Sonntag, 6. Dezember 2015

Das Harz der Nadelbäume

Von einem Waldspaziergang habe ich mir heute etwas Harz mitgebracht. Man kann es leicht von Wunden der Nadelbäume mit dem Messer abschaben. Die Bäume scheiden es aus, um die Verletzungen vor Insekten und Bakterien zu schützen und zu verschließen.
Ähnlich wie eine Zugsalbe kann das Harz auch Splitter aus der Haut ziehen. 
Harz-Salbe:
30 g Kiefern- oder Fichtenharz
75 g Olivenöl
10 g Bienenwachs
Das Harz wird im Öl bei langsamer Erwärmung geschmolzen. Dabei muss man ständig rühren, sonst hängt das Harz am Boden fest. Dann wird alles durch ein Mulltuch gefiltert, Verunreinigungen des Harzes bleiben im Tuch hängen. Wieder auf den Herd stellen und das Bienenwachs darin schmelzen. Ich habe noch ca. 10 Trpf. Propolis dazu gegeben.
Nun wird es noch in 2 Salbendöschen geschüttet und nach Abkühlung verschlossen.
Die Salbe kann man auf Wunden und Entzündungen geben.
Mit dieser Salbe habe ich noch einen Lippenbalsam hergestellt:
100 ml Olivenöl
1/2 EL Baumharzsalbe
12 g Bienenwachs
20 g Shea-Butter
5 Trpf. Lavendelöl
Harzsalbe im Öl erwärmen und zusammen mit dem Bienenwachs darin schmelzen lassen. Etwas abkühlen lassen und dann die Sheabutter darin schmelzen. Zuletzt das Lavendelöl eintropfen.
Der Lippenbalsam verhindert raue und rissige Lippen, wenn man ihn regelmäßig aufträgt.
Die Rezepte habe ich nach einem Artikel in der Zeitschrift "Mein schönes Land" ausprobiert.

Nadelbaumharz eignet sich auch gut zum Räuchern, auch dann wirkt es reinigend und fördert die Konzentration.

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