Mittwoch, 22. Oktober 2014

Topinambur, (fast) vergessene Knolle

Topinambur ist eine Sonnenblumenart, die gegen alle Schädlinge und Krankheiten resistent ist. Jetzt kann man die Knollen ernten. Sie blüht im Sommer und vermehrt sich selbständig über die Knollen. Wegen ihres hohen Gehaltes an Inulin ist sie für Diabetiker besonders geeignet. Die Wirkstoffe der Topinambur neutralisieren die Giftigkeit des Darminhalts und verringern schädliche Enzyme. Deshalb ist sie auch ein natürliches Vorbeugemittel gegen Darmerkrankungen.Außerdem enthält das Gemüse Eisen und viel Kalium. Die Knolle eignet sich auch gut zum Aufbau einer gesunden Darmflora nach Antibiotikabehandlung. Sie ist kalorienarm und sättigend.
Die Knollen können roh, gedünstet oder gebraten ( wie Schnitzel) gegessen werden. Man sollte mit kleinen Portionen anfangen, also anfangs nur 1 kleine Knolle, gerieben, essen. Ich habe eine Suppe ausprobiert.
Topinambur-Curry-Suppe:
500 g Topinambur, 250 g  gewürfelte Kartoffeln, 2 EL Butter, 1 TL Currypulver,1 EL Rohrzucker, 2 EL Honig, 1 EL Schmand, 1/2 Liter Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Koriander,Zitronensaft 
Topinambur schälen und würfeln ( etwas mühevoll), mit den Kartoffeln in Butter kurz anschwitzen, mit Gemüsebrühe ablöschen und ca. 15 Minuten kochen lassen. Suppe pürieren und mit den Gewürzen abschmecken. Zuletzt etwas Schmand unterrühren.
Ich habe sie mit Kapuzinerkresse, die noch wunderschön blüht, dekoriert. Obwohl sie sehr gut schmeckt, empfehle ich zunächst  nur 1 Portion zu essen, denn  bei einem ungewohnten Darm kommt es zu Blähungen.
Hier habe ich einige dünne Scheiben im Backofen geröstet, und gesalzen ist es ein gesunder Snack zu einem Fernsehabend.


Freitag, 17. Oktober 2014

Kürbis, eine der größten Beeren der Welt.

Jetzt ist Kürbiszeit! Es gibt kleine Zierkürbisse aber auch 2 Meter hohe Riesenkürbisse. Am beliebtesten ist der Hokkaido-Kürbis, da man seine Schale mitessen kann, und so die Verarbeitung relativ einfach ist. Kürbisfleisch besteht zu 90% aus Wasser und hat nur wenige Kalorien. Dafür enthält es viel Betacarotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Es stärkt die Sehkraft und wirkt der Bildung von freien Radikalen entgegen, Kürbisse enthalten außerdem Vitamin C, E und Selen.
Kürbissamen sind zwar gehaltvoller, haben aber medizinische Wirkung  auf die Harnblase. Sie sind keimhemmend, entzündungshemmend und kräftigen Blase ( auch der Frau)  und die Prostata des Mannes.
Ich liebe die Kürbissuppe1
Kürbis-Koskos-Suppe ( á la Elke):
1 Zwiebel, 1 Stange Lauch, 1 Möhre, 2 Kartoffeln 1 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis, etwas Essig, gem. Koriander, Pfeffer, Salz, 1/8 Liter Gemüsebrühe, 1 Dose Kokosmilch, etws Currypaste, Sambal Olek o.ä.
Zwiebel und Lauch klein schneiden und in Öl andünsten, klein geschnittene Möhren und Kartoffeln hinzu geben, mit etwas Wasser ablöschen.
Kürbis würfeln, hinzufügen und noch etwas andünsten. Mit Essig, Koriander, Peffer und Salz würzen, dann Gemüsebrühe dazu und ca. 15 Minuten köcheln lassen. Wenn das Gemüse gar ist, pürieren. Kokosmilch hinzufügen und mit Gewürzen abschmecken. Je nach gewünschter Sämigkeit, kann die Suppe noch mit Wasser verdünnt werden.
Ich habe sie hier mit süßer Sahne und Kapuzinerkresse angerichtet. Man kann auch geröstete Toastwürfel, Sonnenblumenkerne oder frischen Koriander drüberstreuen. Sie reicht für 4 bis 6 Personen .Guten Appetit!


Donnerstag, 9. Oktober 2014

Oktober, der Kreislaufmonat

Jetzt im Herbst kann man noch gut etwas für seinen Kreislauf tun. Dazu gehören viel Bewegung an der frischen Luft, Bürstenmasagen nach dem Duschen oder Kneippsche Wechselgüsse. Wer niedrigen Blutdruck hat, kann ein Rosmarinbad nehmen. Auch Ingwer, Galgant und Pfeffer bringen den Kreislauf in Schwung.
Rosmarinbad:
Eine Hand voll Rosmarinblätter mit 1 Liter heißem Wasser aufgießen, 7 Minuten ziehen lassen, absieben und dem Badewasser zufügen. Badedauer 10 Minuten, Temperatur 34° bis 36 °C., danach 1 Stunde ruhen. Man sollte nicht abends baden, da man ja dann den Kreislauf nicht anregen sondern zur Ruhe bringen will. Bei Berufstätigen hat sich eine Wochenendkur (z.B. jeden Samstag- und Sonntagmorgen) bewährt.
Rosmarin ist nicht in der Schwangerschaft geeignet.
Ebenfalls gut ist ein Lavendelblütenbad (100g Blüten mit 2 L. heißem Wasser übergießen, absieben).
Wer eher hohen Blutdruck hat, sollte zu Weißdorn (siehe 30.05.2013) oder Knoblauch greifen. Knoblauch hat neben der blutdrucksenkenden Wirkung eine antibakterielle und antimyokotische Wirkung, wirkt blutfettsenkend und blutverdünnend.
Knoblauchgetränk:
5 Bio-Zitronen, 30 Knoblauchzehen,
Zitronenscheiben und geschälte Knoblauchzehen pürieren, 1 Liter kaltes Wasser dazu geben und kurz aufkochen. Man kann auch den Zitronensaft mit dem Knoblauch aufkochen. Heiß in Flaschen füllen.
Man trinkt in der 1. Woche täglich 1 Schnapsglas, in der 2. Woche täglich 2 Schnapsgläser, in der 3. Woche täglich 3 Schnapsgläser.
Mit dieser Kur hat man viel zum Reinigen der Adern getan. Wen der Knoblauchgeruch stört, kaut anschließend etwas frische Petersilie.
Knoblauch verdünnt das Blut, deshalb nicht vor Operationen anwenden, auch in der Stillzeit soll man davon absehen.