Montag, 29. Dezember 2014

Kakao, gesunder Seelentröster

Schokolade ist nicht  nur Sünde:
"Kein zweites Mal hat die Natur eine solche Fülle der wertvollsten Nährstoffe auf einem so kleinen Raum zusammengedrängt wie gerade bei der Kakaobohne." schwärmte Alexander von Humboldt (1769-1859).
Schon die Azteken bereiteten aus den Früchten des Kakaobaumes Heiltränke als Aphrodisiakum her.
Spanische Eroberer brachten sie mit in die Alte Welt, aber erst verfeinert mit Zucker trat der Kakao hier seinen Siegeszug an. Kakao enhält über 300 Substanzen, z.B. Koffein, Phenylethylamin ( gegen Depression ) Theophyllin ( stimuliert den Kreislauf und das zentrale Nervensystem). Treffen Darmbakterien, wie Bifido- und Milchsäurebakterien, mit Kakao zusammen, kommt es zu einem Prozess, bei dem Polyphenole des Kakaos zerlegt werden und dann entzündungshemmend im Herz und in den Blutgefäßen wirken. Theobromin erweitert die Blutgefäße und fördert die Harnausscheidung. Die enthaltenen Gerbstoffe ähneln denen im grünen Tee und Rotwein, denen nachgesagt wird, freie Radikale unschädlich zu machen. Das ist allerdings keine Freibrief für ungezügelten Schokoladenkonsum.
Echte Trinkschokolade:
1/4 Liter Wasser mit 7 TL Biokakaopulver vermischen. Dann mit 4 TL Honig, 1 TL Zimt, 1 Prise Kardamon 1 Prise Nelkenpulver, 1 Prise Pfeffer  und das Innere einer 1/2 Vanilleschote gründlich verrühren, 5 Minuten kochen lassen und trinken.
Als der Weltmarktpreis für Kakao sehr niedrig war, hatten viele Kakaobauern kein Geld um neue Bäume zu pflanzen. Da der Baum  mehrere Jahre braucht bis er Früchte hervorbringt, ist Kakao inzwischen knapp und teuer geworden. Nur der faire Handel hat dafür gesorgt, dass die Kakaobauern ordentlich bezahlt wurden und Kakao in Mischkultur, z.B. mit Kokospalmen, angebaut wurde. Verkauft wird dieser  hauptsächlich in den Weltäden. Im Weltladen in Bad Hersfeld bin ich auch ehrenamtlich tätig und kann unsere Homepage www.weltladen-badhersfeld.de denen empfehlen, die sich über den Fairen Handel informieren wollen.
Kakao und die enthaltene Kakaobutter ist auch ein wunderbares Schönheitsmittel und nächsten Jahr werde ich mich in diesem Blog vermehrt den Naturkosmetik-Tipps zuwenden.
Als dann wünsche ich allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2015!  


Montag, 22. Dezember 2014

Würzige Wohltaten

Nelken, Zimt, Kardamon und Sternanis sind nur einige der typischen Gewürze der Weihnachtszeit. Sie wecken angenehme Kindheitserinnerungen aber sie haben auch spezielle Heilwirkungen:
Zimt:
Zimt verstärkt die Aufnahme von Glucose in den Zellen, ähnlich wie das Insulin und senkt deshalb den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern des Typs 2. Auch das schlechte LDL-Cholesterin wird reduziert. 1 TL in den Bohnenkaffee macht diesen magenfreundlicher und bekömmlicher. Bei Sportverletzungen und Überanstrengungen kann man mit Zimtsalben die Durchblutung fördern. Man sollte auf dem Ceylon-Zimt bestehen. In Supermarktplätzchen ist oft der billiger Cassia-Zimt verarbeitet, der Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen kann. Wegen des enthaltenen Cumarins sollte man generell Überdosierung vermeiden.
Kardamon:
Kardamon ist mit Ingwer und Galgant verwandt. Er gibt dem Lebkuchen den typischen Geschmack. Beim Kauen bindet er Ausdünstungen z.B. von Knoblauch oder der Alkoholfahne. Er regt Magen und Galle an und beruhigt den Darm. Einen TL Kardamon, in einer Tasse Kaffee getrunken, soll die Potenz steigern. Ein stärkender Effekt auf das Herz-Kreislaufsystem, den Verdauungsapparat und die Atemwege wurde wissenschaftlich nachgewiesen. Wurde er früher hauptsächlich in den arabischen Ländern verwendet, setzt er sich allmählich auch bei uns als Gewürz oder in der Duftlampe und als Geschmacksgeber einiger Liköre durch. Eine Prise Pulver in die Kaffeetasse sollte man mal probieren.
Sternanis: 
Besonders in China kennt jeder die heilende Wirkung des Sternanis. Er schmeckt etwas nach Lakritz und wird in Gebäck und Glühwein verwendet, hilft aber auch bei Bronchitis und Mandelentzündung. Das ist auf die enthaltene Shikimisäure zurückzuführen, die die Vermehrung von Viren blockiert.  1 Tasse kochendes Wasser über 2 zerkleinerte Sternanisfrüchte ergibt einen Tee, der beruhigend auf Magen und Darm wirkt.
Gewürznelken:
Zu Weihnachten gehört auch eine mit Nelken gespickte Orange. Nelken wirken verdauungsfördernd und appetitanregend und gehören deshalb in süße und auch salzige Speisen. Die lindernde und antiseptische Wirkung des ätherischen Öles macht man sich vor allem bei Zahnschmerzen und Zahnfleischentzündung zu nutze. Allerdings sollten die Nelken frisch sein. Das kann man testen, wenn man sie in Wasser legt. Gehen sie unter, sind sie frisch, da das Öl schwerer als Wasser ist. Nelken die an der Oberfläche schwimmen , enthalten nur noch wenige wirksame Inhaltsstoffe. Der Duft des Nelkenöls lässt auch Mücken das Weite suchen. ( ist jetzt im Winter vielleicht weniger wichtig).



Sonntag, 14. Dezember 2014

It`s Tea- Time!

Draußen ist es den ganzen Tag lang kalt, nass und neblig. Da ist eine schöne heiße Tasse Tee genau das Richtige um die Sinne zu beleben. Neben dem Kräutertee ist besonders der grüne Tee nützlich für unsere Gesundheit. Er kommt von derselben Pflanze wie der schwarze Tee, ist aber nicht fermentiert. Im asaiatischen Raum gilt der grüne Tee als Garant für ein langes und gesundes Leben. Er enthält u.a. Fluor, Kalzium, Vtamin C und E, Provitamin A und äth.Öle. Seine Bitterstoffe wirken gegen den Appetit auf Süßes und sind gut für die Leber. ( ist vielleicht ganz wichtig zu wissen jetzt in der Vorweihnachtszeit ). Wer öfter Heißhunger auf Süßes hat, hat möglicherweise einen Darmpilz, denn dieser benötigt viel Zucker. Grüner Tee schützt unser Herz-Kreislaufsystem und erhöht den Energieumsatz. Trinkt man 2 Tassen grüner Tee nach dem Essen, steigt der Blutzuckerspiegel langsamer. Nach dem Genuss von grünem Tee sind auf den Zähnen übrigens weniger Kariesbakterien nachgewiesen worden.
Tee:
1 gehäufter Teelöffel mit 1/4 ncht mehr kochendem ( ca.70°C) Wasser übergießen. Man erreicht das, indem man das Wasser ca. 3 Minuten abkühlen lässt. 3 bis 10 Minuten ziehen lassen:
3 Minuten ziehen: Organismus wird angeregt
Länger als 3 Minuten: Koffein ist in den Tee übergegangen
Nach 5 Minuten: Gerbstoffe sind jetzt im Tee
Je länger der Tee zieht, desto dunkler und stopfender wird er.
Als Königsdisziplin des Grünen Tees kann man den Matcha bezeichnen. Die Teepflanzen werden ein paar Wochen vor der Ernte mit Tüchern abgedeckt, damit sie mehr Chlorophyll und Aminosäuren bilden .Dann wird er von Hand weiterverarbeitet, was ihn sehr teuer macht .Chlorophyll hat blutbildende Eigenschaften, wirkt basisch, entzündungshemmend und fördert die Verdauung. Die Catechine im Matcha sollen der Hautalterung entgegenwirken, blutdrucksenkend und sogar positiv bei einigen Krebsarten und Herzerkrankungen sein.
In Japan wird er mit einer Teezeremonie zubereitet:
Man gibt ca. 1 Gramm Matcha ( zwei Bambuslöffel oder 1/2 TL) in eine Matchaschale und gießt etwa 80 ml ca. 60° bis 80°C weiches ( gefiltertes) Wasser dazu. Nun wird der Tee mit einem Bambusbesen aufgeschlagen, die Schale in beide Hände genommen und langsam genossen.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Dezember, der Gallemonat

Vor den üppigen Tagen im Dezember sollte man seiner Galle etwas Gutes tun. Man kann das, indem man jetzt verstärkt Kurkuma zum Würzen verwendet. Kurkuma (Gelbwurz) ist eine tropische Gewürzpflanze, die aus Indien stammt. Es gibt sie als Pulver im Gewürzregal oder in Asialäden auch als frische oder getrocknete Wurzel. Pro Tag sollte man allerdings nicht mehr als 3 g zu sich nehmen. Sie regt den Gallefluss an. Aufpassen: Alles Arbeitsgerät, das in der Küche damit in Berührung kommt, vor allem Plastik, färbt sich gelb. Wenn man es dann dem Licht aussetzt, verschwindet die Farbe wieder, sie ist nicht wasserlöslich.
Gelbe Gewürzmilch:
1 TL Kurkumapulver in 1/4 Liter warme Milch einrühren und mit Honig süßen. Das Ganze jeweils vor dem Frühstück  2 Wochen lang trinken.
Es wirkt jetzt in der dunklen Winterzeit als Antidepressivum.
Kurkuma nicht bei Gallensteinen oder Gallenerkrankungen oder Schwangerschaft und Stillzeit anwenden.
Ebenfalls gallewirksam sind:
Löwenzahntee (1/2 Stunde vor dem Essen)
Rettich, frisch oder 50ml Saft pro Tag
Wermut, kräftigt alle Verdauungsorgane
Zwiebeln, bilden Gallensaft
Pastinaken, Tee, vor allem aus den Samen
Artischoken
Alles was bitter schmeckt, regt die Verdauungsdrüsen an. Leider hat man vielen Gemüsen das Bittere weg gezüchtet!

Dienstag, 25. November 2014

Grünkohl, das vegetarische Rindfleisch

Seit einiger Zeit hat man die gesunden Wirkungen des Kohls wieder entdeckt. Dazu gehören Weißkraut, Rotkraut, Blumenkohl, Kohlrabi, Brokkoli und Grünkohl.  Jetzt nach dem ersten Frost wird der Grünkohl geerntet. Als Schutz vor der Kälte werden mehr Vitamine und Enzyme gebildet, die unser Organismus im Winter braucht. Kohl enthält doppelt so viel Vitamin C wie Orangen, das wegen bestimmter Enzyme auch durch den Kochvorgang nicht verloren geht.( Ich habe den Grünkohl 1,5 Stunden gekocht) Außerdem enthält Kohl besonders viel Eisen, Eiweiß, Kalzium, Magnesium, Vitamin A,E und K. Der hohe Protein- und Eisengehalt wirkt als Schutzschirm gegen Krankheiten und ist der Grund für die Bezeichnung "vegetarisches Rindfleisch". Die Omega-3-Fettsäuren beugen Entzündungen vor, so dass Kohlsaft gegen Magenschleimhautentzündungen hilft und sogar vor Krebs schützt. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die den Zusammenhang zwischen häufigem Kohlgenuss und geringerer Rate an Dickdarmkrebs bestätigen.
Durch das viele Chlorophyll ergibt der Grünkohl zusammen mit etwas Obst ein gesunder Smoothie, der uns gut durch den Winter bringt.
Schwefelverbindungen sind für den typischen Geruch verantwortlich. Dagegen kann man Essig ins Kochwasser geben und dazu etwas Anis, Kümmel oder Fenchel gegen unangenehme Blähungen. Viele Rezepte findet man unter www.chefkoch.de.
Kohlumschläge helfen gegen Leber- und Gallenentzündungen oder um Abszesse zu öffnen.
Man entfernt den Strunk von den Kohlblättern und bügelt sie mit dem Bügeleisen flach, legt dann die heißen Blätter auf die betreffenden Stellen auf und deckt mit Handtüchern ab. Solange sie warm bleiben lässt man sie drauf, das kann auch über Nacht sein. Danach die Haut gut pflegen, z.B. mit Ringelblumensalbe oder Johanniskrautöl.  Die Kohlblätter müssen dann aber im Hausmüll entsorgt werden, denn sie sind giftig.
Krautauflagen helfen auch gegen Gelenkschmerzen, wie bei Arthrose, denn sie fördern die Durchblutung. Treten vorübergehend mehr Schmerzen auf, zeigt das jedoch den Beginn der Heilung an.

Freitag, 14. November 2014

Hagebutten fürs Immunsystem

Hagebutten erinnern mich immer an das Lied  "Ein Männlein steht im Walde". Selbst jetzt noch leuchten die roten Früchte (Sammelnussfrucht) des Rosengewächses zwischen den fast kahlen Ästen hervor. Beliebt sind sie vor allem wegen ihres hohen Gehaltes an Vitamin C. Dazu sollte man sie vor dem ersten Frost ernten.
100g Früchte enthalten ca. 8oo mg Vitamin C, das ist fast der höchste Wert bei einheimischen Pflanzen. Etwas mühsam ist es, die Kerne zu entfernen.
 Fast jeder kennt den Hagebuttentee:
Tee:
2 gehäufte TL Hagebutten mit 1/4 Liter Wasser zum Kochen bringen und ca. 10 Minuten ziehen lassen.
Der Vitamin-C-Gehalt bleibt bei Hagebutten länger enthalten als bei anderen Pflanzen, so dass man ihn auf Vorrat herstellen kann.
Eva Aschenbrenner empfiehlt einen Tee aus getrockneten Hagebutten, Melisse und Apfelschalen. Er dient zur Erfrischung, schwemmt aber auch Ablagerungen aus den Gelenken.
Ich habe mal ein Hagebuttenmus ausprobiert:
Hagebuttenschalen habe ich zuerst roh im Mixer püriert und dann aber nochmal mit etwas Wasser kurz gekocht. ( man sollte es  eigentlich 20-30 Minuten kochen, war mir aber zu lange) Zum Schluss etwas Honig einrühren und fertig ist eine Heilnahrung, die täglich teelöffelweise gegessen werden sollte.
Ich habe gehört, man kann auch die ganzen Hagebutten kochen und dann mehrmals durch ein Sieb passieren. Das ist nötig, denn die feinen Härchen an den Kernen reizen beim Schlucken. Als Kinder haben wir sie als Juckpulver kennen gelernt.
Vitamin C stimmuliert das Immunsystem und unterstützt unseren Körper bei der Entgiftung.
Hagebuttenkernöl,  mit Trägeröl verdünnt, auf die Haut aufgetragen, hilft bei der Wundheilung und zur Narbenpflege. Mit Ringelblumenöl vermischt kräftigt es das Bindegewebe.


Dienstag, 4. November 2014

November, Monat zur Wärmeregulation

Jetzt beginnt die Zeit der kalten Hände und Füße, aber man kann einiges zur Wärmeregulation tun. Ähnlich wie im Oktober sind z.B. Wechselbäder und viel Bewegung im Freien angesagt. Es wärmen auch rote Tees, wie Rotbusch, Hagebutten aber auch Holundersaft und Schafgarbe. Zu den medizinisch wirkenden Nahrungsmitteln gehört der Chili. Seine Scharfstoffe regen tief liegende Gewebeschichten an und die Durchblutung von ganzen Körperteilen wird verstärkt. Auch bei Rheumea ,Schulterverspannungen oder Muskelkater tritt durch das Einreiben mit der Salbe eine Erwärmung ein.
Chili-Salbe:
Man braucht eine Tinktur und einen Ölauszug:
Tinktur: 1 TL Chilipulver und 1/4 Liter hochprozentigen Alkohol 2 Wochen im Warmen stehen lassen, abfiltern
Ölauszug: 1 TL Chilipulver mit 1/4 Liter Olivenöl 2 Wochen stehen lassen, abfiltern.
Öl erhitzen ( soll nicht rauchen) und darin 50 g Bienenwachs auflösen, unter Rühren abkühlen lassen und tropfenweise Tinktur einrühren solange sie aufgenommen wird. ( mit der restlichen Tinktur kann man würzen). Die Salbe in Döschen füllen und kühl aufbewahren.
Durchblutungsstörungen an den Händen kann man auch mit Hirse begegnen:
Man wärmt Hirse an, gibt 1/2 EL Ölvenöl dazu und knetet diese Masse mit den Fingern durch. Man kann den Brei mehrmals verwenden.
Früher hat man, im Herd angewärmte, Hirsesäckchen vor einem Winterspaziergang in die Manteltasche gesteckt , um sich daran die Hände zu wärmen.
Bis zum Winter dauert es noch ein bisschen, aber ein paar Vorbereitungen sind immer gut.



Mittwoch, 22. Oktober 2014

Topinambur, (fast) vergessene Knolle

Topinambur ist eine Sonnenblumenart, die gegen alle Schädlinge und Krankheiten resistent ist. Jetzt kann man die Knollen ernten. Sie blüht im Sommer und vermehrt sich selbständig über die Knollen. Wegen ihres hohen Gehaltes an Inulin ist sie für Diabetiker besonders geeignet. Die Wirkstoffe der Topinambur neutralisieren die Giftigkeit des Darminhalts und verringern schädliche Enzyme. Deshalb ist sie auch ein natürliches Vorbeugemittel gegen Darmerkrankungen.Außerdem enthält das Gemüse Eisen und viel Kalium. Die Knolle eignet sich auch gut zum Aufbau einer gesunden Darmflora nach Antibiotikabehandlung. Sie ist kalorienarm und sättigend.
Die Knollen können roh, gedünstet oder gebraten ( wie Schnitzel) gegessen werden. Man sollte mit kleinen Portionen anfangen, also anfangs nur 1 kleine Knolle, gerieben, essen. Ich habe eine Suppe ausprobiert.
Topinambur-Curry-Suppe:
500 g Topinambur, 250 g  gewürfelte Kartoffeln, 2 EL Butter, 1 TL Currypulver,1 EL Rohrzucker, 2 EL Honig, 1 EL Schmand, 1/2 Liter Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Koriander,Zitronensaft 
Topinambur schälen und würfeln ( etwas mühevoll), mit den Kartoffeln in Butter kurz anschwitzen, mit Gemüsebrühe ablöschen und ca. 15 Minuten kochen lassen. Suppe pürieren und mit den Gewürzen abschmecken. Zuletzt etwas Schmand unterrühren.
Ich habe sie mit Kapuzinerkresse, die noch wunderschön blüht, dekoriert. Obwohl sie sehr gut schmeckt, empfehle ich zunächst  nur 1 Portion zu essen, denn  bei einem ungewohnten Darm kommt es zu Blähungen.
Hier habe ich einige dünne Scheiben im Backofen geröstet, und gesalzen ist es ein gesunder Snack zu einem Fernsehabend.


Freitag, 17. Oktober 2014

Kürbis, eine der größten Beeren der Welt.

Jetzt ist Kürbiszeit! Es gibt kleine Zierkürbisse aber auch 2 Meter hohe Riesenkürbisse. Am beliebtesten ist der Hokkaido-Kürbis, da man seine Schale mitessen kann, und so die Verarbeitung relativ einfach ist. Kürbisfleisch besteht zu 90% aus Wasser und hat nur wenige Kalorien. Dafür enthält es viel Betacarotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Es stärkt die Sehkraft und wirkt der Bildung von freien Radikalen entgegen, Kürbisse enthalten außerdem Vitamin C, E und Selen.
Kürbissamen sind zwar gehaltvoller, haben aber medizinische Wirkung  auf die Harnblase. Sie sind keimhemmend, entzündungshemmend und kräftigen Blase ( auch der Frau)  und die Prostata des Mannes.
Ich liebe die Kürbissuppe1
Kürbis-Koskos-Suppe ( á la Elke):
1 Zwiebel, 1 Stange Lauch, 1 Möhre, 2 Kartoffeln 1 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis, etwas Essig, gem. Koriander, Pfeffer, Salz, 1/8 Liter Gemüsebrühe, 1 Dose Kokosmilch, etws Currypaste, Sambal Olek o.ä.
Zwiebel und Lauch klein schneiden und in Öl andünsten, klein geschnittene Möhren und Kartoffeln hinzu geben, mit etwas Wasser ablöschen.
Kürbis würfeln, hinzufügen und noch etwas andünsten. Mit Essig, Koriander, Peffer und Salz würzen, dann Gemüsebrühe dazu und ca. 15 Minuten köcheln lassen. Wenn das Gemüse gar ist, pürieren. Kokosmilch hinzufügen und mit Gewürzen abschmecken. Je nach gewünschter Sämigkeit, kann die Suppe noch mit Wasser verdünnt werden.
Ich habe sie hier mit süßer Sahne und Kapuzinerkresse angerichtet. Man kann auch geröstete Toastwürfel, Sonnenblumenkerne oder frischen Koriander drüberstreuen. Sie reicht für 4 bis 6 Personen .Guten Appetit!


Donnerstag, 9. Oktober 2014

Oktober, der Kreislaufmonat

Jetzt im Herbst kann man noch gut etwas für seinen Kreislauf tun. Dazu gehören viel Bewegung an der frischen Luft, Bürstenmasagen nach dem Duschen oder Kneippsche Wechselgüsse. Wer niedrigen Blutdruck hat, kann ein Rosmarinbad nehmen. Auch Ingwer, Galgant und Pfeffer bringen den Kreislauf in Schwung.
Rosmarinbad:
Eine Hand voll Rosmarinblätter mit 1 Liter heißem Wasser aufgießen, 7 Minuten ziehen lassen, absieben und dem Badewasser zufügen. Badedauer 10 Minuten, Temperatur 34° bis 36 °C., danach 1 Stunde ruhen. Man sollte nicht abends baden, da man ja dann den Kreislauf nicht anregen sondern zur Ruhe bringen will. Bei Berufstätigen hat sich eine Wochenendkur (z.B. jeden Samstag- und Sonntagmorgen) bewährt.
Rosmarin ist nicht in der Schwangerschaft geeignet.
Ebenfalls gut ist ein Lavendelblütenbad (100g Blüten mit 2 L. heißem Wasser übergießen, absieben).
Wer eher hohen Blutdruck hat, sollte zu Weißdorn (siehe 30.05.2013) oder Knoblauch greifen. Knoblauch hat neben der blutdrucksenkenden Wirkung eine antibakterielle und antimyokotische Wirkung, wirkt blutfettsenkend und blutverdünnend.
Knoblauchgetränk:
5 Bio-Zitronen, 30 Knoblauchzehen,
Zitronenscheiben und geschälte Knoblauchzehen pürieren, 1 Liter kaltes Wasser dazu geben und kurz aufkochen. Man kann auch den Zitronensaft mit dem Knoblauch aufkochen. Heiß in Flaschen füllen.
Man trinkt in der 1. Woche täglich 1 Schnapsglas, in der 2. Woche täglich 2 Schnapsgläser, in der 3. Woche täglich 3 Schnapsgläser.
Mit dieser Kur hat man viel zum Reinigen der Adern getan. Wen der Knoblauchgeruch stört, kaut anschließend etwas frische Petersilie.
Knoblauch verdünnt das Blut, deshalb nicht vor Operationen anwenden, auch in der Stillzeit soll man davon absehen.

Sonntag, 28. September 2014

Rosskastanie, für Venen, Haut und Haar

In Bayern spenden sie in den Biergärten Schatten, bei uns werden ihre Früchte jetzt von den Kindern gesammelt. Ich meine die Rosskastanie. Diese imposanten, bis zu 25 m hoch werdenden Bäume sind stärkereich, haben viele Gerb- und Bitterstoffe, Saponine (Aescin) und Cumarine. Die Inhaltsstoffe stecken in der Rinde, den Blüten und den Früchten. Vor allem die venenstärkenden Eigenschaften sind bei uns bekannt.
1 Messerspitze Rindenpulver von 2 bis 3jährigen Ästen, morgens und abends mit etwas Flüssigkeit eingenommen, stärkt die Venenwände, hilft bei Krampfadern und Schmerzen in den Beinen und ist blutreinigend. Aescin wirkt gewebeentwässernd und dichtet die kleinen Blutgefäße ab. Es gehört zu den Saponinen, den Seifenstoffen, die in Zusammenhang mit Wasser schönen Schaum bilden.
Pulverisiertes Mehl aus getrockneten Kastanien mit etwas Wasser in den Händen verknetet, löst Öl und Fett z.B. nach einer Fahrradreparatur.
Bad gegen Durchblutungsstörungen:
1/2 kg  zerkleinerte Kastanienfrüchte  in 2 Liter kochendes Wasser einrühren. 1/2 Stunden ziehen lassen, durchsieben und zum Badewasser geben. Reinigt, hilft bei Haut und Haarproblemen und regeneriert müde, geschwollene Füße.
Kastanienöl:
Frische Kastanien klein schneiden oder zerstampfen, mit Olivenöl übergießen und 10 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen, abseihen. Einige Tropfen Zitronenöl dazu geben und zur Venenstärkung Beine damit einreiben.
Drei Kastanien, in der Hosentasche getragen , sollen bewirken, dass man beim Fallen keinen Schaden  nimmt.
Leider sind viele Bäume durch die Kastanienmotte beschädigt oder werden gespritzt. Da hilft nur auf die vielen im Handel angebotenen Fertigarzneien zurückzugreifen.

Donnerstag, 18. September 2014

September, der Nierenmonat

Urlaub mit gutem, reichhaltigem Essen ist vorbei und es wird Zeit wieder etwas für die Ausscheidungsorgane zu tun. Zur Pflege unserer Nieren ist der September gut geeignet. Dafür kommen ähnliche Pflanzen wie im August in Frage. Zur Anregung der Nierentätigkeit sollte man die Trinkmenge erhöhen, stilles Wasser oder Tee ist am besten. Auch warme Auflagen auf die Nierengegend oder ein Bad mit Basensalz tun den Nieren gut.
Eine Planze, die das Nierengewebe stärkt, ist die Goldrute ( habe ich am 05.08.2013 näher beschrieben). Ebenfalls jetzt noch holen, kann man das Kraut des Ackerschachtelhalms. Man kennt ihn auch unter dem Namen Zinnkraut, weil er früher zum Putzen des Zinngeschirrs verwendet wurde. Es werden nur die frischen grünen Triebe, ohne Sporen, gesammelt. Er wächst an Wiesenrändern und auf Böschungen und enthält sehr viel Kieselsäure:
Der Tee stärkt Blase und Niere, Leber und das Bindegewebe, Finger und Zehennägel und gilt als Mittel, um sich allgemeine strahlende Gesundheit zu erhalten.
Tee:
1 TL Kraut mit 1/4 Liter kaltem Wasser ansetzen, 1/2  Tag stehen lassen und dann aufkochen, abseihen. Man kann ihn auch mit kochendem Wasser überbrühen und 1/2 Stunde ziehen lassen oder ca. 5-8 Min aufkochen. Ich empfehle 3 Tassen pro Tag zu trinken.
Normalerweise soll man Heiltees nicht länger als 3-4 Wochen am Stück einnehmen, Zinnkrauttee kann man aber dauerhaft trinken.
Nach dem Haarewaschen verhilft eine Spülung mit Zinnkrauttee zu schönem lockerem Haar. Umschläge über Nacht helfen bei entzündeten Finger- oder Fußnägel.
Man kann ihn leicht mit anderen giftigen Schachtelhalmarten verwechseln, deshalb ist es wichtig, wenn man sich nicht sicher ist, einen Fachmann zu fragen oder ihn im Fachhandel zu kaufen.

Montag, 11. August 2014

August ist der Blasenmonat

Obwohl es im August noch recht warm ist, ist die Gefahr einer Blasenentzündung in diesem Monat besonders hoch. Deshalb sollte man jetzt besonders auf Niere und Blase achten. Das heißt zunächst einmal den Unterleib immer schön warm halten, nach dem Baden gleich trockene Wäsche anziehen und auch ein Beckenbodentraining ist jetzt besonders effektiv.
Ein Säckchen mit Heublumen, über Dampf erwärmt und auf den Unterleib gelegt, entspannt schön.So lange aufliegen lassen wie es angenehm ist. Heublumenmischungen kann man auch in der Apotheke kaufen.
Fußbäder mit Beifuß bewirken eine gute Durchblutung die auch bis zum Unterleib zu spüren ist.
Besonders zu empfehlen ist jetzt der Ackerschachtelhalm. Er enthält u.a. Kieselsäure, Kaliumsalze, Flavonoide,Magnesium und Natrium. Dabei wirkt er blutstillend, gewebefestigend, wassertreibend und kräftigend. Man findet ihn an Wiesenrändern und Böschungen und sammelt nur die frischen grünen Triebe. Es gibt auch giftige Arten, deshalb bitte vorher genau informieren oder fertigen Tee kaufen.
Tee:
Man setzt 1 TL Kraut mit 1/4 Liter Wasser an, lässt ihn 1/2 Tag oder über Nacht ziehen und kocht dann kurz auf, oder man überbrüht ihn mit kochendem Wasser und lässt ihn 1/2 Stunde ziehen.
Bei beginnender Blasenentzündung ist ein Sitzbad mit Ackerschachtelhalm und Goldrute eine große Wohltat. 
Ackerschachtelhalm wird auch Zinnkraut genannt, weil das Kraut früher wegen des hohen Kieselsäuregehaltes zum Putzen des Zinngeschirrs verwendet wurde.
Zinnkraut kräftigt auch das Bindegewebe, Haare, Finger- und Zehennägel. Als Stärkungsmittel für den ganzen Körper erhält es unsere Gesundheit. Dazu sind 3 Tassen Tee am Tag ausreichend. Man kann den Tee auch über längere Zeit trinken.
Wein:
Zinnkraut mit Weißwein aufkochen ( 1 Hand voll und 0,7 L Wein) eien Woche stehen lassen, abfiltern und bald verwenden.Nach den Mahlzeiten getrunken, stärkt ein Gläschen das Bindegewebe.
Man sollte jetzt auch Sellerie essen und Kürbiskerne knabbern, und vor allem wenig Zucker zu sich nehmen.

Donnerstag, 31. Juli 2014

Reiseapotheke, kurz vor der Abfahrt

Dies kann man sich noch einen Tag vor der Abfahrt zurechtlegen:
1. Wer unter Reisekrankheit leidet, nimmt schon vor Fahrtantritt Ingwertee zu sich oder nimmt Ingwerplätzchen ins Reisegepäck mit. Ein Tropfen Minzöl auf ein Taschentuch geträufelt, immer mal daran gerochen, und die Übelkeit bleibt aus.
2. Oft wird man in den ersten Tagen des Urlaubs von Verstopfung oder Durchfall geplagt. Gegen Verstopfung hilft Leinsamen oder Flohsamen. Dabei aber immer viel Flüssigkeit trinken. Bei Durchfall hilft ungesüßter Schwarztee oder Grüntee. Kinder gibt man getrocknete Heidelbeeren ( auch als Tee) oder einen frisch geriebenen Apfel.
3. Haut und Haar trocknen durch Sonne, Salz und Chlor schnell aus. Hier hilft etwas Bio-Kokosöl. Vor dem Bad im Meer schützt es vor Salz und nach dem Sonnenbad kühlt es die Haut. Nur eine etwa erbsengroße Menge nach der Haarwäsche im Haar verteilen und das Haar ist vor Austrocknung geschützt.
4. War das Sonnenbad etwas zu lang, dann hilft der Saft der Aloe-vera-Pflanze. Er kühlt nicht nur, sondern versorgt die Haut auch mit Vitaminen und Mineralstoffen:
Man schneidet ein Blatt der Pflanze in Stücke, gibt sie in ein Glas mit Schraubdeckel und füllt es mit destiliertem Wasser auf. Während der nächsten 30 Minuten immer mal kräftig schütteln, dann abfiltern und direkt auf die Haut auftragen. Aloe-Vera kühlt auch gut nach einem Insektenstich.

5. Zur Vorbeugung gegen Insektenstiche kann man ein Spray mitnehmen: Dazu 2 ml hochprozentigen Alkohol mit 15 bis 20 Tropfen ätherisches Öl ( z.B. Geranie, Lavendel, Zitrone) und 98 ml destiliertes Wasser in eine 100 ml-Sprühflasche füllen. Eine Duftgeranie vor dem Fenster oder auf dem Balkon hält übrigens auch zu Hause lästige Insekten fern.
Zuammengefasst.
Das sollte ins Reisegepäck:
Meliise, Duftsäckchen oder als Tee, Melissensalbe
Leinsamen oder Flohsamen
Schwarztee oder Grüntee, getr. Heidelbeeren
Ingwer als Tee oder Plätzchen
Insektenspray und Spitzwegerichtinktur
Bio-Kokosöl, evtl. eine Aloe-Vera
Arnika- oder Ringelblumensalbe
Beinwellwurzelsalbe
Thymiantee
Johanniskrautöl
Damit steht einem erholsamen Urlaub fast nichts mehr im Wege. (Das Wetter am Urlaubsort können die Pflanzen leider nicht beeinflusssen)

Mittwoch, 23. Juli 2014

Reiseapotheke, eine Woche vor der Reise

Jetzt kann man Salben und Cremes herstellen: Kleine Wunden oder Verletzungen heilt man mit Arnika- oder Ringelblumensalbe. Da Arnika unter Naturschutz steht, kauft man sie besser. aber Ringelblumensalbe kann jeder schnell selbst herstellen:
2 EL Blütenblätter mit 200 ml gutem Öl ( evtl. Olivenöl) erhitzen, aber nicht kochen lassen, so etwa 70°C. Über Nacht stehen lassen, nochmal erhitzen und abfiltern. Ca. 25 g Bienenwachs ins Öl geben und schmelzen. 1/2 TL Propolis ( wegen der Haltbarkeit) dazu und in Döschen abfüllen. Dann ist die Salbe solange haltbar wie das Öl.
Gegen die Austrocknung der Haut kann man sich eine Gesichtscreme aus Aprikosen herstellen: 
Zutaten:
3 kl. Aprikosen, 4 Ringelblumenblüten, 3 Stängel Melisse, 50 ml Jojobaöl ( Mandelöl geht auch) 10 g Sheabutter, 5 g Bienenwachs
Die Aprikosen habe ich mit heißem Wasser übergossen damit die Haut abgeht. Dann entfernt man den Kern und püriert das Fruchtfleisch. Melisse und Ringelblumenblütenblätter mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Öl erhitzen, Sheabutter und Bienenwachs darin schmelzen. 20 ml des gesiebten Melisse-Ringelblumenwassers dazu geben und die pürierten Aprikosen langsam einrühren. Jetzt immer weiter rühren, bis die Creme kalt ist. Sie hält sich im Kühlschrank ca. 4 Wochen. Nach der Gesichtsreinigung morgens und abends damit eincremen. Aprikosen enthalten viel Betacarotin und sie geben der Haut Feuchtigkeit und ein frisches Aussehen. Übrigens geben viele Aprikosen, wie auch Karotten, vor dem Urlaub gegessen, der Haut einen natürlichen Sonnenschutz.


                                           Meine Aprikosengesichtscreme
Wer vom letzten Jahr noch Beinwellwurzeltinktur oder -salbe hat, kann sie auch schon zurechtlegen, denn das hilft bei Prellungen, Bluterguss oder Verstauchungen. Vor allem wenn man mit Kindern verreist, bleibt so etwas nicht aus. Man kann  Beinwellsalbe auch kaufen.

Freitag, 18. Juli 2014

Reiseapotheke, zwei Wochen vor der Reise

Zwei Wochen vor Reiseantritt sollt man sich etwas Melisse und Thymian trocknen.
Denn schon beim Kofferpacken und auch während der Reise braucht man evtl. etwas zur Beruhigung, ganz besonders, wenn man einen langen Flug vor sich hat. Dazu eignet sich die Melisse gut. Melisse wirkt belebend, beruhigend, krampflösend, nerven- und magenstärkend und kräftigend. Für Unterwegs näht man sich ein Duftsäckchen aus Baumwollstoff: Ca 10 cm x10 cm Stoff näht man an drei Seiten zu, füllt getrocknete Melisse ein und gibt noch 3-4 Tropfen ätherisches Melissenöl darauf, dann näht man die vierte Seite zu. Wer ab und zu daran schnuppert, spürt bald die beruhigende Wirkung.
Natürlich kann man auch schon vor der Reise einen Melissentee trinken:
Tee:
2 TL Melissenblätter mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Für eine Kur 3 Tassen pro Tag trinken, oder man trinkt 1 Tasse bei Bedarf.
Melisse macht außerdem das Blut dünnflüssiger, hilft bei der Blutreinigung und so Krampfadern zu vermeiden. Bei Krämpfen während der Menstruation und in den Wechseljahren ist sie auch angesagt. Da sie entspannt, ist sie auch ein fruchtbarkeitsförderndes Kraut.
Übernervösen Menschen rate ich vor der Reise ein Vollbad zu nehmen:
Eine Hand voll Melisse in 1 Liter Wasser kochen, einige Minuten ziehen lassen und durchsieben, dann dem Badewasser zufügen.
Auch im Urlaub kann es mal im Hals kratzen oder eine Erkältung kündigt sich an. Jetzt ist es gut, wenn man getrockneten Thymian zum Gurgeln oder als Tee im Gepäck hat. Besonders gut wirkt er bei Reizhusten oder Bronchitis. Seine Enzyme aktivieren auch das Immunsystem, so dass man schnell wieder fit ist bzw. eine Krankheit nicht ausbrechen kann.Thymian kann man schon einem Säugling, der älter ist als 6 Monate, geben, wenn er hustet oder verschleimt ist. Auf eine Dauergabe soll man auch als Erwachsener allerdings verzichten, da sonst der Organismus nicht mehr darauf reagiert.
Tee:
1 gehäufter TL mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten  ziehen lasen. Kindern gibt man die Hälfte. Bei Husten darf man mit Honig süßen und 3 Tassen täglich trinken.
Thymian- Sirup:
30 g frischer Thymian klein schneiden und mit 1/2 Liter kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen. Den Sud mit 500 g braunem Kandiszucker aufkochen, bis die Masse dick wird. Noch heiß in saubere Flaschen füllen und verschließen. Er ist 6 Monate haltbar. 3 mal täglich 1-2 TL einnehmen. ( ein Rezept aus der Zeitschrift "Landidee")

Montag, 14. Juli 2014

Reiseapotheke, Vorbereitungen

Nachdem "Wir" jetzt Weltmeister sind, ist es Zeit mal an den Urlaub zu denken. Damit wir aber nicht ausgerechnet im Urlaub krank werden, sollte man rechtzeitig die Reiseapotheke auffüllen. Auch hier unterstützen uns die Pflanzen.
Etwa 3 Wochen vorher:
1. Wer jetzt schon jeden Tag einen grünen Smoothie trinkt,stärkt damit seine Abwehrkräfte, denn auch Sonne und ungewohntes Klima muss unser Körper erst mal verkraften.
Dazu 1 Hand voll frische Kräuter wie Brennessel, Gänseblümchen, Giersch, Rotklee, Sauerampfer, Pfefferminz, Schafgarbe usw. mit 1/4 Liter Wasser pürieren. Wer es süß mag, kann noch etwas Obst dazu nehmen. Am besten man wechselt mit den Kräutern ab.
2. Spitzwegerichtinktur ansetzen:
Ein Glas zu 3/4 mit Spitzwegerichblättern (auf dem Bild rechts) füllen und mit hochprozentigem Alkohol ( evtl.Obstler) aufgießen. 3 Wochen an einen warmen Ort stellen und abseihen. Diese Tinktur tupft man unverdünnt auf einen Insektenstich, das mindert den Juckreiz und den Schmerz. Auch kleine Wunden kann man damit desinfizieren.
3.Johanniskrautöl ansetzen:
Die Blüten des Johanniskrauts ( auf dem Bild links )in einem Glas etwas anquetschen und Olivenöl auffüllen. Für mindestens 3, besser wäre jedoch 6, Wochen an ein sonniges Fenster stellen. Ist das Öl dunkelrot, kann man es abseihen.Wenn man es zu spät angesetzt hat, dann besser das vom letzten Jahr nehmen.Man kann damit Schnitt- und Schürfwunden und Sonnenbrand behandeln. Aber vorsicht, die Lichtempfindlichkeit wird erhöht. Übrigens ist es besser jeden Tag nur kurz, dafür ohne chemischen Sonnenschutz, raus zu gehen, da die Sonnencreme auch verhindert, dass der Körper das nötige Vitamin D bekommt.
Damit es nicht zu umfangreich wird, mache ich hier Schluss und schreibe demnächst weitere Urlaubsvorbereitungen auf.



Montag, 7. Juli 2014

Juli, der Dünndarmmonat

Nach der chin. Organuhr ist der Juli der Dünndarmmonat. Der Dünndarm ist außerdem täglich zwischen 13 Uhr und 15 Uhr am aktivsten. " Der Darm kann mit den Wurzeln einer Pflanze verglichen werden, an ihm entscheidet sich Gedeih und Verderb eines Organismus" ( Kempf in U. Bühring, Praxislehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde)
Der Darm ist das größte Immunorgan des Körpers, von ihm hängt die Stärke der Abwehrkraft, Gesundheit und Wohlbefinden ab. Eine gestörte Darmflora  macht sich bemerkbar durch:
- Blähungen
- Müdigkeit, Kopfschmerzen
- Nahrungsmittelunverträglichkeit
- Immunschwäche
- Migräne
- Allergien
Die Bakterien der Darmflora bilden eine mechanische Schutzbarriere gegen krankmachende Keime und Fremdstoffe, sie verhindern die Ausbreitung schädlicher Bakterien und Pilze.
Auch bei rheumatischen Erkrankungen muss auf eine gesunde Darmflora geachtet werden. Können nämlich die Stoffwechselendprodukte nicht genügend über Darm und Niere ausgeschieden werden, lagern sie sich an Stellen des Bindegewebes oder an den Schleimhäuten der Gelenke ab.
Miene Empfehlungen:
1. Täglich eine Messerspitze Rosmarinpulver verbessert die Darmfunktion, besonders im Bereich des
 Dünndarms.
2. Fasten:
 - 2 Entlastungstage nur mit Obst und Gemüse
 - 5 Tage fasten mit Gemüsebrühe und verdünnten Säften
 - 2 Aufbautage mit leichter Kost
 - Einläufe zur Stuhlentleerung
3. Wer nicht fasten will, kann aber trotzdem immer mal wieder einen Entlastungstag einlegen.
4. Ab und zu einen "Schleimtag" einlegen:  Dazu 5- 6 mal pro Tag den Schleimabsud von 1-2 TL Leinsamen oder Flohsamen einnehmen.             .
5. Gut ist auch Apfelessig: 1 TL mit Wasser verdünnt trinken
6. Pfefferminze beruhigt und entkrampft den Darm.
7. Bitterstoffe verbessern die Durchblutung der Verdauungsschleimhäute
8. Pflanzliche Rohkost und milchsaure Kost ( Joghurt, Sauerkraut mit Äpfeln oder Ananas)

Mittwoch, 25. Juni 2014

Beinwell-Rouladen

Heute möchte ich ein Rezept mit den Blättern vom Beinwell vorstellen. Ich habe es aus dem neuen Buch von Hentwig/Henckel: Meine neuen Wildpflanzenrezepte. Ich kann das Buch nur empfehlen, zumal es außer schönen Bildern zu den Rezepten noch Deko-Vorschläge zeigt.
Beinwell-Rouladen:
Zutaten:
8 große Beinwellblätter, 8 Scheiben Emmentaler, 8 Scheiben Schinken, Mehl, 2 Eier, Paniermehl, Bratenöl
Zubereitung:
Die Beinwellblätter waschen und die Mittelrippe platt klopfen. Auf die Blattunterseite Käse und Schinken legen ( ein Stückchen frei lassen) und aufrollen. Es haftet von selbst. Erst in Mehl, dann in Ei und in Paniermehl wenden und in Öl  braten.
Dazu eine Beinwell-Minz-Soße reichen:
Zutaten:
100 g Joghurt, 1/2 Salatgurke, 8 Blätter Minze, 3 kleine Beinwellblätter, 2 Tomaten, Salz
Zubereitung:
Joghurt und die Hälfte der Salatgurke im Mixer pürieren. Minze und Beinwell in kleine Streifen schneiden und dazu geben. Restliche Gurke und Tomaten ebenfalls fein würfeln und unterheben, mit Salz abschmecken.
Dieses Rezept schmeckte sogar meinem Mann gut, der sonst kein Kräuterfan ist.
In italienischen Vorspeisenplatten findet man oft junge Beinwellblätter in Omelettenteig getaucht und dann gebacken.
Hier noch etwas gegen kleine Verletzungen:
Beinwell-Wundbalsam:
2 bis 3 frische Beinwellblätter klein zerpflücken und mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abfiltern. Nach dem Abkühlen kann man damit Wunden betupfen, kleine Verbrennungen und Ausschläge behandeln. 

Dienstag, 17. Juni 2014

Gänsefingerkraut, das Krampfkraut

Eigentlich hat das Gänsefingerkraut so ein silbrig glänzendes Aussehen was bei meinem Foto irgendwie nicht zu erkennen ist. Es blüht gelb und gehört zu den Rosengewächsen. Man findet es an Wegrändern und stark verdichteten, steinigen Böden. Das unscheinbare Pflänzchen wirkt krampflösend auf die glatte Muskulatur, blutflusshemmend, entzündungswidrig, zusammenziehend und stopfend.
Die Hauptanwendungsgebiete sind Krämpfe aller Art. Als Gerbstoffdroge kräftigt es das Bindegewebe wie kaum ein anderes Kraut und ist häufig Bestandteil von sogenannter Rückbildungstees.. Bei krampfartigen Regelschmerzen kann Frau es in Milch gekocht zu sich nehmen, am besten schon vorbeugend vor Beginn der Regelblutung. Sogar eine Migräne kann das krampflösende und Gelassenheit schenkende Kraut günstig beeinflussen. Pulver, Tee oder Tinktur sind auch bei Krampfadern zu empfehlen.
Pulver stellt man aus getrockneten Blättern und Blüten her und verwendet es messerspitzenweise bei Durchfällen oder Darmkoliken .Man kann auch die frische oder getrocknete Wurzel dazu nehmen.
Tee:
1 TL Kraut mit 1/4 Liter kalte Milch ( oder Wasser) kochen und kurz ziehen lassen. 3 Tasen täglich oder, bei Krämpfen, stündlich einige Esslöffel nehmen.
Tinktur:( Essenz)
10 g frisches, zerkleinertes Kraut mit ca 100 ml hochprozentigem Alkohol übergießen und 10 Tage ins Dunkle stellen, dann abseihen. Mehrmals täglich 20 Tropfen oder 1/2 TL einehmen. Dies hilft auch als Einreibung bei Wadenkrämpfen oder Gliederschmerzen.
Ich hatte am Wochenende eine total verspannte Nackenmuskulatur und konnte meinen Kopf nicht richtig drehen. Eine liebe Kräuterfrau  gab mir einen Teelöffel Gänsefingerkraut-Tinktur. Nach einiger Zeit fiel mir auf, dass meine Schmerzen irgendwie verschwunden waren. Vielen herzlichen Dank, Ulla!!  Deshalb habe ich gleich meine Erfahrung in dem Blog weitergegeben.

Montag, 9. Juni 2014

Juni, der Monat fürs Herz

Der wichtigste Muskel unseres Körpers ist zweifellos das Herz.Obwohl es nur etwa faustgroß ist, pumpt es täglich etwa 7000 Liter Blut durch unseren Körper. Dabei passt es sich unserem Lebensrythmus an, schlägt im Schlaf langsamer und bei Stress, Angst und Hektik schneller. Es presst ständig sauerstoffreiches Blut in Organe, Kopf, Arme und Beine und hilft mit, dass in der Lunge der Gasaustausch stattfinden kann. Deshalb sollten wir gut auf unser Herz achten. Dazu ist besonders der Juni geeignet.
Neben einem Kreislauftraining an der frischen Luft sind die Melisse und der Weißdorn Helfer für unser Herz.
Der Weißdorn  stärkt Herzmuskel, Nerven, Kreislauf und Durchblutung und erweitert die Gefäße. Am 30.05.2013 habe ich den Weißdorn näher beschrieben, auch die Anfertigung von Herzwein ( Besonders für getresste und ältere Herzen) und Tinktur. Für einen Tee nimmt man Blüten, Blätter und Beeren ( im Herbst dazu tun).
Tee: 
2 TL mit 1/4 Liter kochendem Wasser aufgießen und ca. 20 Minuten ziehen lassen. 3 bis 4 Tassen täglich trinken und mit Ahornsirup, Honig oder Sandornsirup süßen.
Melisse erhält man fast den ganzen Sommer über. Blätter vor der Blüte zum Trocknen sammeln. Da Melisse das Blut dünnflüssiger macht und bei der Blutreinigung hilft, ist sie immer angebracht bei Stress, Reizüberflutung, Überarbeitung und psychosomatische Beschwerden. Sie reguliert den Blutdruck und hilft bei Krämpfen während der Periode und der Wechseljahre der Frauen. Man kann  sie auch als fruchtbarkeitsfördernd ansehen, denn sie entspannt in allen Lebenslagen.Ätherisches Melissenöl vertreibt nach Einreibung der Schläfen auch Kopfschmerzen.
Melissen-Eistee:
Am Morgen 2 Melissenstängel in kaltes Wasser legen, mittags einen Schuss Orangensaft dazu, etwas süßen  und fertig ist der erfrischende Eistee. Jetzt in den heißen Tagen unbedingt ausprobieren!
Melissengeist kann man auch selbst herstellen:
500 g getrocknete Melisse, abgeriebene Schale einer Zitrone, 1 TL Engelwurzpulver, einige Gewürznelken in ein Glas geben, mit 1 Liter hochprozentigen Alkohol ,z.B. Wodka, aufgießen und 14 Tage an einen sonnigen Platz stellen. Dann durchfiltern, in Flaschen füllen und 2 Monate ruhen lassen.
Tee.
2 TL ( bei Schlaflosigkeit 3 TL) Blätter mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen. 3 Tassen Tee pro Tag für eine Kur oder 1 Tasse bei Bedarf trinken.

Donnerstag, 22. Mai 2014

Gänseblümchen, Wetterorakel und Wundheilerin


Auf jedem gepflegten Rasen wächst jetzt ein zähes Pflänzchen, das Gänseblümchen. Schließt es seine Blüten, dann naht Regenwetter. Auch wenn sie schon am Morgen geschlossen bleiben, wird es sicher Regen geben.
Jetzt halten wir uns wieder mehr im Freien auf, treiben Sport oder arbeiten im Garten. Da bleiben kleine Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen, Schürfwunden und Muskelschmerzen oft nicht aus. Hier hilft das Gänseblümchen.
 Als Schmerz- und Wundheilmittel empfehle ich einen Teeumschlag oder eine Salbe.
Bei Quetschungen  und Blutergüssen kann man es zu einem Pflanzenbrei verarbeiten und auflegen. Außerdem ist das Gänseblümchen ein gutes Nahrungsergänzungsmittel in Salaten und Suppen. Man sollte keine große Mengen verzehren, aber im Frühling mindestens einmal in der Woche kleine Mengen, die auch als Verzierung hübsch sind.
Es enthält Saponine, Gerb- und Bitterstoffe, Flavonoide, Schleim und etwas ätherisches Öl.
Das Gänseblümchen ergänzt gut Arnika und Ringelblume und gehört auch zu einem Rückbildungstee nach einer Schwangerschaft. Ich habe folgende Salbe hergestellt, die außerdem bei Hautunreinheiten hilft.
Zutaten:
3 Hand voll Gänsblümchenblüten, 200 ml Ölivenöl, 25 g Bienenwachs 1/2 TL.Propolistinktur
Zubereitung:
Die Blüten zusammen mit dem Öl erhitzen bis ca 70° C ( heiß aber nicht kochend), abkühlen  und über Nacht stehen lassen. Dann nochmal kurz erhitzen und durchsieben. Bienenwachs dazu geben und solange rühren bis es geschmolzen ist. Zum Schluss das Propolis dazu verrühren und in Salbendöschen abfüllen. Propolis erhöht die Haltbarkeit. Die Salbe hält sich 1 Jahr und mindestens solange wie das Öl haltbar ist. Beschriftung nicht vergessen.
Betroffene Stellen werden mehrmals täglich mit der Salbe eingerieben. Also, keine Angst vor kleinen Blessuren, denn die Natur hat Hilfe schon parat!


Mittwoch, 14. Mai 2014

Der Mai ist der Milz- und Pankreas-Monat

Im Mai sollte man etwas genauer auf seine Milz und die Bauchspeicheldrüse achten .Sie sind auch täglich zwischen 9 Uhr und 11 Uhr am aktivsten.
Meine Vorschläge:
1. Mandeln kauen. Man sollte 3 Stück täglich und sehr lange kauen aber keine Kohlenhydrate dazu essen.
2. 1 Teel. Getreidekeime pro Tag
3. Heidelbeerblätter ( als Tee) vor der Blüte sammeln.
4. Auch Stevia (flüssig) stärkt die Bauchspeicheldrüse, man nimmt es tropfenweise - am 1. Tag 1 Tropfen, am 2. Tag 2 Tropfen, am 3 Tag 3 Tropfen, bis 5 Tropfen und dann wieder rückwärts.
5. Hirse essen , z.B. als Brei
6. Weinessig regt die Bauchspeicheldrüse an. Dazu morgens nüchtern 1 EL auf 1/4 Liter Wasser trinken.
7. Ein Mittel für die Milz ist die Wegwarte.1 TL Wurzel oder Kraut mit 1/4 Liter Wasser kalt ansetzen und dann 2 Minuten kochen. davon 3 Tassen pro Tag trinken.

Donnerstag, 8. Mai 2014

Wildkräuter-Suppe

Diese Suppe habe ich gestern gekocht. Sie hat sogar meinem Mann geschmeckt, der allerdings danach noch etwas Gulasch mit Nudeln gegessen hat. Ich finde sie sättigt gut, auch wegen der Sahne und der Creme fraiche.
Zutaten:
1 Zwiebel, 2 Karotten, 2 Kartoffeln, 2 große Hand voll ( 1 Schüssel locker) Wildkräuter z.B.Brennessel, Giersch, Schafgarbenblätter, Knoblauchsrauke, Bärlauch, Sauerampfer, Wiesenbärenklau,  Gundelrebe, etwas Oregano und Liebstöckel, Butter oder Öl zum Dünsten, 1 L Gemüsebrühe, 1 Teel. Tomatenmark, Salz, Pfeffer, etwas süße Sahne, Knoblauchzehe ( habe ich weggelassen)
Zubereitung:
Kräuter waschen und klein schneiden, Ziebel würfeln, in der Butter andünsten, Gemüse und Kartoffeln dazu  und etwas mitdünsten,  mit Gemüsebrühe auffüllen, Kräuter und Tomatenmark dazu geben. Das Ganze 20 Minuten kochen und dann pürieren, Sahne zugeben. Man kann sie mit einem Klecks Creme fraiche und evtl. Brotwürfeln servieren.
Es sieht bestimmt auch schön aus, wenn man mit Blüten, z.B. Gänseblümchen garniert.
Ich hatte viele Kräuter und es ergab ca. 6 Teller mit Suppe, die schön sämig war.
Man kann auch nur ein Kraut nehmen z.B. Brennessel, dann schmeckt es halt etwas anders, so sind Variationen möglich.


Sonntag, 4. Mai 2014

Wildkräuter-Kartoffelsalat

Dieses Rezept habe ich aus einem Werbeblättchen von tegut. Es ist mit Grüne-Sauce-Kräuter ( Petersilie, Borretsch, Sauerampfer, Kerbel, Kresse, Pimpinelle, Schnittlauch) beschrieben. Ich habe aber wilde Kräuter wie Giersch, Brennessel, wenig Gundelrebe, Knoblauchsrauke noch dazu genommen, dafür hatte ich keinen Kerbel, Kresse und Borretsch.
Zutaten:
1 kg Kartoffeln, 1 Zwiebel, 4 EL Öl, 1/4 Liter Gemüsebrühe, 1 TL Senf, 4 EL Weißweinessig, Salz, Pfeffer, 1 mittlere Schüssel mit Wildkräutern
Zubereitung:
Kartoffeln mit Schale 30 Minuten kochen, abgießen, schälen und in Scheiben schneiden. Zwiebel klein schneiden, in 1 EL Öl glasig dünsten, Gemüsebrühe angießen und einmal aufkochen lassen, vom Herd nehmen, dazu den Senf, Essig, etwas Salz und Pfeffer unterrühren. Kartoffeln mit der warmen Brühe und klein gehackten Kräutern vermengen. Etwa 30 Minuten durchziehen lassen. Mit gekochten Eiern servieren. Zu Kartoffelsalat passen natürlich auch Würstchen.
Wer einen Thermomix hat, kann die Kräuter mit etwas Öl im Thermomix fein hacken lassen.
Ich habe schon gleich davon gegessen, aber besser hat der Kartoffelsalat geschmeckt, als er durchgezogen war. 
 

Donnerstag, 1. Mai 2014

Wiesenknopf-Blinis

Die Blätter des Kleinen Wiesenknopfes schmecken etwas gurkenähnlich. Der große Wiesenknopf hat rotbraune Blüten und der kleine Wiesenknopf mehr grünliche. Aromatischer ist der kleine Wiesenknopf. Beide wirken entzündungshemmend und reinigend. Als Pimpinelle gab es sie früher in jedem Garten. In Salaten, der Kräuterbutter und Brotaufstrichen sollte er nicht fehlen.
Ich habe ein Rezept aus dem Buch von Nentwig/Henckel: "Meine neuen Wildpflanzenrezepte" ausprobiert.
Zutaten:
ca. 80 g Blätter vom kleinen Wiesenknopf, 2 Eier, 50 g Buchweizenmehl, 25 g Dinkelmehl, 2 TL Backpulver, 30 g flüssige Butter, 50 ml Milch, 1 Prise Salz, Öl zum Braten, 150 g Saure Sahne, frisch gemahlener Pfefffer, geräucherter Lachs
Zubereitung:
Den Wiesenknopf waschen und in etwas Milch pürieren, mit Eier, Buchweizen- und Dinkelmehl, Backpulver, Butter, Salz und der restlichen Milch zu einem glatten Teig verrühren. 30 Minuten ruhen lassen. Dann das Öl erhitzen und ca. 10 kleine Blinis in der Pfanne braten. Die Blinis mit dem Lachs und Saure Sahne auf dem Teller anrichten, mit Pfeffer und evtl. gehackten Kräutern garnieren.
Ohne den Lachs und der Sauren Sahne wäre es mir etwas zu trocken gewesen, aber so hat es mir gut geschmeckt.



Sonntag, 27. April 2014

Kohlrabi-Giersch-Gemüse

Giersch ist bei Gärtnern unbeliebt, weil er sich über Wurzelausläufer vermehrt und nur schwer vertreiben lässt. Dbei ist er ein wertvolles Gemüse und kann wie Petersilie verwendet werden. Er schmeckt etwas nach Sellerie, stärkt die Harnorgane, entwässert, ist entzündungshemmend, wirkt bei Gicht und unterstützt unser Verdauungssystem. Außerdem wird der Säure-Basen- Haushalt ausgeglichen und das Immunsystem gestärkt. Die jungen Blättchen schmecken roh im Salat. Ich habe
Kohlrabi-Giersch-Gemüse ausprobiert:
Zutaten:
2 Zwiebeln, 5-6 Hand voll Giersch ( schrumpft beim Dünsten), 3 Kohlrabi, 200 ml Kokosmilch, Salz, Curry, Öl
Zubereitung:
Giersch klein schneiden, Kohlrabi schälen und in Würfel schneiden, Zwiebeln klein schneiden und im Öl anbraten. dann die Kohlrabi dazu geben, und mit 1 Tasse Wasser ca. 10 Minuten dünsten. Giersch dazu und nochmal ca. 5 Minuten dünsten. Nun die Kokosmilch dazu gießen, aufkochen und mit Salz und Curry würzen. Als Beilage habe ich Kartoffeln gewählt, man kann auch Reis oder Nudeln nehmen. Je mehr Giersch man nimmt, umso grüner und würziger schmeckt das Gemüse. Beim Gemüse auf dem Foto habe ich 5 Hand voll Giersch gehabt, werde aber demnächst mal mehr nehmen.
Also, liebe Gärtner, esst den Giersch, er wächst extra für Eure Gesundheit und kostet nichts.
 

Mittwoch, 23. April 2014

Wildkräutertoast


Aus diesen Kräutern habe ich heute einen Wildkräutertoast zubereitet.
Eine Hauptzutat ist die Brennessel, die ja bekanntlich viel Vitamin C und E, Kieselsäure (strafft das Bindegewebe), Bitterstoffe, Flavonoide, Kalzium und Eisen hat. Je nach Geschmack kann man noch ( von links) Knoblauchsrauke, Gundelrebe, Löwenzahn oder Giersch dazu tun.
Zutaten:
100 g Brennesselspitzen
etwas Knoblauchsrauke, Giersch, Gundelrebe usw.
6 klein gehackte Champignons
2 EL ÖL
Salz, Muskatnus, Galgant
geriebener Käse
Zubereitung:
Die Zwiebel hacken und im Öl anbraten, dann gehackte Wildkräuter ( ich hab sie schnell im Thermomix zerkleinert) und Pilze mitdünsten, mit Salz, Muskat und Galgant würzen. 5 Toastscheiben vortoasten, die Kräutermasse darauf verteilen, mit Käse bestreuen und bei 200 Grad überbacken bis der Käse zerlaufen ist.
 Damit habe ich für heute meine geballte Ladung Kräuter für die Frühjahrskur verspeist.

Sonntag, 13. April 2014

Frühjahrskur mit Pflanzen

Durch einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen ensteht bei uns die Frühjahrsmüdigkeit, unser Stoffwechsel ist im Winter träge gewesen und sollte jetzt wieder angekurbelt werden. Eine Frühjahrskur mit Wildpflanzen, das sind solche Pflanzen, die jetzt vor unserer Haustür wachsen, gibt dem Körper alle Stoffe, die er im Winter (trotz des Gemüses aus dem Gewächshaus) vermissen musste. Durch den erhöhten Stoffwechsel werden Abbauprodukte aus Blut und Gewebe vermehrt ausgeschieden.
Eine Frühjahrskur sollte mindestens 3 Wochen dauern und täglich eine geballte Ladung Wildpflanzen enthalten. Man kann sie mal als Tee, als Smoothie, als Salat, Gemüse, Suppe oder Frischpflanzensaft zu sich nehmen. besonders geeignet sind die oben abgebildeten Pflanzen wie ( von links nach rechts) Brennessel, Gänseblümchen, Löwenzahn, Gundelrebe, junge Birkenblätter.
Brennessel:
Als Tee eine kleine Hand voll mit kochendem Wasser übergießen und 5 bis 10 Min ziehen lassen, 3 Tassen täglich. Als Frischsaft 3 mal 1 EL einnehmen, zusätzlich täglich eine Hand voll Brennesseln in Suppen, Salaten oder Smoothies.
Sie regt den Stoffwechsel an, fördert den Blutkreislauf und entwässert.
Gänseblümchen:
Pro Tag eine Hand voll Gänseblümchen zu sich nehmen. Tee: 3 Tassen täglich, aber nicht süßen.
Smoothie: dazu die ganze Pflanze mit Wasser oder Milch mixen. Frische Blüten und Blätter isst man im Salat, zu Kartoffeln, in Suppen oder Omelett
Gänseblümchen stärken den ganzen Organismus, straffen und festigen das Gewebe..
Löwenzahn:
Tee aus der Wurzel: morgens und abends eine Tasse über 4 Wochen lang.( 2 TL Wurzel für 1/4 Liter) Am Abend vorher kalt ansetzen und am nächsten Morgen kurz aufkochen und abgießen, nicht süßen.
Saft gibt es im Reformhaus zu kaufen. Junge Löwenzahnblätter passen zu vielen Salaten z.B. rote Bete, Karotten. Als Smoothie passen Löwenzahnblätter auch zu Bananen.
Löwenzahn ist eine Leberheilpflanze und transportiert Schlacken aus dem Bindegewebe ab.
Gundelrebe:
 Tee: 3 Finger voll mit 1/4 l kochendem Wasser überdießen, 10 Min ziehen lassen, 3 mal täglich trinken.
Zerriebene Blättchen passen in jede Suppe, Gemüse oder Fleischgericht. Wegen dem starken Eigengeschmack Gundelrebe nur sparsam verwenden. Als Smoothie frischen Salat, etwas Zitrone und einige Blättchen Gundelrebe mixen.
Gundelreben regen den Stoffwechsel sehr stark an, deshalb immer nur wenig nehmen.
Birkenblätter:
Frische Blättchen passen zu jedem Salat.Was zwischen  3 Finger passt reicht für einen Tag.
Tee: 1 Hand voll frische Blätter mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen und 15 Min ziehen lassen und tagsüber trinken.
Durch die starke Durchspülung mit Birkenblättern werden auch Keime ausgeschieden und Gicht und Rheuma vorgebeugt.
 Man kann auch noch andere Pflanzen wie Spitzwegerich, Schafgarbe, Brunnenkresse usw. zur Frühjahrskur nehmen. Jeder entscheidet selbst ob er sich auf eine Pflanze beschränkt oder eine Kombination wählt. Ich neige zur Abwechslung und werde hier ab und zu noch ein paar Rezepte veröffentlichen.

Dienstag, 8. April 2014

Im April den Magen stärken

Der April ist der Monat, in dem man besonders etwas für den Magen tun sollte. Außerdem ist er morgens zwischen 7 Uhr und 9 Uhr am aktivsten. Deshalb, weiß fast jeder, sollte man morgens ausgiebig frühstücken und abends weniger essen. Bitterstoffe in vielen Pflanzen wirken kräftigend und regen die Verdauungsdrüsen des Magens an, auch die Bauchspeicheldüse wird aktiviert. Hier gilt auch: "weniger ist mehr". Das heißt Bitterstoffe müssen zart dosiert werden. Richtig ist 1/2 bis 1 TL pro Tasse. Bitterstofftee, bitte nicht süßen, denn Zucker hebt ihre Wirkung auf.
Planzen mit vielen Bitterstoffen:
Ingwer, Löwenzahn, Beifuß, Wermut, Schafgarbe, Wegwarte, Enzian
Pflanzen mit mittelstarker Bitterstoffwirkung:
Artischocke, Mariendistel, Hopfen, Ehrenpreis
Da Bitterstoffe kräftigend wirken und den Stoffwechsel anregen, sind sie kontraindiziert bei allen Erkrankungen die dadurch hervorgerufen werden  z.B. Magenschleimhautentzündung, Sodbrennen.
Bei Magenschleimhautentzündung auf Schleimdrogen wie Kamille, Leinsamen, Malve oder Salbei zurückgreifen.
Rollkur:  Kamillentee trinken, dann  jeweils 5 Min auf Rücken ,li.und re. Seite legen.
Auch eine Bauchmassage tut dem Magen gut.
Hier noch ein Rezept für einen Kraftwein, der ( z.B. nach langer Krankheit)Kraft und Energie zurückbringt.
Kraftwein:
In eine 300 ml Flasche jeweils 3 Ästchen Beifuß und Schafgarbe geben, 1-2 EL Kandiszucker dazu, etwa fingerbreit Korn und mit Rotwein auffüllen. 3 Wochen bei Zimmertemperatur ( Sonnenplatz am Fenster) ziehen lassen., abseihen. Davon täglich ein Likörglas vor den Mahlzeiten trinken.

Donnerstag, 3. April 2014

Frühjahrskur mit Birkensaft

In diesem Jahr ist nun höchste Zeit sich noch Birkensaft zu holen. Innerlich wirkt er blutreinigend, stärkend, und befreit den Körper von Ablagerungen, da er stark ausschwemmt. Eine Birkensaftkur kann auch antidepressiv wirken.Dazu kann man den Saft auch mit Zitronensaft oder grünem Tee mischen.
Man bohrt eine Birke ( ab 20 cm Durchmesser) ca 3-5 cm tief an. Nun steckt man einen Schlauch hinein, der in einer Glasflasche endet. Damit keine kleinen Tierchen hineinkommen, bohre ich den Deckel der Flasche durch.Ich habe vorgestern von morgens 9.30 Uhr bis 15 Uhr mehr als 1/2 Liter Saft aufgefangen. Mehr wie 1- 2 Liter hole ich nie aus einem Baum, damit er nicht "verblutet". Bitte vorher den Eigentümer des Baumes um Erlaubnis bitten.

Das Loch verschließe ich gut mit Bienenwachs oder Baumwachs.Der Saft schmeckt leicht süßlich. Man sollte pro Tag ca 2 Schnapsgläschen davon trinken. Er gärt schnell, deshalb nur 1 Tag im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren. Eine Trinkkur sollte 2 bis 3 Wochen dauern mit tägl.50 ml Birkensaft.
Äußerlich ist der Saft ein Reinigungsmittel für schlecht heilende Wunden und Hautausschläge. Er ist auch gut geeignet als Gesichtswasser zum Reinigen und Pflegen der Haut.
Als man noch im Haushalt selbst Bier herstellte,wurde der Saft zur Herstellung des Birkenbiers verwendet. Der Saft galt auch schon bei den Germanen als Schönheitstrunk.
Hat der Baum seine Blätter, verwendet man die noch klebrigen Blättchen und Blattknospen zur Frühjahrskur als Tee.  ( siehe meinen Post von  Mai 2013)


Sonntag, 30. März 2014

Neues Grün


Das warme Wetter lässt jetzt schon viele Kräuter sprießen. Nun ist die Zeit gekommen, in der man viel Grün essen und trinken sollte. Ja, wenn man auf den eigenen Körper hört, dann lechzt er geradezu nach Grünem. Ich bin nur kurz vor die Tür gegangen und habe ( im Uhrzeigersinn des Bildes) Gundelrebe, Girsch, Spitzwegerich, Bärlauch und Vogelmiere gefunden. Daraus habe ich einen leckeren
Smothie gemacht:
1 Apfel
ca. 1 dicke Hand voll Kräuter
1/4 Banane
1/4 Liter Wasser,
alles zusammen im Mixer ca 1 Min. klein gemixt ergibt ein leckeres Getränk. Ich konnte garnicht so schnell fotografieren, da war es schon getrunken.
Das was, manchmal ziemlich hartnäckig, in unserer Nähe wächst, ist für uns am besten.
Es ist als wollten  Frühlings-Pflanzen uns nach der dunklen Jahreszeit mit neuen Lebenskräften versorgen, ähnlich wie sich auch die Natur im Frühling immer wieder verjüngt.
Ein schneller Smothie gibt uns jetzt den nötigen Energiekick!

Mittwoch, 19. März 2014

Schlehdorn, schneeweißer Frühlingsbote


In diesem Jahr besonders früh beginnt schon jetzt die Schlehenblüte. Die fünfstrahligen, schneeweißen Blütchen bedecken schon vor dem Blattaustrieb die schwarzen Äste. Die langen, geraden Dornen bilden einen Schutz für brütende Vögel, machen aber das Sammeln der Blüten recht mühevoll. Trotzdem haben schon Menschen der Jungsteinzeit die Schlehen als Nahrungsmittel geschätzt. so ist der Schlehdorn der Vorläufer unserer Pflaumenbäume.
Aus den Blüten kann man einen Tee zur Blutreinigung und allgemeinen Stärkung zubereiten:
Tee:
2 TL getrocknete Blüten mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen, abseihen.3 Tassen pro Tag trinken.
Der Tee ist ein mildes Abführmittel für Kinder und regt den gesamten Stoffwechsel an, besonders Niere und Blase.
Blutreinigungstee-Mischung:
Gleiche Teile von Schlehenblüten, Schlüsselblumenblüten, Birkenblätter, Erdbeerblätter mischen. 1 TL davon mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 3 Min. ziehen lassen. Morgens und abends jeweils 1 TS trinken.
Schlehenblüten in Öl eingelegt ergeben ein funktionsförderndes Massageöl.
Schlehenblüten-Mandelmilch:
1 TL Blüten in 1 Tasse Milch kurz aufkochen, abseihen. 1TL Mandelmus und 1/2 TL Honig einrühren, heiß trinken, dann schenkt sie einen guten Schlaf.
Ich werde den Schlehenblüten- Salat ausprobieren:
3 Hand voll Blüten, 1 filettierte, klein geschnittene Orange, 1 EL Honig und einige gehackte Mandeln mischen, dazu den Saft einer Zitrone. Soll man als Vorspeise servieren.


Sonntag, 9. März 2014

Der Apfel, versüßt die Fastenzeit

Ein sehr gutes Darmpflegemittel ist der Apfel, dabei noch preiswert und überall  zu haben. Rohe Äpfel senken außerdem den Cholesterinspiegel und beugen Zahnfleischbluten vor. 1 bis 2 Äpfel pro Tag versorgen den Körper mit vielen Vitalstoffen. Das Pektin in den Apfelschalen reduziert die Bildung von Harnsäure       ( beugt Gicht und Rheuma vor) und das Kalium reguliert den Wasserhaushalt. Apfelessig fördert den Fettabbau und hilft also in der jetzigen Fastenzeit einige Pfunde loszuwerden.
Apfelessigtrunk:  2-3 TL Apfelessig auf ein Glas Wasser.
Apfelschalentee stärkt Herz und Nerven, hilft beim Einschlafen und beim Fettabbau!
Tee:
Getrocknete Apfelschalen 8 bis 10 Minuten leicht kochen und durchsieben. Das Aroma verbessert sich, wenn man noch ein paar Apfelstückchen hinzu gibt.
Wer Kinder hat, weiß, dass ein roh geriebener Apfel gegen Durchfall hilft, gekochtes Apfelmus ( gehört zu den ersten Speisen eines Säuglings) wirkt dagegen verdauungsfördernd.
Apfelmus und Sanddorn:
1 Apfel und 3 Datteln pürieren, etwas Wasser und 3 EL Sanddornsaft dazu.
Supergesund!!!!
Frische Apfelschalen auf die Haut gelegt soll die Hautalterung hinauszögern und Apfelpüree als Maske für reine Haut sorgen. 
Na ja, ich halte mich an den Apfelschalentee, Sanddorn und den Apfelessig.


Mittwoch, 5. März 2014

März, der Dickdarmmonat

Wie die chinesische Organuhr zeigt, sollt man im März etwas für seinen Dickdarm tun. Morgens zwischen 5 Uhr und 7 Uhr arbeitet der Dickdarm am intensivsten. Der Darm ist eine der 5 großen Entgiftungsstationen in unserem Körper. Neben Nahrungsresten scheidet er auch Giftstoffe aus. Gleichzeitig reguliert er das Volumen und die Zusammensetzung des Stuhls. Er ist auch das größte Immunorgan des Körpers. Von einem gesunden Darm hängen deshalb unsere Gesundheit und die Abwehrkraft des Körpers ab.
Eine ganze Reihe von Heilpflanzen fördert die Darmgesundheit.
Blähungen:
Kümmel, Fenchel und Anis
Durchfall:
geriebener roher Apfel, Heidelbeerfrüchte, Schwarztee, Kamille, Karottensuppe, Johanniskraut
Aufbaunahrung: pürierte Bananen, Reis- Hafer- oder Weizenschleimsuppe, Kartoffelsuppe, Zwieback
Bei häufigen Durchfällen mit Fieber unbedingt zum Arzt gehen.
Verstopfung:
Ballaststoffreiche Ernährung, Bewegung und viel Flüssigkeit.
eingeweichte Datteln, Feigen, Pflaumen, rohe Salate, Obst und Gemüse,
Ich habe gute Erfahrung gemacht mit Weizenkleie, ( ca 15 g mit 250 ml Wasser) Man kann auch 2 bis 3 EL Weizen- oder Haferkleie morgens ins Müsli oder Joghurt geben, wichtig ist tagsüber viel trinken.
Leinsamen fördern die Darmperistaltik und schützen die Darmschleimhaut.( 3mal tägl.1-2 EL mit 300 ml Wasser)
Flohsamenschalen verkürzen die Verweildauer des Darminhaltes, binden Bakteriengifte und wirken entzündungshemmend, cholesterin- und blutzuckersenkend.( 1TL Flohsamen mit 200 ml Wasser einnehmen und 2 Tassen Wasser nachtrinken)
Ein regelmäßiger weicher Stuhlgang ist auch wichtig zur Hämorrhoiden-Vorbeugung.

Sonntag, 23. Februar 2014

Die Weide, der Schmerzkiller

Zwischen Januar und Frühlingsbeginn, also jetzt, ist es Zeit einige Weidenzweige zu holen. Weiden bevorzugen feuchte Standorte und kommen an Gräben und am Rand feuchter Wiesen vor. Man verwendet die Rinde von 2- bis 3-jährigen Zweigen. Beim Abschälen der Rinde auch das Grüne mit abstreifen.
Die Weide enthält neben den Gerbstoffen den Inhaltsstoff Salizylsäure, der schmerzstillend, entzündungshemmend und fiebersenkend wirkt. Früher gewann man aus der Rinde das Medikament Aspirin.
Man kann die Rinde trocknen und dann als Tee verwenden.
Tee:
1 TL kleingeschnittene (trockene) Weidenrinde mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergießen, aufkochen und 5 Min. ziehen lassen. 3 Tassen pro Tag.
Getrocknete Weidenrinde passt gut in Rheumateemischungen.
Der Tee ist auch ein Gurgelmittel bei geschwollenen Mandeln, entzündetem Zahnfleisch und Zahneiterungen.
Ich verwende hauptsächlich die Essenz.
Essenz:
Die frisch geschnittene Rinde in ein Glas geben und mit hochprozentigem Alkohol (37%-40%) aufgießen und 3 bis 4 Wochen an der Sonne stehen lassen. Die Essenz ist dann braun. Jeden Tag einmal schütteln und dann durchsieben und kühl stellen.
 Man nimmt 10 bis 15 Tropfen auf 1 Glas Wasser, z.B. bei Kopfschmerzen. Ich habe sehr gute Erfahrung mit dem Einreiben der Essenz gemacht bei Muskelschmerzen und Verspannungen.

Der Inhaltsstoff Salicylsäure wirkt blutverdünnend und darf deshalb nicht in Verbindung mit blutverdünnenden Medikamenten verabreicht werden. Für Schwangere ist der Genuss des Weidenrindetees verboten.



Freitag, 14. Februar 2014

Schönheit pur mit Sanddorn

Sanddornfruchtfleischöl eignet sich besonders für die Regeneration so genannter reifer Haut, denn es regt die hauteigenen Stoffwechselprozesse an .Das Hautgewebe wird gestrafft und die Schutzmechanismen der Haut unterstützt. Trockene, empfindliche und zu Allergien neigende Haut wird durch das Vitamin E geschützt; es ist auch für sonnengeschädigte Haut oder bei Ekzemen geeignet.
Ich habe folgendes Rezept für eine Gesichtscreme ausprobiert:
20 g Kakaobutter
25 g Mandelöl
25 g Jojobaöl
10 ml Sanddornfruchtfleischöl
5 g Bienenwachs
Kakaobutter in einem hitzebeständigen Gefäß ( am besten Becherglas) schmelzen, Öle dazu geben, das Bienenwachs mitschmelzen und zum Schluss das Sanddornfruchtfleischöl unterrühren und in Salbentigel o.ä. füllen. Die Creme gleich verwenden. Wer sie noch etwas aufheben will, kann 1/2 TL Propolis dazu geben.
Die Creme färbt zunächst, aber die Farbstoffe werden schnell von der Haut aufgenommen. Ich hoffe, dass meine blasse Winterhaut  mit der Zeit eine gesund aussehende Tönung erhält.
Das Sanddornfruchtfleischöl ist nicht billig aber ein Fläschchen ist auch sehr ergiebig.
Meine Creme






Rezept für eine Gesichtsmaske, vor allem für trockene Haut:( wenn das Öl zu teuer ist)
1 EL Sandornsaft
1 EL Schmand oder Quark
Beides verrühren und für 15 Minuten aufs Gesicht auftragen, dann abspülen.
 Man kann auch ein paar Tropfen Sanddornfruchtfleischöl in die eigene Gesichtscreme oder Bodylotion geben  (20 Tropfen auf 50 ml Creme oder Bodylotion) Bitte nicht überdosieren sonst sieht man aus wie ein Indianer und es können Pickelchen entstehen.