Sonntag, 27. April 2014

Kohlrabi-Giersch-Gemüse

Giersch ist bei Gärtnern unbeliebt, weil er sich über Wurzelausläufer vermehrt und nur schwer vertreiben lässt. Dbei ist er ein wertvolles Gemüse und kann wie Petersilie verwendet werden. Er schmeckt etwas nach Sellerie, stärkt die Harnorgane, entwässert, ist entzündungshemmend, wirkt bei Gicht und unterstützt unser Verdauungssystem. Außerdem wird der Säure-Basen- Haushalt ausgeglichen und das Immunsystem gestärkt. Die jungen Blättchen schmecken roh im Salat. Ich habe
Kohlrabi-Giersch-Gemüse ausprobiert:
Zutaten:
2 Zwiebeln, 5-6 Hand voll Giersch ( schrumpft beim Dünsten), 3 Kohlrabi, 200 ml Kokosmilch, Salz, Curry, Öl
Zubereitung:
Giersch klein schneiden, Kohlrabi schälen und in Würfel schneiden, Zwiebeln klein schneiden und im Öl anbraten. dann die Kohlrabi dazu geben, und mit 1 Tasse Wasser ca. 10 Minuten dünsten. Giersch dazu und nochmal ca. 5 Minuten dünsten. Nun die Kokosmilch dazu gießen, aufkochen und mit Salz und Curry würzen. Als Beilage habe ich Kartoffeln gewählt, man kann auch Reis oder Nudeln nehmen. Je mehr Giersch man nimmt, umso grüner und würziger schmeckt das Gemüse. Beim Gemüse auf dem Foto habe ich 5 Hand voll Giersch gehabt, werde aber demnächst mal mehr nehmen.
Also, liebe Gärtner, esst den Giersch, er wächst extra für Eure Gesundheit und kostet nichts.
 

Mittwoch, 23. April 2014

Wildkräutertoast


Aus diesen Kräutern habe ich heute einen Wildkräutertoast zubereitet.
Eine Hauptzutat ist die Brennessel, die ja bekanntlich viel Vitamin C und E, Kieselsäure (strafft das Bindegewebe), Bitterstoffe, Flavonoide, Kalzium und Eisen hat. Je nach Geschmack kann man noch ( von links) Knoblauchsrauke, Gundelrebe, Löwenzahn oder Giersch dazu tun.
Zutaten:
100 g Brennesselspitzen
etwas Knoblauchsrauke, Giersch, Gundelrebe usw.
6 klein gehackte Champignons
2 EL ÖL
Salz, Muskatnus, Galgant
geriebener Käse
Zubereitung:
Die Zwiebel hacken und im Öl anbraten, dann gehackte Wildkräuter ( ich hab sie schnell im Thermomix zerkleinert) und Pilze mitdünsten, mit Salz, Muskat und Galgant würzen. 5 Toastscheiben vortoasten, die Kräutermasse darauf verteilen, mit Käse bestreuen und bei 200 Grad überbacken bis der Käse zerlaufen ist.
 Damit habe ich für heute meine geballte Ladung Kräuter für die Frühjahrskur verspeist.

Sonntag, 13. April 2014

Frühjahrskur mit Pflanzen

Durch einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen ensteht bei uns die Frühjahrsmüdigkeit, unser Stoffwechsel ist im Winter träge gewesen und sollte jetzt wieder angekurbelt werden. Eine Frühjahrskur mit Wildpflanzen, das sind solche Pflanzen, die jetzt vor unserer Haustür wachsen, gibt dem Körper alle Stoffe, die er im Winter (trotz des Gemüses aus dem Gewächshaus) vermissen musste. Durch den erhöhten Stoffwechsel werden Abbauprodukte aus Blut und Gewebe vermehrt ausgeschieden.
Eine Frühjahrskur sollte mindestens 3 Wochen dauern und täglich eine geballte Ladung Wildpflanzen enthalten. Man kann sie mal als Tee, als Smoothie, als Salat, Gemüse, Suppe oder Frischpflanzensaft zu sich nehmen. besonders geeignet sind die oben abgebildeten Pflanzen wie ( von links nach rechts) Brennessel, Gänseblümchen, Löwenzahn, Gundelrebe, junge Birkenblätter.
Brennessel:
Als Tee eine kleine Hand voll mit kochendem Wasser übergießen und 5 bis 10 Min ziehen lassen, 3 Tassen täglich. Als Frischsaft 3 mal 1 EL einnehmen, zusätzlich täglich eine Hand voll Brennesseln in Suppen, Salaten oder Smoothies.
Sie regt den Stoffwechsel an, fördert den Blutkreislauf und entwässert.
Gänseblümchen:
Pro Tag eine Hand voll Gänseblümchen zu sich nehmen. Tee: 3 Tassen täglich, aber nicht süßen.
Smoothie: dazu die ganze Pflanze mit Wasser oder Milch mixen. Frische Blüten und Blätter isst man im Salat, zu Kartoffeln, in Suppen oder Omelett
Gänseblümchen stärken den ganzen Organismus, straffen und festigen das Gewebe..
Löwenzahn:
Tee aus der Wurzel: morgens und abends eine Tasse über 4 Wochen lang.( 2 TL Wurzel für 1/4 Liter) Am Abend vorher kalt ansetzen und am nächsten Morgen kurz aufkochen und abgießen, nicht süßen.
Saft gibt es im Reformhaus zu kaufen. Junge Löwenzahnblätter passen zu vielen Salaten z.B. rote Bete, Karotten. Als Smoothie passen Löwenzahnblätter auch zu Bananen.
Löwenzahn ist eine Leberheilpflanze und transportiert Schlacken aus dem Bindegewebe ab.
Gundelrebe:
 Tee: 3 Finger voll mit 1/4 l kochendem Wasser überdießen, 10 Min ziehen lassen, 3 mal täglich trinken.
Zerriebene Blättchen passen in jede Suppe, Gemüse oder Fleischgericht. Wegen dem starken Eigengeschmack Gundelrebe nur sparsam verwenden. Als Smoothie frischen Salat, etwas Zitrone und einige Blättchen Gundelrebe mixen.
Gundelreben regen den Stoffwechsel sehr stark an, deshalb immer nur wenig nehmen.
Birkenblätter:
Frische Blättchen passen zu jedem Salat.Was zwischen  3 Finger passt reicht für einen Tag.
Tee: 1 Hand voll frische Blätter mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen und 15 Min ziehen lassen und tagsüber trinken.
Durch die starke Durchspülung mit Birkenblättern werden auch Keime ausgeschieden und Gicht und Rheuma vorgebeugt.
 Man kann auch noch andere Pflanzen wie Spitzwegerich, Schafgarbe, Brunnenkresse usw. zur Frühjahrskur nehmen. Jeder entscheidet selbst ob er sich auf eine Pflanze beschränkt oder eine Kombination wählt. Ich neige zur Abwechslung und werde hier ab und zu noch ein paar Rezepte veröffentlichen.

Dienstag, 8. April 2014

Im April den Magen stärken

Der April ist der Monat, in dem man besonders etwas für den Magen tun sollte. Außerdem ist er morgens zwischen 7 Uhr und 9 Uhr am aktivsten. Deshalb, weiß fast jeder, sollte man morgens ausgiebig frühstücken und abends weniger essen. Bitterstoffe in vielen Pflanzen wirken kräftigend und regen die Verdauungsdrüsen des Magens an, auch die Bauchspeicheldüse wird aktiviert. Hier gilt auch: "weniger ist mehr". Das heißt Bitterstoffe müssen zart dosiert werden. Richtig ist 1/2 bis 1 TL pro Tasse. Bitterstofftee, bitte nicht süßen, denn Zucker hebt ihre Wirkung auf.
Planzen mit vielen Bitterstoffen:
Ingwer, Löwenzahn, Beifuß, Wermut, Schafgarbe, Wegwarte, Enzian
Pflanzen mit mittelstarker Bitterstoffwirkung:
Artischocke, Mariendistel, Hopfen, Ehrenpreis
Da Bitterstoffe kräftigend wirken und den Stoffwechsel anregen, sind sie kontraindiziert bei allen Erkrankungen die dadurch hervorgerufen werden  z.B. Magenschleimhautentzündung, Sodbrennen.
Bei Magenschleimhautentzündung auf Schleimdrogen wie Kamille, Leinsamen, Malve oder Salbei zurückgreifen.
Rollkur:  Kamillentee trinken, dann  jeweils 5 Min auf Rücken ,li.und re. Seite legen.
Auch eine Bauchmassage tut dem Magen gut.
Hier noch ein Rezept für einen Kraftwein, der ( z.B. nach langer Krankheit)Kraft und Energie zurückbringt.
Kraftwein:
In eine 300 ml Flasche jeweils 3 Ästchen Beifuß und Schafgarbe geben, 1-2 EL Kandiszucker dazu, etwa fingerbreit Korn und mit Rotwein auffüllen. 3 Wochen bei Zimmertemperatur ( Sonnenplatz am Fenster) ziehen lassen., abseihen. Davon täglich ein Likörglas vor den Mahlzeiten trinken.

Donnerstag, 3. April 2014

Frühjahrskur mit Birkensaft

In diesem Jahr ist nun höchste Zeit sich noch Birkensaft zu holen. Innerlich wirkt er blutreinigend, stärkend, und befreit den Körper von Ablagerungen, da er stark ausschwemmt. Eine Birkensaftkur kann auch antidepressiv wirken.Dazu kann man den Saft auch mit Zitronensaft oder grünem Tee mischen.
Man bohrt eine Birke ( ab 20 cm Durchmesser) ca 3-5 cm tief an. Nun steckt man einen Schlauch hinein, der in einer Glasflasche endet. Damit keine kleinen Tierchen hineinkommen, bohre ich den Deckel der Flasche durch.Ich habe vorgestern von morgens 9.30 Uhr bis 15 Uhr mehr als 1/2 Liter Saft aufgefangen. Mehr wie 1- 2 Liter hole ich nie aus einem Baum, damit er nicht "verblutet". Bitte vorher den Eigentümer des Baumes um Erlaubnis bitten.

Das Loch verschließe ich gut mit Bienenwachs oder Baumwachs.Der Saft schmeckt leicht süßlich. Man sollte pro Tag ca 2 Schnapsgläschen davon trinken. Er gärt schnell, deshalb nur 1 Tag im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren. Eine Trinkkur sollte 2 bis 3 Wochen dauern mit tägl.50 ml Birkensaft.
Äußerlich ist der Saft ein Reinigungsmittel für schlecht heilende Wunden und Hautausschläge. Er ist auch gut geeignet als Gesichtswasser zum Reinigen und Pflegen der Haut.
Als man noch im Haushalt selbst Bier herstellte,wurde der Saft zur Herstellung des Birkenbiers verwendet. Der Saft galt auch schon bei den Germanen als Schönheitstrunk.
Hat der Baum seine Blätter, verwendet man die noch klebrigen Blättchen und Blattknospen zur Frühjahrskur als Tee.  ( siehe meinen Post von  Mai 2013)