Montag, 29. Dezember 2014

Kakao, gesunder Seelentröster

Schokolade ist nicht  nur Sünde:
"Kein zweites Mal hat die Natur eine solche Fülle der wertvollsten Nährstoffe auf einem so kleinen Raum zusammengedrängt wie gerade bei der Kakaobohne." schwärmte Alexander von Humboldt (1769-1859).
Schon die Azteken bereiteten aus den Früchten des Kakaobaumes Heiltränke als Aphrodisiakum her.
Spanische Eroberer brachten sie mit in die Alte Welt, aber erst verfeinert mit Zucker trat der Kakao hier seinen Siegeszug an. Kakao enhält über 300 Substanzen, z.B. Koffein, Phenylethylamin ( gegen Depression ) Theophyllin ( stimuliert den Kreislauf und das zentrale Nervensystem). Treffen Darmbakterien, wie Bifido- und Milchsäurebakterien, mit Kakao zusammen, kommt es zu einem Prozess, bei dem Polyphenole des Kakaos zerlegt werden und dann entzündungshemmend im Herz und in den Blutgefäßen wirken. Theobromin erweitert die Blutgefäße und fördert die Harnausscheidung. Die enthaltenen Gerbstoffe ähneln denen im grünen Tee und Rotwein, denen nachgesagt wird, freie Radikale unschädlich zu machen. Das ist allerdings keine Freibrief für ungezügelten Schokoladenkonsum.
Echte Trinkschokolade:
1/4 Liter Wasser mit 7 TL Biokakaopulver vermischen. Dann mit 4 TL Honig, 1 TL Zimt, 1 Prise Kardamon 1 Prise Nelkenpulver, 1 Prise Pfeffer  und das Innere einer 1/2 Vanilleschote gründlich verrühren, 5 Minuten kochen lassen und trinken.
Als der Weltmarktpreis für Kakao sehr niedrig war, hatten viele Kakaobauern kein Geld um neue Bäume zu pflanzen. Da der Baum  mehrere Jahre braucht bis er Früchte hervorbringt, ist Kakao inzwischen knapp und teuer geworden. Nur der faire Handel hat dafür gesorgt, dass die Kakaobauern ordentlich bezahlt wurden und Kakao in Mischkultur, z.B. mit Kokospalmen, angebaut wurde. Verkauft wird dieser  hauptsächlich in den Weltäden. Im Weltladen in Bad Hersfeld bin ich auch ehrenamtlich tätig und kann unsere Homepage www.weltladen-badhersfeld.de denen empfehlen, die sich über den Fairen Handel informieren wollen.
Kakao und die enthaltene Kakaobutter ist auch ein wunderbares Schönheitsmittel und nächsten Jahr werde ich mich in diesem Blog vermehrt den Naturkosmetik-Tipps zuwenden.
Als dann wünsche ich allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2015!  


Montag, 22. Dezember 2014

Würzige Wohltaten

Nelken, Zimt, Kardamon und Sternanis sind nur einige der typischen Gewürze der Weihnachtszeit. Sie wecken angenehme Kindheitserinnerungen aber sie haben auch spezielle Heilwirkungen:
Zimt:
Zimt verstärkt die Aufnahme von Glucose in den Zellen, ähnlich wie das Insulin und senkt deshalb den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern des Typs 2. Auch das schlechte LDL-Cholesterin wird reduziert. 1 TL in den Bohnenkaffee macht diesen magenfreundlicher und bekömmlicher. Bei Sportverletzungen und Überanstrengungen kann man mit Zimtsalben die Durchblutung fördern. Man sollte auf dem Ceylon-Zimt bestehen. In Supermarktplätzchen ist oft der billiger Cassia-Zimt verarbeitet, der Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen kann. Wegen des enthaltenen Cumarins sollte man generell Überdosierung vermeiden.
Kardamon:
Kardamon ist mit Ingwer und Galgant verwandt. Er gibt dem Lebkuchen den typischen Geschmack. Beim Kauen bindet er Ausdünstungen z.B. von Knoblauch oder der Alkoholfahne. Er regt Magen und Galle an und beruhigt den Darm. Einen TL Kardamon, in einer Tasse Kaffee getrunken, soll die Potenz steigern. Ein stärkender Effekt auf das Herz-Kreislaufsystem, den Verdauungsapparat und die Atemwege wurde wissenschaftlich nachgewiesen. Wurde er früher hauptsächlich in den arabischen Ländern verwendet, setzt er sich allmählich auch bei uns als Gewürz oder in der Duftlampe und als Geschmacksgeber einiger Liköre durch. Eine Prise Pulver in die Kaffeetasse sollte man mal probieren.
Sternanis: 
Besonders in China kennt jeder die heilende Wirkung des Sternanis. Er schmeckt etwas nach Lakritz und wird in Gebäck und Glühwein verwendet, hilft aber auch bei Bronchitis und Mandelentzündung. Das ist auf die enthaltene Shikimisäure zurückzuführen, die die Vermehrung von Viren blockiert.  1 Tasse kochendes Wasser über 2 zerkleinerte Sternanisfrüchte ergibt einen Tee, der beruhigend auf Magen und Darm wirkt.
Gewürznelken:
Zu Weihnachten gehört auch eine mit Nelken gespickte Orange. Nelken wirken verdauungsfördernd und appetitanregend und gehören deshalb in süße und auch salzige Speisen. Die lindernde und antiseptische Wirkung des ätherischen Öles macht man sich vor allem bei Zahnschmerzen und Zahnfleischentzündung zu nutze. Allerdings sollten die Nelken frisch sein. Das kann man testen, wenn man sie in Wasser legt. Gehen sie unter, sind sie frisch, da das Öl schwerer als Wasser ist. Nelken die an der Oberfläche schwimmen , enthalten nur noch wenige wirksame Inhaltsstoffe. Der Duft des Nelkenöls lässt auch Mücken das Weite suchen. ( ist jetzt im Winter vielleicht weniger wichtig).



Sonntag, 14. Dezember 2014

It`s Tea- Time!

Draußen ist es den ganzen Tag lang kalt, nass und neblig. Da ist eine schöne heiße Tasse Tee genau das Richtige um die Sinne zu beleben. Neben dem Kräutertee ist besonders der grüne Tee nützlich für unsere Gesundheit. Er kommt von derselben Pflanze wie der schwarze Tee, ist aber nicht fermentiert. Im asaiatischen Raum gilt der grüne Tee als Garant für ein langes und gesundes Leben. Er enthält u.a. Fluor, Kalzium, Vtamin C und E, Provitamin A und äth.Öle. Seine Bitterstoffe wirken gegen den Appetit auf Süßes und sind gut für die Leber. ( ist vielleicht ganz wichtig zu wissen jetzt in der Vorweihnachtszeit ). Wer öfter Heißhunger auf Süßes hat, hat möglicherweise einen Darmpilz, denn dieser benötigt viel Zucker. Grüner Tee schützt unser Herz-Kreislaufsystem und erhöht den Energieumsatz. Trinkt man 2 Tassen grüner Tee nach dem Essen, steigt der Blutzuckerspiegel langsamer. Nach dem Genuss von grünem Tee sind auf den Zähnen übrigens weniger Kariesbakterien nachgewiesen worden.
Tee:
1 gehäufter Teelöffel mit 1/4 ncht mehr kochendem ( ca.70°C) Wasser übergießen. Man erreicht das, indem man das Wasser ca. 3 Minuten abkühlen lässt. 3 bis 10 Minuten ziehen lassen:
3 Minuten ziehen: Organismus wird angeregt
Länger als 3 Minuten: Koffein ist in den Tee übergegangen
Nach 5 Minuten: Gerbstoffe sind jetzt im Tee
Je länger der Tee zieht, desto dunkler und stopfender wird er.
Als Königsdisziplin des Grünen Tees kann man den Matcha bezeichnen. Die Teepflanzen werden ein paar Wochen vor der Ernte mit Tüchern abgedeckt, damit sie mehr Chlorophyll und Aminosäuren bilden .Dann wird er von Hand weiterverarbeitet, was ihn sehr teuer macht .Chlorophyll hat blutbildende Eigenschaften, wirkt basisch, entzündungshemmend und fördert die Verdauung. Die Catechine im Matcha sollen der Hautalterung entgegenwirken, blutdrucksenkend und sogar positiv bei einigen Krebsarten und Herzerkrankungen sein.
In Japan wird er mit einer Teezeremonie zubereitet:
Man gibt ca. 1 Gramm Matcha ( zwei Bambuslöffel oder 1/2 TL) in eine Matchaschale und gießt etwa 80 ml ca. 60° bis 80°C weiches ( gefiltertes) Wasser dazu. Nun wird der Tee mit einem Bambusbesen aufgeschlagen, die Schale in beide Hände genommen und langsam genossen.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Dezember, der Gallemonat

Vor den üppigen Tagen im Dezember sollte man seiner Galle etwas Gutes tun. Man kann das, indem man jetzt verstärkt Kurkuma zum Würzen verwendet. Kurkuma (Gelbwurz) ist eine tropische Gewürzpflanze, die aus Indien stammt. Es gibt sie als Pulver im Gewürzregal oder in Asialäden auch als frische oder getrocknete Wurzel. Pro Tag sollte man allerdings nicht mehr als 3 g zu sich nehmen. Sie regt den Gallefluss an. Aufpassen: Alles Arbeitsgerät, das in der Küche damit in Berührung kommt, vor allem Plastik, färbt sich gelb. Wenn man es dann dem Licht aussetzt, verschwindet die Farbe wieder, sie ist nicht wasserlöslich.
Gelbe Gewürzmilch:
1 TL Kurkumapulver in 1/4 Liter warme Milch einrühren und mit Honig süßen. Das Ganze jeweils vor dem Frühstück  2 Wochen lang trinken.
Es wirkt jetzt in der dunklen Winterzeit als Antidepressivum.
Kurkuma nicht bei Gallensteinen oder Gallenerkrankungen oder Schwangerschaft und Stillzeit anwenden.
Ebenfalls gallewirksam sind:
Löwenzahntee (1/2 Stunde vor dem Essen)
Rettich, frisch oder 50ml Saft pro Tag
Wermut, kräftigt alle Verdauungsorgane
Zwiebeln, bilden Gallensaft
Pastinaken, Tee, vor allem aus den Samen
Artischoken
Alles was bitter schmeckt, regt die Verdauungsdrüsen an. Leider hat man vielen Gemüsen das Bittere weg gezüchtet!