Freitag, 26. April 2013

Gut gebrüllt, Löwe

"Armer gelber Löwenzahn, wirst als Unkraut abgetan;
wärst du rar wie Orchideen, jeder fänd dich wunderschön!"
                                                                          ( Wiltrud Eberhardt)
Der Löwenzahn ist eine Allerweltspflanze, es gibt ihn auf allen Kontinenten und er ist jedem Kind bekannt. Jetzt bedeckt er wieder mit seiner leuchtend gelben Farbe die Wiesen. Er steht für Lebenskraft und Vitalität.
Die Natur stellt diese Heilpflanze bereit, um nach der klalten Jahreszeit den Stoffwechsel wieder in Gang zu bringen.
Durch seinen etwas bitteren Geschmack werden Speichel-, Verdauungs- und Ausscheidungsdrüsen angeregt. Er stärkt Leber und Nieren. Der Löwenzahn enthält 9mal so viel Vitamin C, 40mal so viel Vitamin A wie Salat aus dem Supermarkt und 3mal so viel Eisen wie Spinat. 100 g Löwenzahnblätter enthalten ca. 60000IE Carotin. Carotinoide machen freie Radikale unschädlich.
Unser Körper entgiftet über Niere und Leber, bei deren Überlastung auch über Lunge und Haut.
Gerade jetzt im Frühling sollten wir Niere und Leber bei ihrer Arbeit unterstützen.
Entgiftung sollte langsam beginnen:
3 Tage lang 1 Tasse Tee täglich, dann 3 Tage lang 2 Tassen Tee und schließlich 3 Tassen pro Tag.
Löwenzahn ist eine der besten Leberheilpflanzen.
 Eine Löwenzahnkur über 4 Wochen ist auch eine Verjüngungskur fürs Bindegewebe:
Man trinkt 2 Tassen Tee pro Tag und nimmt 2 Esslöffel Saft (Reformhaus).

Gegenanzeigen: Bei Neigung zu Gastritis, Magengeschwüren oder Reizdarm Löwenzahn nicht innerlich oder in geringen Dosis verwenden, bei Gallenleiden nur nach ärztlicher Rücksprache.

Tee:
1/2 bis 1 TL Löwenzahnblätter mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 7 bis 10 Min. ziehen lassen.

Man kann auch für eine Frühjahrskur über ca 3 Wochen jeden Tag beim Gang über die Wiese 3 Blüten essen.
Löwenzahn-Möhren-Salat:
Zutaten:
6 Handvoll kleine Löwenzahnblätter, 6 mittlere Möhren, Sonnenblumenkerne oder Walnüsse, Salz, Pfeffer, 5 EL Öl, 3-4 EL Himbeer- oder Weißweinessig, Würzkräuter
Zubereitung:
Den Löwenzahn waschen und klein schneiden, die Möhren putzen und raspeln, die Sonnenblumenkerne ohne Öl anrösten, alles in einer Schüssel mischen und die Soße darüber geben.


Orangencreme mit Löwenzahnblüten:
Zutaten:
Löwenzahnblüten ohne Körbchen, 5 Orangen, 3/8 Liter Wasser, 125 g Zucker, 35 g Speisestärke, 1/4 Liter Schlagsahne
Zubereitung:
Die Schale von 2 unbehandelten Orangen abreiben und mit dem Wasser und dem Zucker zum Kochen bringen, 5 Orangen auspressen und die Speisestärke mit dem Saft anrühren, in die kochende Flüssigkeit geben, gut verrühren und kurz aufkochen lassen, unter Rühren abkühlen, 1/4 Liter Schlagsahne steif schlagen und mit den Löwenzahnblüten unter die Creme heben, die Creme in eine Schüssel geben und mit Blüten garnieren, kalt stellen.




Montag, 22. April 2013

Giersch, der Gärtnerschreck!


Der Giersch!

Die Gärtner mögen den Giersch gar nicht, weil er sich durch seine Wurzelausläufer vermehrt, und manche Leute verbringen viel Mühe mit dem Versuch ihn auszurotten. Stattdessen sollte man ihn abschneiden und essen. Er wächst immer wieder nach, so hat man den ganzen Sommer über ein frisches gesundes Gemüse.
Er enthält in seinen Blättern viel Vitamin C und A, Calcium, Magnesium, Mangan, Kalium, Zink, und ätherisches Öl und schmeckt ähnlich wie Sellerie oder Petersilie.
Bitte nicht mit anderen Doldenblütern, wie den giftigen Schierling, verwechseln.
Giersch ist die beste einheimische Pflanze gegen Gicht. Deshalb sollte man viel Giersch essen. Bei einem akuten Gichtanfall empfiehlt sich ein Breiumschlag aus frischen, zerqetschten Gierschblättern.
Giersch wirkt entsäuernd, blutreinigend und schwemmt die Harnsäure aus.
Am besten sammelt man die ganz jungen Blätter, wenn sie sich gerade entfalten wollen.
Man kann den Giersch als Salat essen, wie Spinat zubereiten und er gehört in dieNeunkräutersuppe. Als Gewürz verwendet man ihn wie Petersilie.
Seine Blüten kann man, ähnlich wie die Holunderblüten, in Pfannkuchenteig backen.

Tee:
2 El frische, zerkleinerte Blätter werden mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergossen. 5 min. ziehen lassen und dann abgießen. es reichen 3 Tassen täglich.

Tinktur:
Gierschblätter und Stiele in ein Schraubglas locker einfüllen, mit hochprozentigem Alkohol übergießen  und 4 Wochen an die Sonne stellen. Jeden Tag einmal schütteln, dann abseihen.
2 mal täglich 20 Tropfen über 6 Wochen einnehmen.

Hier noch ein Rezept, das mir gut geschmeckt hat:
Giersch- Baguette:
Zutaten:
1/2 Würfel Hefe, 320 ml warmes Wasser, 1 Tl Salz., 500 g Dinkelvollkornmehl, 75 g Haselnusskerne,
eine Handvoll Gierschblätter
Zubereitung:
Gierschblätter grob hacken,
Hefe in eine Schüssel bröseln und mit etwas Wasser verrühren, dann restliches Wasser und Salz dazu geben,
mit Mehl, Haselnüssen und Giersch zu einem Teig kneten, mit etwas Mehl bestreuen und ca 30 Min. an einem warmen Ort gehen lassen.
Den Teig nochmal durchkneten und daraus 2 Stangen formen, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit einem Messer oben etwas einritzen und nochmal 10 Min gehen lassen.
Dann bei 220°C ( Umluft 200°C) ca 20 bis 25 Min. backen, dabei eine Schale mit heißem Wasser in den Backofen stellen. Nach dem Backen das Baguette ein paar Minuten mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken.
Das Baguette schmeckt sehr gut frisch mit etwas Kräuterbutter.

Also, nicht vertreiben, sondern essen! Die Natur sorgt für uns Menschen, wir müssen es nur erkennen.



Donnerstag, 18. April 2013

Der Bärlauch kommt

Bärlauch im Mai
erspart das ganze Jahr die Arznei!

Heute habe ich die ersten Pflänzchen entdeckt!
In der Natur wächst der bekannte Blutdrucksenker  auf Kalkböden im Wald und bildet dort oft große Flächen, auf die du schon wegen des Knoblauchgeruchs aufmerksam wirst.( In unserer Gegend ist es hauptsächlich der Dreienberg bei Friedewald und der Landecker.)
Wer unaufmerksam ist kann ihn mit dem Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen, beides giftige Pflanzen, verwechseln. Allerdings riechen die Blätterlauchblätter stark nach Knoblauch, was ein gutes
Erkennungszeichen ist.
Ich habe vor 2 Jahren einen Versuch gemacht, um Bärlauch auf dem eigenen Grundstück anzusiedeln. Zunächst habe ich 3 Pflänzchen gekauft und sie unter Büschen am schattigen Nordhang angepflanzt, dann aber in Ruhe gelassen. Inzwischen haben sie sich schon etwas vermehrt und bald kann ich hoffentlich meinen Frühjahrsbedarf damit decken.
Wenn es in deiner Gegend keinen Bärlauch gibt, besorge dir Bärlauchpräparate in der Apotheke oder dem Reformhaus.
Ideal ist eine Frühjahrskur von 2 bis 3 Wochen, in denen du jeden Tag Bärlauch zu dir nimmst.
Dann lässt er das Blut besser fließen, senkt nicht nur den Blutdruck sondern auch den Cholesterinspiegel und hilft gegen schädliche Darmbakterien.
Man muss ihn frisch verzehren,denn getrocknet verliert er seine Wirkung. Du kannst die Blätter klein schneiden, in Quark, zu Käse oder Gemüse geben oder ein Pesto daraus machen.
Die Blätter sind stark blutreinigend, wenn sie roh verzehrt werden zB. als Salat.
Bärlauch enthält ätherisches schwefelreiches Öl was ein gutes Mittel zur Vorbeugung von Arteriosklerose ist.
Wenn sich die weiße, kugelförmige Blüte zeigt, kannst du sie als essbare Dekoration verwenden. Danach  verschwinden die oberirdischen Teile der Pflanze völlig. Hast du dir den Standort gemerkt, kannst du nun die Zwiebel ernten, auch sie wird, wie Knoblauch, zur Vorbeugung von Arterienverkalkung benutzt.

Also, auf in den Wald und immer schön an den Blättern riechen!


Montag, 15. April 2013

Vitamin C Bombe

Das Scharbockskraut!
Jetzt gilt es noch die Blättchen des Scharbockskrautes in dem Salat oder in Suppen zu essen.
Mit den nierenförmigen, glänzenden Blättern heilte man früher den Skorbut, der auf einen Magel an Vitamin C zurück zu führen ist. Da Vitamin C schnell zerfällt, heißt es die Blättchen frisch zu essen.
Du musst es sammeln bevor die Blüten zu sehen sind, denn dann bildet die Pflanze das giftige Protoanemonin.
Scharbockskraut wächst auf feuchten Stellen in Wiesen und an Bächen.
Ich habe es vor einigen Jahren im Garten angesiedelt und es hat sich über das ganze Grundstück vermehrt. Deshalb rate ich, es in der Natur zu suchen.
Es bildet große bodenbedeckende Horste und verschwindet nach der Blüte wieder völlig. Zurück bleiben nur die kleinen Knöllchenwurzeln in der Erde.
Wenn die Blüten erscheinen,schmecken die Blätter auch unangenehm bitter, dann gibt es auch andere Vitaminspender.
Also, noch schnell ein paar Blätter des Scharbockskrautes schneiden und über den Salat geben!!


Sonntag, 7. April 2013

Das erste Grün

Die Knoblauchrauke!
Sieh da, in einem geschützten Winkel meines Gartens habe ich sie entdeckt. Vor 2 Jahren etwas Samen ausgestreut, wird es jetzt ein ansehnlicher "Busch". Sie wird immer frisch verwendet und stärkt im Frühjahr die Abwehrkräfte. Man findet sie auch an feuchten Stellen, Gräben, Gebüsch usw.  Du erkennst  sie gut an dem Knoblauchgeruch, wenn du  die Blätter zerreibst.
 Salaten, Kräuterquark, Kräuterbutter, Pesto, Gemüsespeisen und Suppen gibt sie die Würze.
Essig:
Blätter, Stängel, Blütenknospen und Wurzeln kannst du mit Apfelessig oder gutem Wein auffüllen. Du kannst den Essig als gesundes Frühjahrsgetränk verdünnt genießen.

Ein tolles Rezept habe ich in einem Buch von Celia Nentwig gefunden. Das Buch heißt,: Wildpflanzen, köstliche Rezepte, essbare Dekorationen und Geschenkideen.
Grüner Pfannkuchen:
Zutaten:
2 Eier, 80 g Mehl, 8 El. Milch, Salz, 40 g Knoblauchrauke, Butter
Zubereitung:
Knoblauchsrauke, waschen, klein schneiden und in der Milch pürieren. Dies mit dem Mehl und den Eiern verquirlen, mit Salz abschmecken, etwas quellen lassen. 4 dünne Pfannkuchen backen. Jeden Pfannkuchen mit 2 Spargelstücken belegen, aufrollen und den Pfannkuchen halbieren.



Dienstag, 2. April 2013

Erste Heilpflanze im Jahr


Wenn ich leide,

gehe ich zur Weide

Weiden bevorzugen feuchte Standorte

Die Weidenrinde enthält neben Gerbstoffen, Flavonoiden und Glykosid das vom Aspirin bekannte Salicin. Sie wirkt zusammenziehend, stopfend, blutstillend, fiebersenkend, nervenstärkend und vor allem schmerzstillend.

Den Tee trinkt man bei fieberhaften Infekten, Rheuma, Erkältungskrankheiten, Neuralgien, Blutungen aller Art, auch Kopfschmerzen. Er ist schweißtreibend und sorgt für vermehrte Harnsäureausscheidung.

Da der Winter in diesem Jahr einfach nicht weichen will, kannst du auch jetzt noch, Anfang April, Weidenrinde holen. Normalerweise ist die Zeit so zwischen Januar und dem Frühlingsbeginn, wenn es ca. 1 Woche frostfrei war.

Blühende Weiden stehen als erstes Bienenfutter unter Naturschutz!!!

Du schneidest Zweige von 2-3jährigen Ästen ( gut zu erkennen bei den Kopfweiden) und schabst mit dem Messer die Rinde ab ( auch das Grün unter der äußeren Schicht)

Die Rinde kannst du für Tee trocknen oder eine Essenz ansetzen.

Essenz:

Die Rinde in ein Schraubglas füllen, mit Alkohol (mindestens 37% evtl. Wodka) aufgießen und mindestens 3 Wochen stehen lassen. Jeden Tag einmal  liebevoll schütteln, dann abseihen ( Mulltuch) und kühl und dunkel aufbewahren.

Man nimmt 10 bis 15 Trpf. auf 1 Glas Wasser.

Tee:

1 Teel. kleingeschnittene getrocknete Weidenrinde, und ¼ Liter Wasser aufkochen, 5 Min. ziehen lassen. 3 Tassen pro Tag

Rheumabad:

2 Essl. Rinde mit ¼ l heißem Wasser aufgießen, 5 bis 10 Min. ziehen lassen, absieben und ins Badewasser geben.



Nebenwirkungen:

Gerbstoffe können Magenbeschwerden verursachen. Für Schwangere ist der Genuss des Weidenrindentees verboten. Der Inhaltsstoff Salicylsäure wirkt blutverdünnend und darf deshalb nicht in Verbindung mit blutverdünnenden Medikamenten angewendet werden.

Tipp:

Ich benutze die Weidenrindenessenz bevorzugt für Umschläge oder zum Einreiben bei Schmerzen, z.B. Rückenschmerzen und Verspannungen. Hier höre ich immer wieder von erstaunlichen Erfolgen.



Bitte nicht zu viele Zweige abschneiden, denn ein Ast ist sehr ergiebig. !!!!

Montag, 1. April 2013

Warum Pflanzen uns gut tun

Die ganze Natur ist eine Melodie,
in der eine tiefe Harmonie
verborgen ist. (Johann Wolfgang von Goethe)

In diesem Zitat steckt eigentlich schon alles drin was uns in unserer schnelllebigen, hektischen Zeit heute fehlt. Wir hetzen durch den Tag, lassen uns am Abend von den schlechten Nachrichten der Welt berieseln und am Wochenende und im Urlaub soll unser Körper noch sportliche Höchstleistungen vollbringen, weil wir meinen, dies unserer Gesundheit schuldig zu sein. Uns fehlt die Harmonie, die Ausgeglichenheit.

Die Beschäftigung mit Pflanzen ist das reinste „Anti-Stress-Training“. Beim Gang durch die Natur können wir abschalten. Hier herrscht Ruhe. Wir können unsere Sinne aktivieren:

Wir hören die Vögel zwitschern,

sehen das Grün der Pflanzen, die Farben der Blüten,

riechen den Duft des Frühlings,

spüren die zarte Berührung des Grases,

und freuen uns auf den Geschmack der frischen Kräuter

Wer täglich in die Natur geht, z.B. nach einem anstrengenden Arbeitstag, erfährt welche Erholung sie für Körper und Geist ist. Wir erleben bewusst die Jahreszeiten und schon der Anblick eines großen Baumes oder einer blühenden Pflanze lässt uns zur Ruhe kommen. In der Natur erfahren wir auch den Rhythmus des eigenen Lebens und wir spüren immer mehr eine innere Verbundenheit.

Allgemeine Tipps zum Sammeln und Aufbewahren von Kräutern

Sammle nur die Kräuter, die du auch genau kennst!

Bitte möglichst an Orten sammeln, die weder von Hundekot noch von chemischen Spritzmitteln durch Bauern verunreinigt sind. Dabei darauf achten, dass die Pflanzen gesund sind, d.h. ohne Flecken oder andere Schäden.

Schneide niemals alle Pflanzen ab, damit sie sie sich auch im nächsten Jahr noch vermehren können. Wenn du über eine Wiese gegangen bist, sollte man nicht sehen, dass jemand hier Kräuter gesammelt hat.

Transportiere die Pflanzen niemals in Plastiktüten, lieber z.B. in einem Körbchen

Blüten werden um die Mittagszeit am besten gesammelt, wenn sie gerade voll erblüht sind.

Blätter am  Vormittag  sammeln, sobald der Tau getrocknet ist.

Wurzeln immer im späten Herbst oder sehr zeitigen Frühjahr graben, wenn die Pflanze noch nicht ausgetrieben hat.

Bedanke dich nach dem Sammeln bei der Pflanze, dass sie dir ein Stück von sich abgegeben hat.

Trocknen:

Man kann die Pflanzen bündeln und kopfüber zum Trocknen an einen schattigen Platz hängen.

Blätter und Blüten legt man auf einen luftdurchlässigen  Holzrahmen.  Es geht auch z.B. eine Apfelsinenkiste. Innen hinein kommt ein Tuch der Küchenrolle, darauf die Blätter oder Blüten. Das Ganze an einen luftigen Platz stellen und ab und zu durchmischen. Wenn die Kräuter „rascheln“, sind sie trocken. Dann werden sie in dunkle Gläser mit Schraubverschluss oder Papiertüten gefüllt und trocken und dunkel aufbewahrt. Bitte darauf achten, dass sie wirklich trocken sind, sonst schimmeln sie. Ich trockne sie im Wohnzimmer und so kann ich stets einen anderen Duft genießen.

Wurzeln schneide ich vor dem Trocken schon klein, weil sie danach sehr hart sind und nur schwer zerkleinert werden können.

Getrocknete Kräuter sollte man nur 1 Jahr lang als Tee verwenden, danach hat der Wirkstoffgehalt stark abgenommen. Man kann sie jetzt immer noch z.B. als Badezusatz nehmen.

Tinkturen:

Hierbei handelt es sich um einen Pflanzenauszug mit Hilfe von Alkohol. Man gibt die frischen Pflanzen locker in ein Schraubglas und füllt mit 45 %igem Alkohol auf,( am besten Wodka oder Korn,) so dass die Pflanzen bedeckt sind. Dann stellt man das Glas für 2 bis 4 Wochen an einen sonnigen Platz. (Beschriftung bitte nicht vergessen) Jeden Tag wird  einmal liebevoll geschüttelt. Danach das Ganze durch ein Tuch abseihen und wieder im Dunkeln aufbewahren. Tinkturen sind 3 Jahre haltbar. Sie werden als Tropfen eingenommen oder äußerlich  für Umschläge und zum Einreiben verwendet.

Weiter kann man noch Heilhonig , Kräuteressig, Kräuterweine herstellen oder alle Kräuter natürlich frisch verwenden. Die passenden Rezepte dazu schreibe ich zu den jeweiligen Kräutern hinzu.






Warum ein Kräuterblog?

Bei Kräuterspaziergängen wurde ich immer mal wieder gefragt wo ich im Internet zu finden sei und da ich keine Homepage habe, habe ich mich zu diesem Blog entschlossen.
Es gibt ja inzwischen unendlich viele Veröffentlichungen und Kräuterbücher zu diesem Thema. Manchmal hat man das Gefühl hier schreibt einer vom anderen ab, und mit ein paar schönen Bildchen ist wieder ein neues Buch fertig. Wer kann da noch die Übersicht behalten?
Mit meinen  Beiträgen  möchte ich passend  zu den Jahreszeiten und Monaten auf Kräuter aufmerksam machen, die ihr überall draußen findet, auch mit Anwendungsvorschlägen.
Gleichzeitig biete ich zur Vertiefung  Kräuterseminare in Form von Kräuternachmittagen oder –abenden an. Da werden wir dann Rezepte, Salben, Cremes, Tinkturen, Öle usw. selbst herstellen.