Dienstag, 25. November 2014

Grünkohl, das vegetarische Rindfleisch

Seit einiger Zeit hat man die gesunden Wirkungen des Kohls wieder entdeckt. Dazu gehören Weißkraut, Rotkraut, Blumenkohl, Kohlrabi, Brokkoli und Grünkohl.  Jetzt nach dem ersten Frost wird der Grünkohl geerntet. Als Schutz vor der Kälte werden mehr Vitamine und Enzyme gebildet, die unser Organismus im Winter braucht. Kohl enthält doppelt so viel Vitamin C wie Orangen, das wegen bestimmter Enzyme auch durch den Kochvorgang nicht verloren geht.( Ich habe den Grünkohl 1,5 Stunden gekocht) Außerdem enthält Kohl besonders viel Eisen, Eiweiß, Kalzium, Magnesium, Vitamin A,E und K. Der hohe Protein- und Eisengehalt wirkt als Schutzschirm gegen Krankheiten und ist der Grund für die Bezeichnung "vegetarisches Rindfleisch". Die Omega-3-Fettsäuren beugen Entzündungen vor, so dass Kohlsaft gegen Magenschleimhautentzündungen hilft und sogar vor Krebs schützt. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die den Zusammenhang zwischen häufigem Kohlgenuss und geringerer Rate an Dickdarmkrebs bestätigen.
Durch das viele Chlorophyll ergibt der Grünkohl zusammen mit etwas Obst ein gesunder Smoothie, der uns gut durch den Winter bringt.
Schwefelverbindungen sind für den typischen Geruch verantwortlich. Dagegen kann man Essig ins Kochwasser geben und dazu etwas Anis, Kümmel oder Fenchel gegen unangenehme Blähungen. Viele Rezepte findet man unter www.chefkoch.de.
Kohlumschläge helfen gegen Leber- und Gallenentzündungen oder um Abszesse zu öffnen.
Man entfernt den Strunk von den Kohlblättern und bügelt sie mit dem Bügeleisen flach, legt dann die heißen Blätter auf die betreffenden Stellen auf und deckt mit Handtüchern ab. Solange sie warm bleiben lässt man sie drauf, das kann auch über Nacht sein. Danach die Haut gut pflegen, z.B. mit Ringelblumensalbe oder Johanniskrautöl.  Die Kohlblätter müssen dann aber im Hausmüll entsorgt werden, denn sie sind giftig.
Krautauflagen helfen auch gegen Gelenkschmerzen, wie bei Arthrose, denn sie fördern die Durchblutung. Treten vorübergehend mehr Schmerzen auf, zeigt das jedoch den Beginn der Heilung an.

Freitag, 14. November 2014

Hagebutten fürs Immunsystem

Hagebutten erinnern mich immer an das Lied  "Ein Männlein steht im Walde". Selbst jetzt noch leuchten die roten Früchte (Sammelnussfrucht) des Rosengewächses zwischen den fast kahlen Ästen hervor. Beliebt sind sie vor allem wegen ihres hohen Gehaltes an Vitamin C. Dazu sollte man sie vor dem ersten Frost ernten.
100g Früchte enthalten ca. 8oo mg Vitamin C, das ist fast der höchste Wert bei einheimischen Pflanzen. Etwas mühsam ist es, die Kerne zu entfernen.
 Fast jeder kennt den Hagebuttentee:
Tee:
2 gehäufte TL Hagebutten mit 1/4 Liter Wasser zum Kochen bringen und ca. 10 Minuten ziehen lassen.
Der Vitamin-C-Gehalt bleibt bei Hagebutten länger enthalten als bei anderen Pflanzen, so dass man ihn auf Vorrat herstellen kann.
Eva Aschenbrenner empfiehlt einen Tee aus getrockneten Hagebutten, Melisse und Apfelschalen. Er dient zur Erfrischung, schwemmt aber auch Ablagerungen aus den Gelenken.
Ich habe mal ein Hagebuttenmus ausprobiert:
Hagebuttenschalen habe ich zuerst roh im Mixer püriert und dann aber nochmal mit etwas Wasser kurz gekocht. ( man sollte es  eigentlich 20-30 Minuten kochen, war mir aber zu lange) Zum Schluss etwas Honig einrühren und fertig ist eine Heilnahrung, die täglich teelöffelweise gegessen werden sollte.
Ich habe gehört, man kann auch die ganzen Hagebutten kochen und dann mehrmals durch ein Sieb passieren. Das ist nötig, denn die feinen Härchen an den Kernen reizen beim Schlucken. Als Kinder haben wir sie als Juckpulver kennen gelernt.
Vitamin C stimmuliert das Immunsystem und unterstützt unseren Körper bei der Entgiftung.
Hagebuttenkernöl,  mit Trägeröl verdünnt, auf die Haut aufgetragen, hilft bei der Wundheilung und zur Narbenpflege. Mit Ringelblumenöl vermischt kräftigt es das Bindegewebe.


Dienstag, 4. November 2014

November, Monat zur Wärmeregulation

Jetzt beginnt die Zeit der kalten Hände und Füße, aber man kann einiges zur Wärmeregulation tun. Ähnlich wie im Oktober sind z.B. Wechselbäder und viel Bewegung im Freien angesagt. Es wärmen auch rote Tees, wie Rotbusch, Hagebutten aber auch Holundersaft und Schafgarbe. Zu den medizinisch wirkenden Nahrungsmitteln gehört der Chili. Seine Scharfstoffe regen tief liegende Gewebeschichten an und die Durchblutung von ganzen Körperteilen wird verstärkt. Auch bei Rheumea ,Schulterverspannungen oder Muskelkater tritt durch das Einreiben mit der Salbe eine Erwärmung ein.
Chili-Salbe:
Man braucht eine Tinktur und einen Ölauszug:
Tinktur: 1 TL Chilipulver und 1/4 Liter hochprozentigen Alkohol 2 Wochen im Warmen stehen lassen, abfiltern
Ölauszug: 1 TL Chilipulver mit 1/4 Liter Olivenöl 2 Wochen stehen lassen, abfiltern.
Öl erhitzen ( soll nicht rauchen) und darin 50 g Bienenwachs auflösen, unter Rühren abkühlen lassen und tropfenweise Tinktur einrühren solange sie aufgenommen wird. ( mit der restlichen Tinktur kann man würzen). Die Salbe in Döschen füllen und kühl aufbewahren.
Durchblutungsstörungen an den Händen kann man auch mit Hirse begegnen:
Man wärmt Hirse an, gibt 1/2 EL Ölvenöl dazu und knetet diese Masse mit den Fingern durch. Man kann den Brei mehrmals verwenden.
Früher hat man, im Herd angewärmte, Hirsesäckchen vor einem Winterspaziergang in die Manteltasche gesteckt , um sich daran die Hände zu wärmen.
Bis zum Winter dauert es noch ein bisschen, aber ein paar Vorbereitungen sind immer gut.