Donnerstag, 31. Juli 2014

Reiseapotheke, kurz vor der Abfahrt

Dies kann man sich noch einen Tag vor der Abfahrt zurechtlegen:
1. Wer unter Reisekrankheit leidet, nimmt schon vor Fahrtantritt Ingwertee zu sich oder nimmt Ingwerplätzchen ins Reisegepäck mit. Ein Tropfen Minzöl auf ein Taschentuch geträufelt, immer mal daran gerochen, und die Übelkeit bleibt aus.
2. Oft wird man in den ersten Tagen des Urlaubs von Verstopfung oder Durchfall geplagt. Gegen Verstopfung hilft Leinsamen oder Flohsamen. Dabei aber immer viel Flüssigkeit trinken. Bei Durchfall hilft ungesüßter Schwarztee oder Grüntee. Kinder gibt man getrocknete Heidelbeeren ( auch als Tee) oder einen frisch geriebenen Apfel.
3. Haut und Haar trocknen durch Sonne, Salz und Chlor schnell aus. Hier hilft etwas Bio-Kokosöl. Vor dem Bad im Meer schützt es vor Salz und nach dem Sonnenbad kühlt es die Haut. Nur eine etwa erbsengroße Menge nach der Haarwäsche im Haar verteilen und das Haar ist vor Austrocknung geschützt.
4. War das Sonnenbad etwas zu lang, dann hilft der Saft der Aloe-vera-Pflanze. Er kühlt nicht nur, sondern versorgt die Haut auch mit Vitaminen und Mineralstoffen:
Man schneidet ein Blatt der Pflanze in Stücke, gibt sie in ein Glas mit Schraubdeckel und füllt es mit destiliertem Wasser auf. Während der nächsten 30 Minuten immer mal kräftig schütteln, dann abfiltern und direkt auf die Haut auftragen. Aloe-Vera kühlt auch gut nach einem Insektenstich.

5. Zur Vorbeugung gegen Insektenstiche kann man ein Spray mitnehmen: Dazu 2 ml hochprozentigen Alkohol mit 15 bis 20 Tropfen ätherisches Öl ( z.B. Geranie, Lavendel, Zitrone) und 98 ml destiliertes Wasser in eine 100 ml-Sprühflasche füllen. Eine Duftgeranie vor dem Fenster oder auf dem Balkon hält übrigens auch zu Hause lästige Insekten fern.
Zuammengefasst.
Das sollte ins Reisegepäck:
Meliise, Duftsäckchen oder als Tee, Melissensalbe
Leinsamen oder Flohsamen
Schwarztee oder Grüntee, getr. Heidelbeeren
Ingwer als Tee oder Plätzchen
Insektenspray und Spitzwegerichtinktur
Bio-Kokosöl, evtl. eine Aloe-Vera
Arnika- oder Ringelblumensalbe
Beinwellwurzelsalbe
Thymiantee
Johanniskrautöl
Damit steht einem erholsamen Urlaub fast nichts mehr im Wege. (Das Wetter am Urlaubsort können die Pflanzen leider nicht beeinflusssen)

Mittwoch, 23. Juli 2014

Reiseapotheke, eine Woche vor der Reise

Jetzt kann man Salben und Cremes herstellen: Kleine Wunden oder Verletzungen heilt man mit Arnika- oder Ringelblumensalbe. Da Arnika unter Naturschutz steht, kauft man sie besser. aber Ringelblumensalbe kann jeder schnell selbst herstellen:
2 EL Blütenblätter mit 200 ml gutem Öl ( evtl. Olivenöl) erhitzen, aber nicht kochen lassen, so etwa 70°C. Über Nacht stehen lassen, nochmal erhitzen und abfiltern. Ca. 25 g Bienenwachs ins Öl geben und schmelzen. 1/2 TL Propolis ( wegen der Haltbarkeit) dazu und in Döschen abfüllen. Dann ist die Salbe solange haltbar wie das Öl.
Gegen die Austrocknung der Haut kann man sich eine Gesichtscreme aus Aprikosen herstellen: 
Zutaten:
3 kl. Aprikosen, 4 Ringelblumenblüten, 3 Stängel Melisse, 50 ml Jojobaöl ( Mandelöl geht auch) 10 g Sheabutter, 5 g Bienenwachs
Die Aprikosen habe ich mit heißem Wasser übergossen damit die Haut abgeht. Dann entfernt man den Kern und püriert das Fruchtfleisch. Melisse und Ringelblumenblütenblätter mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Öl erhitzen, Sheabutter und Bienenwachs darin schmelzen. 20 ml des gesiebten Melisse-Ringelblumenwassers dazu geben und die pürierten Aprikosen langsam einrühren. Jetzt immer weiter rühren, bis die Creme kalt ist. Sie hält sich im Kühlschrank ca. 4 Wochen. Nach der Gesichtsreinigung morgens und abends damit eincremen. Aprikosen enthalten viel Betacarotin und sie geben der Haut Feuchtigkeit und ein frisches Aussehen. Übrigens geben viele Aprikosen, wie auch Karotten, vor dem Urlaub gegessen, der Haut einen natürlichen Sonnenschutz.


                                           Meine Aprikosengesichtscreme
Wer vom letzten Jahr noch Beinwellwurzeltinktur oder -salbe hat, kann sie auch schon zurechtlegen, denn das hilft bei Prellungen, Bluterguss oder Verstauchungen. Vor allem wenn man mit Kindern verreist, bleibt so etwas nicht aus. Man kann  Beinwellsalbe auch kaufen.

Freitag, 18. Juli 2014

Reiseapotheke, zwei Wochen vor der Reise

Zwei Wochen vor Reiseantritt sollt man sich etwas Melisse und Thymian trocknen.
Denn schon beim Kofferpacken und auch während der Reise braucht man evtl. etwas zur Beruhigung, ganz besonders, wenn man einen langen Flug vor sich hat. Dazu eignet sich die Melisse gut. Melisse wirkt belebend, beruhigend, krampflösend, nerven- und magenstärkend und kräftigend. Für Unterwegs näht man sich ein Duftsäckchen aus Baumwollstoff: Ca 10 cm x10 cm Stoff näht man an drei Seiten zu, füllt getrocknete Melisse ein und gibt noch 3-4 Tropfen ätherisches Melissenöl darauf, dann näht man die vierte Seite zu. Wer ab und zu daran schnuppert, spürt bald die beruhigende Wirkung.
Natürlich kann man auch schon vor der Reise einen Melissentee trinken:
Tee:
2 TL Melissenblätter mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Für eine Kur 3 Tassen pro Tag trinken, oder man trinkt 1 Tasse bei Bedarf.
Melisse macht außerdem das Blut dünnflüssiger, hilft bei der Blutreinigung und so Krampfadern zu vermeiden. Bei Krämpfen während der Menstruation und in den Wechseljahren ist sie auch angesagt. Da sie entspannt, ist sie auch ein fruchtbarkeitsförderndes Kraut.
Übernervösen Menschen rate ich vor der Reise ein Vollbad zu nehmen:
Eine Hand voll Melisse in 1 Liter Wasser kochen, einige Minuten ziehen lassen und durchsieben, dann dem Badewasser zufügen.
Auch im Urlaub kann es mal im Hals kratzen oder eine Erkältung kündigt sich an. Jetzt ist es gut, wenn man getrockneten Thymian zum Gurgeln oder als Tee im Gepäck hat. Besonders gut wirkt er bei Reizhusten oder Bronchitis. Seine Enzyme aktivieren auch das Immunsystem, so dass man schnell wieder fit ist bzw. eine Krankheit nicht ausbrechen kann.Thymian kann man schon einem Säugling, der älter ist als 6 Monate, geben, wenn er hustet oder verschleimt ist. Auf eine Dauergabe soll man auch als Erwachsener allerdings verzichten, da sonst der Organismus nicht mehr darauf reagiert.
Tee:
1 gehäufter TL mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten  ziehen lasen. Kindern gibt man die Hälfte. Bei Husten darf man mit Honig süßen und 3 Tassen täglich trinken.
Thymian- Sirup:
30 g frischer Thymian klein schneiden und mit 1/2 Liter kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen. Den Sud mit 500 g braunem Kandiszucker aufkochen, bis die Masse dick wird. Noch heiß in saubere Flaschen füllen und verschließen. Er ist 6 Monate haltbar. 3 mal täglich 1-2 TL einnehmen. ( ein Rezept aus der Zeitschrift "Landidee")

Montag, 14. Juli 2014

Reiseapotheke, Vorbereitungen

Nachdem "Wir" jetzt Weltmeister sind, ist es Zeit mal an den Urlaub zu denken. Damit wir aber nicht ausgerechnet im Urlaub krank werden, sollte man rechtzeitig die Reiseapotheke auffüllen. Auch hier unterstützen uns die Pflanzen.
Etwa 3 Wochen vorher:
1. Wer jetzt schon jeden Tag einen grünen Smoothie trinkt,stärkt damit seine Abwehrkräfte, denn auch Sonne und ungewohntes Klima muss unser Körper erst mal verkraften.
Dazu 1 Hand voll frische Kräuter wie Brennessel, Gänseblümchen, Giersch, Rotklee, Sauerampfer, Pfefferminz, Schafgarbe usw. mit 1/4 Liter Wasser pürieren. Wer es süß mag, kann noch etwas Obst dazu nehmen. Am besten man wechselt mit den Kräutern ab.
2. Spitzwegerichtinktur ansetzen:
Ein Glas zu 3/4 mit Spitzwegerichblättern (auf dem Bild rechts) füllen und mit hochprozentigem Alkohol ( evtl.Obstler) aufgießen. 3 Wochen an einen warmen Ort stellen und abseihen. Diese Tinktur tupft man unverdünnt auf einen Insektenstich, das mindert den Juckreiz und den Schmerz. Auch kleine Wunden kann man damit desinfizieren.
3.Johanniskrautöl ansetzen:
Die Blüten des Johanniskrauts ( auf dem Bild links )in einem Glas etwas anquetschen und Olivenöl auffüllen. Für mindestens 3, besser wäre jedoch 6, Wochen an ein sonniges Fenster stellen. Ist das Öl dunkelrot, kann man es abseihen.Wenn man es zu spät angesetzt hat, dann besser das vom letzten Jahr nehmen.Man kann damit Schnitt- und Schürfwunden und Sonnenbrand behandeln. Aber vorsicht, die Lichtempfindlichkeit wird erhöht. Übrigens ist es besser jeden Tag nur kurz, dafür ohne chemischen Sonnenschutz, raus zu gehen, da die Sonnencreme auch verhindert, dass der Körper das nötige Vitamin D bekommt.
Damit es nicht zu umfangreich wird, mache ich hier Schluss und schreibe demnächst weitere Urlaubsvorbereitungen auf.



Montag, 7. Juli 2014

Juli, der Dünndarmmonat

Nach der chin. Organuhr ist der Juli der Dünndarmmonat. Der Dünndarm ist außerdem täglich zwischen 13 Uhr und 15 Uhr am aktivsten. " Der Darm kann mit den Wurzeln einer Pflanze verglichen werden, an ihm entscheidet sich Gedeih und Verderb eines Organismus" ( Kempf in U. Bühring, Praxislehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde)
Der Darm ist das größte Immunorgan des Körpers, von ihm hängt die Stärke der Abwehrkraft, Gesundheit und Wohlbefinden ab. Eine gestörte Darmflora  macht sich bemerkbar durch:
- Blähungen
- Müdigkeit, Kopfschmerzen
- Nahrungsmittelunverträglichkeit
- Immunschwäche
- Migräne
- Allergien
Die Bakterien der Darmflora bilden eine mechanische Schutzbarriere gegen krankmachende Keime und Fremdstoffe, sie verhindern die Ausbreitung schädlicher Bakterien und Pilze.
Auch bei rheumatischen Erkrankungen muss auf eine gesunde Darmflora geachtet werden. Können nämlich die Stoffwechselendprodukte nicht genügend über Darm und Niere ausgeschieden werden, lagern sie sich an Stellen des Bindegewebes oder an den Schleimhäuten der Gelenke ab.
Miene Empfehlungen:
1. Täglich eine Messerspitze Rosmarinpulver verbessert die Darmfunktion, besonders im Bereich des
 Dünndarms.
2. Fasten:
 - 2 Entlastungstage nur mit Obst und Gemüse
 - 5 Tage fasten mit Gemüsebrühe und verdünnten Säften
 - 2 Aufbautage mit leichter Kost
 - Einläufe zur Stuhlentleerung
3. Wer nicht fasten will, kann aber trotzdem immer mal wieder einen Entlastungstag einlegen.
4. Ab und zu einen "Schleimtag" einlegen:  Dazu 5- 6 mal pro Tag den Schleimabsud von 1-2 TL Leinsamen oder Flohsamen einnehmen.             .
5. Gut ist auch Apfelessig: 1 TL mit Wasser verdünnt trinken
6. Pfefferminze beruhigt und entkrampft den Darm.
7. Bitterstoffe verbessern die Durchblutung der Verdauungsschleimhäute
8. Pflanzliche Rohkost und milchsaure Kost ( Joghurt, Sauerkraut mit Äpfeln oder Ananas)