Sonntag, 28. September 2014

Rosskastanie, für Venen, Haut und Haar

In Bayern spenden sie in den Biergärten Schatten, bei uns werden ihre Früchte jetzt von den Kindern gesammelt. Ich meine die Rosskastanie. Diese imposanten, bis zu 25 m hoch werdenden Bäume sind stärkereich, haben viele Gerb- und Bitterstoffe, Saponine (Aescin) und Cumarine. Die Inhaltsstoffe stecken in der Rinde, den Blüten und den Früchten. Vor allem die venenstärkenden Eigenschaften sind bei uns bekannt.
1 Messerspitze Rindenpulver von 2 bis 3jährigen Ästen, morgens und abends mit etwas Flüssigkeit eingenommen, stärkt die Venenwände, hilft bei Krampfadern und Schmerzen in den Beinen und ist blutreinigend. Aescin wirkt gewebeentwässernd und dichtet die kleinen Blutgefäße ab. Es gehört zu den Saponinen, den Seifenstoffen, die in Zusammenhang mit Wasser schönen Schaum bilden.
Pulverisiertes Mehl aus getrockneten Kastanien mit etwas Wasser in den Händen verknetet, löst Öl und Fett z.B. nach einer Fahrradreparatur.
Bad gegen Durchblutungsstörungen:
1/2 kg  zerkleinerte Kastanienfrüchte  in 2 Liter kochendes Wasser einrühren. 1/2 Stunden ziehen lassen, durchsieben und zum Badewasser geben. Reinigt, hilft bei Haut und Haarproblemen und regeneriert müde, geschwollene Füße.
Kastanienöl:
Frische Kastanien klein schneiden oder zerstampfen, mit Olivenöl übergießen und 10 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen, abseihen. Einige Tropfen Zitronenöl dazu geben und zur Venenstärkung Beine damit einreiben.
Drei Kastanien, in der Hosentasche getragen , sollen bewirken, dass man beim Fallen keinen Schaden  nimmt.
Leider sind viele Bäume durch die Kastanienmotte beschädigt oder werden gespritzt. Da hilft nur auf die vielen im Handel angebotenen Fertigarzneien zurückzugreifen.

Donnerstag, 18. September 2014

September, der Nierenmonat

Urlaub mit gutem, reichhaltigem Essen ist vorbei und es wird Zeit wieder etwas für die Ausscheidungsorgane zu tun. Zur Pflege unserer Nieren ist der September gut geeignet. Dafür kommen ähnliche Pflanzen wie im August in Frage. Zur Anregung der Nierentätigkeit sollte man die Trinkmenge erhöhen, stilles Wasser oder Tee ist am besten. Auch warme Auflagen auf die Nierengegend oder ein Bad mit Basensalz tun den Nieren gut.
Eine Planze, die das Nierengewebe stärkt, ist die Goldrute ( habe ich am 05.08.2013 näher beschrieben). Ebenfalls jetzt noch holen, kann man das Kraut des Ackerschachtelhalms. Man kennt ihn auch unter dem Namen Zinnkraut, weil er früher zum Putzen des Zinngeschirrs verwendet wurde. Es werden nur die frischen grünen Triebe, ohne Sporen, gesammelt. Er wächst an Wiesenrändern und auf Böschungen und enthält sehr viel Kieselsäure:
Der Tee stärkt Blase und Niere, Leber und das Bindegewebe, Finger und Zehennägel und gilt als Mittel, um sich allgemeine strahlende Gesundheit zu erhalten.
Tee:
1 TL Kraut mit 1/4 Liter kaltem Wasser ansetzen, 1/2  Tag stehen lassen und dann aufkochen, abseihen. Man kann ihn auch mit kochendem Wasser überbrühen und 1/2 Stunde ziehen lassen oder ca. 5-8 Min aufkochen. Ich empfehle 3 Tassen pro Tag zu trinken.
Normalerweise soll man Heiltees nicht länger als 3-4 Wochen am Stück einnehmen, Zinnkrauttee kann man aber dauerhaft trinken.
Nach dem Haarewaschen verhilft eine Spülung mit Zinnkrauttee zu schönem lockerem Haar. Umschläge über Nacht helfen bei entzündeten Finger- oder Fußnägel.
Man kann ihn leicht mit anderen giftigen Schachtelhalmarten verwechseln, deshalb ist es wichtig, wenn man sich nicht sicher ist, einen Fachmann zu fragen oder ihn im Fachhandel zu kaufen.