirkungen in der Frauenheilkunde, kann Periodenkrämpfe lindern, enthält einen ösrtrogenhaltigen Stoff (Beta-Sitosterol), der unregelmäßige Zyklen ausgleicht und Beschwerden der Wechseljahre lindert.
Der Inhaltsstoff Stigmasterol fördert den Eisprung.
Salbe:
Die Salbe wird genau wie die Steinkleesalbe hergestellt ( siehe Post über den Steinklee)
2 Eßl Blütenblätter mit 200 ml gutem Öl erhitzen ( nicht zu heiß werden lassen, sonst fritieren die Blüten),über Nacht abkühlen lassen, nochmals erhitzen und abfiltern. 20 -40 g gereinigtes Bienenwachs ( ich nehme meistens 25 g) in das Öl geben und schmelzen. Man kann in die flüssige Salbe einige Tropfen Melissenöl geben. Dann 1/2 TL Propolis dazu und in Töpfchen abfüllen.
Mehrmals täglich die betroffenen Hautstellen eincremen. Wenn ich bemerke, dass sich ein Pickel bilden will, creme ich die Stelle ein und der Pickel kommt gar nicht erst raus.
 Wichtig ist auch eine Beschriftung, denn die Salbe ist meist nur 1 Jahr haltbar. Hier habe ich noch Salbe vom letzten September.
Die frisch gezupften Blütenblätter sind eine wunderschöne, essbare und gesunde Dekoration auf dem Salat oder als Brotaufsstrich.
Tee.
1 TL getrocknete Blütenblätter mit kochendem Wasser übergießen und 5 bis 10 Min ziehen lassen. 3 Tassen pro Tag trinken. Man kann damit auch Umschläge, Waschungen und Bäder machen.
Menschen mit schwachem Magen vertragen den reinen Tee manchmal nicht, dann mit anderen Kräutern mischen. Der Tee ist auch ein Gurgel- oder Mundwasser bei entzündetem Zahnfleisch.
Wie bei  allen Korbblütlern gibt es auch hier Menschen, die auf die Ringelblume allergisch reagieren, dann nicht verwenden.

Freitag, 12. Juli 2013

Augenbraue der Venus

Wegen ihrer filigranen Blattform heißt die Schafgarbe im Volksmund auch "Augenbraue der Venus". Diese fallen uns eigentlich im Frühling so richtig auf, weil sie als kleine Blattrosetten überwintern. Sie reinigen Blut und Darm und  gehören auch in eine erste Frühjahrssuppe, Frischkäse oder Kräuterbutter. Jetzt blüht sie noch bis in den Herbst hinein. Die Schafgarbe ist ein altes Frauenheilkraut. Man nimmt den Tee oder Extrakte aus dem blühenden Kraut als blutstillende Arznei, besonders bei zu starken und langen Regelblutungen. Auch alle Arten von Entzündungen vermag sie zu lindern. Weil sie blutgerinnungsfördend ist, kann man sie auch bei Nasenbluten oder blutenden Hämorrhoiden verwenden. Schafgarbentee sollte man bei übelriechendem Ausfluss und auch bei Eierstockentzündung trinken. Als Allheilmittel ist sie mit der Kamille zu vergleichen, aber im Gegensatz zur Kamille lässt sie sich nicht ohne Wirkstoffverlust in Kulturen ziehen. Sie wächst nur dort wo sie selbst es will.
Eigentlich sollt sie wegen ihrer guten Eigenschaften in keiner Kräuterteemischung fehlen.
Tee:
2 TL Kraut oder Blüten werden mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen , 10 Min. ziehen lassen. 3 Tassen pro Tag sind ausreichend. Den Tee nur kurmäßig, nicht länger als 4 -6 Wochen, anwenden.
Schafgarbenzäpfchen:
Blütenstände in einen Topf geben und mit gutem Öl bedecken, kurz erhitzen und über Nacht ziehen lassen. Dann noch mal kurz erhitzen und abfiltern, pro 200 ml Öl ca 25-40 g Bienenwachs dazu schmelzen und in Zäpfchenhülsen abfüllen.
Die Schafgarbe ist eine Einschleuserpflanze für Natrium. Wenn der Stoffwechsel gestört ist und unser Körper kein Natrium aufnehmen kann, hilft der Schafgarbentee.
Schafgarbe ist auch als Tinktur wirksam.
 Bei empfindlichen Menschen kann sie allerdings, wie alle Korbblütler, Allergien auslösen.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Steinklee, die lichte Leichtigkeit

Den gelben Steinklee, auch Honigklee genannt, habe ich gestern in voller Sonne von einem Schuttplatz geholt. Er gedeiht auch auf brachliegenden Wiesen mit steinigem Untergrund und z.B. Kiesgruben. Die gelben Schmetterlingsblüten duften honigartig und leuchten weit. Der Duft kommt von dem Inhaltsstoff Cumarin. Wenn die Pflanze welkt, verstärkt sich noch der Duft, jetzt waldmeisterartig.  Man kann den Steinklee als Sträußchen ins Zimmer hängen oder als natürliches Mottenmittel in Säckchen in die Schränke legen. Das Cumarin und andere Pflanzenstoffe bewirken eine Verbesserung des Bluttransports durch die Venen. Deshalb ist eine Teekur mit Steinklee gut bei Krampfadern oder bei nächtlichen Krämpfen in den Waden.
Tee:
2 TL kleingeschnittenen Steinklee mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen, 10 Min. ziehen lassen, 2 -3 Tassen pro Tag
Man kann auch ein Tuch damit tränken und 2-3mal tägl. auf die betroffenen Stellen auflegen.
Steinklee wirkt blutverdünnend, deshalb nicht gleichzeitig mit blutverdünnenden Mitteln anwenden.
Parallel zur inneren Anwendung kann man eine Salbe einmassieren.
Salbe:
2-3 EL Steinkleeblüten und Blätter klein schneiden mit 200 ml gutem Öl (z.B. Olivenöl) erhitzen. Aufpassen, dass es nicht zu heiß wird, vom Herd nehmen und über Nacht stehen lassen. Dann nochmal erhitzen und abfiltern. 20-40 g Bienenwachs in das Öl geben und schmelzen lassen. In die flüssige Salbe 1/2 TL Propolistinktur ( vom Bioimker) geben. In Töpfchen füllen und abkühlen lassen, mit Deckel verschließen. Die Salbe ist solange haltbar wie das verwendete Öl.
Steinklee wirkt erweichend und entzündungshemmend, z.B. bei Wunden , Gelenkschwellungen Lympfdrüsen usw.

Montag, 8. Juli 2013

Lila Laune

Schon unsere Großmütter legten kleine Säckchen mit Lavendelblüten zwischen die Wäsche oder gebrauchten den Blütenaufguss zum Aromatisieren des Putzwassers.Tatsächlich klärt und beruhigt Lavendelduft den Geist und verbessert dadurch das Konzentrationsvermögen. Die ätherischen Öle bekämpfen Bakterien und Pilze und sorgen für körperliche Reinheit. Der Name leitet sich vom lateinischen "lavare"(waschen) ab. Das ätherische Lavendelöl enthält porenverengende Gerbstoffe und entzündungshemmende Stoffe wie Cineol und Flavonoide. Die Blüten kann man essen und zum Aromatisieren von Speisen , z.B. Eis, Marmelade verwenden. Das Lavendelkissen hat sich besonders bei unruhigen Babys bewährt.
Die Blüten streift man kurz vor dem Verblühen ab.
Lavendelkompresse:
1 EL Blüten mit 1 Liter kochendem Wasser überbrühen, 10 Min ziehen lassen. Ein sauberes Baumwolltuch damit vollsaugen, auswringen und auf das Gesicht legen ( Augen schließen). Wärme und Duft genießen und 2 bis 3 mal wiederholen. Dies sorgt nach einem arbeitsreichen Tag für schöne, glatte, lebendige Haut.
Gegen Akne hilft ein Gesichtsdampfbad.
Lavendelöl:
Gegen Stechmücken hilft es, die Haut mit dem ätherischen Öl einzureiben.

Lavendelsirup:
1/2 kg Blüten in eine Schüssel geben, mit 1/2 kg Zucker bestreuen, 2 in Scheiben geschnittene Zitronen draufgeben, mit 1 Liter Wasser auffüllen und die abgedeckte Schüssel stehen lassen. Nach 2 Tagen ist der Sirup fertig. Er muss im Kühlschrank aufbewahrt werden. Soll er länger halten, muss er aufgekocht und in sterile Flaschen abgefüllt werden. Wenn man die Prozedur mehrmals wiederholt und immer frische Blüten dazu nimmt, erhält er mehr Farbe, Duft und Geschmack.Der Sirup ist blau-violett und eine edle Köstlichkeit.

Hebammen empfehlen Schwangeren 1 oder 2 Tropfen äth. Öl auf die Unterwäsche oder eine Binde zu träufeln um einem Scheidenpilz vorzubeugen

Entspannungsbad:
Lavendel, Melisse und Rose zu gleichen Teilen in ein Säckchen geben und das warme Badewasser darüber einlaufen lassen.
 Es empfiehlt sich auch: Lavendel alleine zuerst mit kochendem Wasser übergießen, 10 Min. stehen lassen, durchsieben und dann ins Badewasser schütten.


Sonntag, 30. Juni 2013

Symbol für Hoffnung, Liebe, Lust und Schmerz

Gehe in deinen Garten und erfeue dich an den Düften und dem Anblick der Rosen und wenn der Sommerwind sanft deine Haut streichelt, dann schenke der Welt ein Lächeln!

Rosenblüten ( nur die Blütenblätter) sammle am frühen Morgen oder am späten Abend bevor es dunkel wird, dann ist der Duft am intensivsten.
Rosen enthalten Gerbstoffe, Flavonoide und ätherische Öle mit Geraniol.
Die Blüten wirken entzündungshemmend, antiseptisch und wundheilungsfördernd, entwässernd.
Rosenwasser wird als Mundwasser bei leichten Zahnfleischentzündungen, als lindernde Lotion bei Herpes und Gürtelrose eingesetzt.Das Inhalieren des Rosenöls hilft gegen Depressionen und regt den Kreislauf an. Eine Studie der Uniklinik Mannheim zeigte, dass Rosenduft sogar positive Wirkung auf unsere Träume hat. Das Geraniol besitzt auch antibiotische Kräfte.
Rosenduft vermittelt Sinnlichkeit und unterstreicht dabei die weibliche Ausstrahlung.
Man nimmt nur die Wildrosen, Heckenrosen oder Gartenrosen, die ohne Wachstumsbeschleuniger, Pestizide oder Kunstdünger gezogen wurden.
Rosenwasser:
Eine Hand voll Rosenblüten lege in leicht erwärmtes, destilliertes Wasser und stelle das Gefäß 3-5 Tage in die Sonne ( die hoffentlich bald wieder scheint)

Rosenwasser für die Küche:
2 mal 50 g gezupfte Duftrosenblüten, 1 Liter Wasser
Die Hälfte der Rosenblüten in eine Schüssel geben, das aufgekochte Wasser darübergießen, etwa 1 Std ziehen lassen. Das Rosenwasser abseihen und aufkochen. Die restlichen Rosenblütenblätter in die Schüssel geben, das kochende Rosenwasser darübergießen, 1 Std ziehen lassen. Das Rosenwasser abseihen, aufkochen und in vorgewärmte kleine Fläschchen füllen, sofort verschließen.
 Rosenwasser erfrischt und versöhnt dich mit Gott, der Welt und den Menschen.

Rosenjoghurt: ( ist ein Versuch wert)
Rosenblüten pürieren und mit etwas Honig unter das Natur- Joghurt mischen

Rosenöl:
Eine Hand voll Rosenblütenblätter gebe in Oliven-, Weizenkeim- oder Mandelöl und stelle es einige Tage in die Sonne. Genieße anschließend die wunderbare Wirkung der Rosen auf deiner Haut.
Trinke dazu ca. 4 Wochen lang einen Blutreinigungstee, lächle viel und strahle wie eine frisch erblühte Rose.

Rosen als Mundspülung:
1 TL Rosenblütenblätter mit 1 Tasse mit heißem Wasser aufgießen, 10 Min ziehen lassen, den Mund damit ausspülen, hilft bei leichten Entzündungen im Mund und Rachenraum, 3-4 mal tägl.

Rosengelee:
Von 12 bis 14 stark duftenden Rosenblüten die Blütenblätter ablösen, 1 Std in 750 ml Weißwein oder Rose einlegen, langsam erhitzen, ca 10 Min ziehen lassen, abseihen und ca. 100 ml Wasser zugeben. Nach dem Abkühlen Gelierzucker hinzugeben und ca 4 Min unter Rühren kochen. Gelee in Gläser füllen. Du kannst die Blüten im Wasser erhitzen auch ohne sie vorher in Wein eingelegt zu haben.

Sonntag, 23. Juni 2013

Schutzbaum des Hauses

Jetzt blüht er wieder, der Schwarze Holunder!
Er wurde schon von den Steinzeitmenschen benutzt und ist nie weiter gezüchtet worden, wie z.B. der Apfelbaum. Die Menschen hatten ihn außerdem  immer in der Nachbarschaft ihrer Häuser und Höfe, um gute Hausgeister anzuziehen.Ein weit verbreiteter Spruch lautet: Vor dem Holunder muss man den Hut ziehen. Er reinigt das Blut, wirkt abführend und treibt den Harn. Ein Blütentee wirkt schweißtreibend und wird bei fiebrigen Erkrankugen gegeben. Deshalb lohnt es sich, jetzt die Blüten zu sammeln und zu trocknen.
(Aus den Beeren kann man Saft, Gelee usw. herstellen. Die Rezepte hierzu beschreibe ich im Spätsaommer, wenn die Beeren reif sind.)
Inzwischen weiß man, dass Holunder sogar vorbeugend ist gegen Krebs und Herzinfarkte.Die im Holunder enthaltenen Spurenelemente,z.B. Zink und Vitamin C, aktivieren das Immunsystem und dadurch wird eine Erkältung um einige Tage verkürzt.Die ätherischen Öle fördern die Schleimbildung und erleichtern das Abhusten. Ein Sirup aus Holunder und Honig (Verhältnis 2:3) hilft bei Halsschmerzen.

Erkältungstee mit Holunderblüten: 
2 gehäufte TL getrrocknete Blüten mit 1 Tasse kochendem wasser überbrühen und 10 Min ziehen lassen. 3-4 Tassen am Tag trinken. Als "Schwitztee" 1/2 Liter heiß und schnell trinken und ab ins Bett!!
Badezusatz:
250 g Holunderblüten kurz (5min) in Milch aufkochen und dem Badewasser zugeben. Hilft bei Gliederschmerzen.
Holunderblütenwasser bei fettiger Haut mit Mitessern:
ca. 15 g Holunderblüten mit 1/4 Liter kochendem Wassser übergießen und ziehen lassen, 20 bis 30 Min.
Als Gesichtswasser oder Kompresse verwenden.
Ein Durstlöscher im Sommer ist der Holunderblütensirup:
Zutaten:
22 Holunderblüten, 75 g Zitronensäure, 1 Zitrone, 2 Liter Wasser, 2 kg Zucker
Zubereitung:
Den Zucker im heißen Wasser auflösen, Zitronensäure dazu geben, die Stiele der Holunderblüten abschneiden und die Blüten dann in ein Gefäß ( Glas oder Keramik) geben, das Zuckerwasser drübergießen, die in Scheiben geschnittene Zitrone dazu und 24 Stunden ziehen lassen.
Dann durch ein Leinentuch abseihen, kruz aufkochen und in Flaschen füllen.
Gelee:
Zutaten:
8 Holunderblüten, 1 Zitrone, 1 Liter Waser, 1 kg Gelierzucker 1:1
Zubereitung:
Wasser, Blüten und in Scheiben geschnittene Zitrone in einem Topf  24 Stunden ziehen lassen, dann abseihen und mit dem Gelierzucker aufkochen, in Gläser abfüllen.
Ich rühre den Gelee, wie auch z.B. die Erdbeermarmelade, gern ins Joghurt.



Dienstag, 18. Juni 2013

Köstliche Erfrischung

Endlich ist der Sommer da und schon stöhnen wir über die Hitze. Ich genieße gerade diese köstliche Erfrischung. Hier das Rezept zu der Wiesenlimonade:
Zutaten:
10 Blätter Giersch
2 Ranken Gundermann,
4 Stängel Zitronenmelisse
1 Liter Apfelsaft
1 Zitrone
1/2 Liter Mineralwasser
Zubereitung:
Die Kräuter zu einem Sträußchen zusammenbinden und in einen Krug mit  Apfelsaft hängen. Das Ganze 4 Stunden im Saft lassen, dann herausnehmen und Mineralwasser und den Saft 1/2 Zitrone dazu füllen. Die andere Hälfte der Zitrone in Scheiben schneiden und hineinlegen.
Wer jetzt die Kräuter sammelt, kann schon heute Abend geniesen, am besten gleich 2 Krüge  ( Morgen soll es auch nochmal heiß werden) vorbereiten!!

Sonntag, 16. Juni 2013

Noch ein "Unkraut"

Jetzt wächst sie wieder ungefragt  in unseren Gärten und du kannst sie noch so oft  auszupfen, sie kommt immer wieder.Ihre Samen haben eine Keimfähigkeit von 60 Jahren!  Die Schönheit der Vogelmiere erschließt sich dir meist erst dann, wenn du die filigranen Blüten mit der Lupe betrachtest.
Erst Pfarrer Kneip erkannte, dass sie auch Heilwirkungen hat: Er empfahl sie als beruhigendes, schleimlösendes Hustenmittel, zur Bluterneuerung, Unterstützung bei Diäten und Schlankheitskur, innerliche Reinigung bei Hautkrankheiten und chronische Verstopfung.
Vogelmiere hat einen hohen Gehalt an Chlorophyll und sollte zusammen mit Löwenzahn und Brennessel in keiner Frühjahrskur fehlen.Die Blätter enthalten viel Vitamin C und Phosphor und gehören in einen Spinat aus Wildgemüse unbedingt dazu. Übrigens,Vogelmiere schmeckt auch gut im wilden Smoothie.
Ich habe folgendes Vogelmieren-Pesto ausprobiert:
Zutaten:
200 g frische Vogelmiere, 2 EL Meerettich gerieben, am besten frisch
1 Knoblauchzehe
 1 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
Salz, Essig ,1 EL Parmesan
Zubereitung:
Vogelmiere, Meerrettich und Knoblauch zerkleinern ( gut, wer einen Thermomix hat), das Öl dazu geben und mit Salz und Essig abschmecken, zuletzt den geriebenen Parmesan einrühren.. Das Ganze in gut verschließbare Twist-Off-Gläser o.ä. füllen und kühl aufbewahren.
Das Pesto schmeckt gut zu Nudeln, Wurst, Fleisch, Fisch oder als Brotaufstrich und ist ein Abwehrstoff gegen Erkältung.
Jetzt noch eine Vogelmieren-Salbe gegen juckende und brennende Hautausschläge:
250 g Olivenöl erhitzen, trockene Vogelmiere dazu geben, so dass sie vom Öl gerade bedeckt wird. Das ganze entweder 10 Stunden langsam köcheln oder über Nacht stehen lassen, dann durch ein Tuch pressen, 25 g Bienenwachs dazu geben und nochmal erhitzen bis das Wachs schmilzt. 10 Tropfen Propolis dazu, damit sie sich etwas länger hält.Dann in saubere Cremetöpfe füllen.
Also, nicht über das "Unkraut" ärgern, sondern aufessen !!!




Montag, 10. Juni 2013

Das Erste-Hilfe-Blatt

Dies ist kein Suchbild, sondern ein von mir fotografierter Spitzwegerich. Viele kennen ihn als erste Hilfe bei Insektenstichen aller Art. Man nimmt 6 lange Blätter, verknotet sie und quetscht diese durch kreisende Bewegungen zwischen den Händen. Nach  1 Min. erhält man ca. 1 Teel. grünen Heilsaft zum Auftropfen. Er wirkt antibiotisch, abschwellend, blutstillend, juckreiz- und schmerzlindernd nicht nur bei Insektenstichen sondern auch bei Brennesselquaddeln, Sonnenbrand, Hautverletzungen, juckenden Hautallergien und zur ersten Wundversorgung. Man kann auch den angequetschten Spitzwegerich mit einem Pflaster auf der Wunde fixieren.

Die antibiotische Wirkung des frischen Spitzwegerich erhält er durch den Inhaltsstoff Aucubin, der Eitererreger hemmt. Er ist auch ein Schutz der Pflanze selbst vor Krankheitserregern.
Obwohl die Pflanze im ganzen Sommer zur Verfügung steht, kann man sie auch trocknen. Färben sich die Blätter dabei allerdings braun, wirken sie nicht mehr, deshalb nicht zu langsam trocknen und nicht feucht werden lassen.
Tee:
2 Teel. Blätter mit 1/4 Liter Wasser zum Kochen bringen, nach 5 Min. abseihen, mit Honig süßen, 3 mal tägl. eine Tasse trinken
Innerlich ist der Spitzwegerich ein gutes Mittel gegen starken Husten, Verschleimungen, Bronchitis und zur Stärkung des Lungengewebes bei Rauchern.
Ich stelle mir folgenden Hustensaft her:
 Spitzwegerichblätter klein schneiden und abwechselnd mit Rohrzucker in ein Gefäß ( Glas oder Keramik) schichten und jede Schicht fest zusammendrücken.Ich fülle immer wieder Schichten nach bis das Glas voll ist. Die obere Schicht soll Zucker sein. Dann wird es fest verschlossen. Für 2 Monate stelle ich es in den dunklen kühlen Keller und seihe es danach ab.

Die Blütenstände schmecken nach Champignons und die Samen wirken, wie Leinsamen, etwas abführend.
Der Samen kann zum Würzen von Salaten verwendet oder aufs Brot gestreut oder mit ins Brot gebacken werden.
Küchengerichte mit Spitzwegerich, z.B. Suppen, werde ich demnächst erst ausprobieren und dann hier das Rezept aufschreiben.




Dienstag, 4. Juni 2013

Die Pflanzenkriegerin

Die Brennessel stärkt das Feuerelement des Mars in uns.Sie aktiviert die innere Kriegerin. Erkennbar ist das an ihrem aufrehten Wuchs und der wehrhaften Gestalt. Das Metall des Mars ist das Eisen, deshalb wachsen Brennesseln gern auf Schutthalden. Die Brennessel ist eine der wichtigsten Eisenpflanzen. Daneben enthält sie noch viel Kieselsäure, Kalium, Natrium, Kalzium, Chlorophylle, Vitamin B ... .
Sie ist außerdem ein Vitalisierungsmittel für Leber, Bauchspeicheldrüse, Magen, Darm und Galle.
Sie triebt Harnsäure aus und ist deshalb heilsam für Gicht- und Rheumakranke. Einmal im Jahr (jedoch nicht im Hochsommer) sollte sich jeder mal eine Brennesselkur gönnen,denn sie bringt die Lebensgeister so richtig in Schwung.
BrennesselKur:
1 Tasse Brenneseltee pro Tag über 10 Tage lang, dann 2 Tasssen Tee pro Tag, 10 Tage lang, dann 3 Tassen Tee pro Tag über 10 Tage lang.
Brennesseltee schwämmt sehr stark  aus, deshalb immer einschleichend beginnen.
Tee:
1 TL getrocknete Blätter ( frisch 2 TL) mit heißem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen .

Jetzt blüht sie schon und man sollte zum Essen am besten die Spitzen nehmen. Sie schmeckt auch gut im Smoothie, zB. mit Giersch, Gundermann und Apfel, etwas Zitronensaft, 1/4 Liter Wasser ( habe ich heute getrunken). Die Brennessel ist die Pflanze, die auch Männern schmeckt, die sonst nicht so den Kräutern zugetan sind, z.B. die Brennesselfrikadellen.
Brennesselfrikadellen:
Zutaten:
Eine Schüssel Brennesselspitzen, Salz, Pfeffer, Muskatnus, 1 Ei, Vollkornmehl, Butter
Zubereitung:
Die Brennessel in kochendem Wasser blanchieren, dann kalt überbrausen, abtropfen lassen, auf Küchenrolle gut ausdrücken, fein hacken und in einer Schüssel mit dem Ei, Salz, Pfeffer und Muskatnuss mischen, wer mag kann 1 eingeweichtes und ausgedrücktes Brötchen dazu geben. Dann die Frikadellen formen, in Mehl wälzen und in heißer Butter braten.

Leider gehören die Pollen der Brennessel zu den Erregern des Heuschnupfens, auch ist bei eingeschränkter Herz- und Nierenfunktion Vorsicht geboten.
Man kann auch Suppe, Spinat usw. zubereiten.
Eine Essenz aus Brennesselwurzeln kann Haarausfall stoppen und die Samen regen alle Körperfunktionen an, auch im sexuellen Bereich.
Wer erst einmal den Wert der Brennessel erkannt hat, kann gar nicht genug Brennesseln im Garten haben.

                               Brennesselsuppe mit Käsenocken. Ist jemand am Rezept interessiert?

Donnerstag, 30. Mai 2013

Der Herzstärker

Niemand sieht dem Weißdorn an
 was er alles leisten kann !
Vorgestern war mal ein schöner Frühlingstag und da habe ich mich aufgemacht und Weißdornblüten und -blätter geholt. Weißdorn ist ein Strauch oder Baum und wächst in Hecken und an Waldsäumen auf trockenem Boden. Er gehört zu den Rosengewächsen und hat drei- bis fünflappige Blätter und Dornen ( wie der Name schon sagt). Bei uns beginnt er  jetzt seine weiße Blütenpracht zu entfalten und fällt deshalb schon von weitem auf.
Weißdorn ist das Mittel, das unser Herz in allen Phasen unterstützt und stärkt und keine Nebenwirkungen hat. Er stärkt den Herzmuskel, den Herzrhythmus, regeluliert den Blutdruck und ist angbracht bei Nervosität,  Stress und Erschöpfungszuständen. Besonders auch ältere Herzen profitieren von der Stärkung des Weißdorns durch eine bessere Durchblutung des Herzmuskels.
Eine Anwendung soll mindestens 6 Wochen betragen wobei sich auch eine Daueranwendung bewährt hat.
Um einer Herzmuskelschwäche vorzubeugen gehört der Weißdorn in jede Grippeteemischung.
Tee:
2 TL. Blüten, Blätter, (evtl Beeren im Herbst)  mit einem 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen und ca 15 Minuten ziehen lassen, 3 bis 4 Tassen tägl., evtl. mit Honig süßen.

Tinktur:
Blüten und/oder Beeren mit der doppelten Menge hochprozentigem Alkohol übergießen, einige Wochen dunkel lagern und abfiltern.

Besonders empfehlen kann ich den Herzwein, der sich auch gut als gesundes Mitbringsel zu einer Einladung eignet.
Herzwein:
Weißdornblüten/-blätter, etwas frische Zitronenmelisse und 2 Ästchen Schafgarbe locker in eine ca. 300 ml fassende Flasche füllen. Eine Messerspitze gemahlenen Zimt und 2 Essl. Kandiszucker dazugeben. Noch ca. 50 ml. hochprozentigen Schnaps (z.B. Weizenkorn) dazu und mit Rotwein (trocken bis halbtrocken) auffüllen, so dass die Pflanzen ganz bedeckt sind. Den Herzwein  für 3 Wochen an einen sonnigen Fensterplatz stellen und täglich zweimal liebevoll schütteln, dann abseihen. Davon täglich 2 Likörgläschen trinken. Er ist auch ideal bei Stress und Anspannung.
Wer das ganze Jahr über Weißdornwein trinken möchte, braucht schon ein paar Liter davon, weiß aber, dass er ein starkes Herz im wahrsten Sinne des Wortes bekommt.
Ich habe es bisher noch nicht geschafft, weil ich immer wieder mal etwas verschenke.
Beim Pflücken bitte nicht von dem etwas unangenehmen Geruch der Blüten irritieren lassen!